bariatrische chirurgie
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2021 ◽  
Author(s):  
Laura Flükiger ◽  
Andreas Thalheimer ◽  
Diana Vetter ◽  
Jeannette Widmer ◽  
Ralf Joukhadar ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Bariatrische Operationen werden weltweit immer häufiger und somit zunehmend an Frauen in reproduktionsfähigem Alter durchgeführt. Das rückt postbariatrische Schwangerschaften mitsamt den damit verbundenen therapeutischen und diagnostischen Besonderheiten automatisch in den Fokus der Gynäkologie. Fragestellung Es soll der aktuelle Wissensstand zum Thema bariatrische Chirurgie und Schwangerschaft mit entsprechenden Handlungsempfehlungen gegeben werden. Material und Methode Vor dem Hintergrund der verfügbaren Literatur und der klinischen Erfahrung der beteiligten Autoren wurden die wichtigsten Aspekte zusammengefasst. Resultate Schwangerschaften nach bariatrischen Operationen kommen immer häufiger vor und erfordern im Falle einer Schwangerschaft gute Kenntnisse der unterschiedlichen Operationstechniken und der sich daraus ergebenden therapeutischen und diagnostischen Konsequenzen. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf das engmaschige Monitoring verschiedener Mikronährstoffe gelegt werden, wobei der Zeitpunkt der Schwangerschaft nach bariatrischer Operation eine wichtige Rolle spielt. Die Diagnose einer inneren Hernie nach Magenbypass ist anspruchsvoll und in Verdachtsfällen sollte frühzeitig mit einem erfahrenen adipositaschirurgischen Zentrum Kontakt aufgenommen werden. Schlussfolgerung Grundsätzlich ist eine postbariatrische Schwangerschaft für Mutter und Kind unbedenklich, solange eine professionelle und fachgerechte Betreuung der Mütter gewährleistet werden kann.


2021 ◽  
Vol 19 (07) ◽  
pp. 318-322
Author(s):  
Norbert Stefan ◽  
Michael Roden

ZUSAMMENFASSUNGDie nichtalkoholische Fettlebererkrankung (nonalcoholic fatty liver disease, NAFLD) betrifft weltweit mehr als 25 % der erwachsenen Bevölkerung. Mit etwa 70 % ist die Häufigkeit der NAFLD besonders hoch bei Menschen mit Adipositas und/oder Typ-2-Diabetes. Deshalb gilt es vor allem bei Menschen mit Typ-2-Diabetes nach dem Vorliegen einer NAFLD und vor allem nach dem Schweregrad der NAFLD zu fahnden und die Therapie entsprechend zu planen. Zur Diagnose der NAFLD werden zurzeit die Ultraschalluntersuchung, die Protonen-Magnetresonanzspektroskopie (MRS) und die MR-Bildgebung (MR-Imaging, MRI) herangezogen. Gibt es keine Hinweise für diese Erkrankungen, dann liegt sehr häufig eine NAFLD vor. An erster Stelle der Therapie der NAFLD und der Prävention ihrer Progression steht die Lebensstilmodifikation im Sinne einer kalorienreduzierten ausgewogenen Ernährung und einer Erhöhung der körperlichen Aktivität. Bariatrische Chirurgie ausgeprägter Adipositas bzw. moderater Adipositas und Typ-2-Diabetes bewirkt parallel zur Gewichtsabnahme eine ausgeprägte Verminderung des Leberfettgehalts. Bislang ist noch keine pharmakologische Therapie der NAFLD zugelassen. Falls ein Typ-2-Diabetes vorliegt, kann man aber gezielt Medikamente zur Therapie des Diabetes einsetzen, um auch die NAFLD zu behandeln.


