diagnostische kompetenzen
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2014 ◽  
Vol 28 (4) ◽  
pp. 237-248 ◽  
Author(s):  
Karina Karst ◽  
Edgar Schoreit ◽  
Frank Lipowsky

Dieser Beitrag prüft, wie drei Ebenen diagnostischer Kompetenzen (klassenbezogene, schülerglobale und schülerspezifische DK) die Lernentwicklung von Grundschulkindern im Fach Mathematik beeinflussen. Dabei werden theoretisch wie psychometrisch die Ansätze von Karst (2012) und Schrader (1989) verfolgt. Die Stichprobe umfasst 680 Schüler, die am Ende der ersten (t1) und am Ender der zweiten (t2) Klasse in ihren arithmetischen Kompetenzen getestet wurden. Zudem schätzten 32 Lehrkräfte die Testleistung ihrer Schüler ein (t1). Mehrebenenanalysen zeigen, dass die klassenbezogene DK die Lernentwicklung positiv vorhersagt, während die DK, bei der die Lehrkraft einzelne Schüler in Lernbereichen einschätzt (schülerglobale DK und Rangkomponente), die Lernentwicklung negativ prädiziert. Die schülerspezifische DK zeigt keine empirische Relevanz. Dabei sind hohe Varianzüberlappungen zwischen den Kennwerten nach Schrader (1989) und dem jeweiligen Kennwert nach Karst (2012) festzustellen. Die teilweise erwartungswidrigen Befunde werfen die Frage auf, ob mit einer Zunahme diagnostischer Kompetenzen unbedingt eine Verbesserung der Unterrichtsqualität und damit der Lernentwicklung einhergehen muss.


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