Author(s):  
Carla Viana Dendasck ◽  
Rogério Bongestab dos Santos ◽  
Vitor Maia Santos ◽  
Tadeu Uggere de Andrade ◽  
Adriano Ribeiro Meyer Pflug

Adipositas ist eine multifaktorielle chronische Erkrankung. Der Patient kann mehrere damit verbundene klinische Zustände haben. Das Krankheitsbild ist komplex, was den Einsatz konventioneller Behandlungen und Methoden erschweren kann. Die bariatrische Chirurgie ist eine wirksame Langzeitbehandlung für diese Erkrankung. Basierend auf einer Literaturrecherche zielt der Artikel darauf ab, die Bedeutung der postbariatrischen psychologischen und ernährungsphysiologischen Nachsorge zu diskutieren. Die dieser Studie zugrunde liegende Leitfrage lautet: Wie können typische postoperative Strategien dazu beitragen, dass der Patient, der sich einer Operation unterzieht, seiner Ernährung und psychischen Gesundheit mehr Bedeutung beimisst? Die effektivste Behandlungsstrategie war die Durchführung einer bariatrischen Chirurgie, jedoch ist die multidisziplinäre Beurteilung, die den biologischen, sozialen und psychologischen Status des Patienten bewertet, unerlässlich, da psychopathologische Veränderungen bei adipösen Personen üblich sind. Obwohl die bariatrische Chirurgie zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Patienten beiträgt, muss der postoperativen Behandlung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Diese Personen sollten ermutigt werden, die ernährungsphysiologische und psychologische Nachsorge in der postoperativen Phase fortzusetzen, um mittel- und langfristig möglichen Komplikationen vorzubeugen.


CME ◽  
2021 ◽  
Vol 18 (7-8) ◽  
pp. 11-11
Author(s):  
Wolfgang Geissel

Author(s):  
Daniel Moritz Felsenreich ◽  
G. Prager

ZusammenfassungAdipositas und damit einhergehende Komorbiditäten wie Diabetes mellitus Typ 2 (DMII), arterielle Hypertonie, Schlafapnoe, Erkrankungen des Bewegungsapparates usw. nehmen weltweit stetig zu. Bariatrische/metabolische Operationen stellen die bei Weitem effizienteste Methode dar, um langfristig Gewicht zu reduzieren und Komorbiditäten zu verbessern bzw. komplett in Remission zu bringen. Die Wirkungsmechanismen dieser Eingriffe umfassen neben Malabsorption und/oder Restriktion eine veränderte Ausschüttung verschiedener Hormone und Botenstoffe im Körper („gut hormones“, Adipozytokine usw.) sowie Veränderungen von Gallensäuren und des Mikrobioms. Die Indikation zu einer bariatrischen/metabolischen Operation (OP) kann ab einem BMI von ≥ 40 kg/m2 oder von ≥ 35 kg/m2 bei Bestehen mindestens einer der oben genannten Komorbiditäten gestellt werden. Gemäß den aktuellen Richtlinien der Amerikanischen Diabetesgesellschaft (ADA) kann auch schon bei einem BMI ≥ 30 kg/m2 eine OP in Erwägung gezogen werden, wenn bei bestehendem DMII kein suffizienter Gewichtsverlust oder keine glykämische Kontrolle auf konservative Art und Weise erreicht werden kann. Die derzeit am häufigsten durchgeführten bariatrischen/metabolischen Operationsmethoden sind die Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagen), der Y‑Roux-Magenbypass und der One-anastomosis-Magenbypass, wobei die Wahl der Operationsmethode von mehreren Faktoren abhängt und für jeden Patienten individuell entschieden werden sollte. Zur Evaluierung der passenden OP-Methode, zur Abschätzung des Risikos und zur individuellen Vorbereitung des Patienten müssen im Vorfeld der OP verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden. Es konnte mittlerweile in vielen Studien gezeigt werden, dass die metabolische Chirurgie sehr sicher ist und die Lebenserwartung sowie die Lebensqualität des Patienten dadurch erheblich verlängert bzw. verbessert werden. Durch metabolische Chirurgie ist es im Langzeitverlauf möglich, neben Gewichtsverlust eine erhebliche Verbesserung/Remission von DMII, kardiovaskulären Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats und Lebererkrankungen zu erreichen sowie das Risiko, an Karzinomen zu erkranken (bzw. daran zu versterben), erheblich zu reduzieren.


2021 ◽  
pp. 171-181
Author(s):  
Reinhart T. Grundmann ◽  
E. Sebastian Debus

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