glykämische kontrolle
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(FIVE YEARS 0)

Author(s):  
Susan Norah Clever ◽  
Susanne Baulig ◽  
Andrea Benecke

ZusammenfassungMenschen mit Typ-1-Diabetes müssen immer wieder verschiedene Anpassungsleistungen erbringen, um ihre Erkrankung und deren Therapie in den Alltag integrieren zu können. Gelingt dies nicht, können daraus Probleme beim Selbstmanagement der Krankheit resultieren. Doch trotz strukturierter Schulungsprogramme und leitliniengerechter, individuell zugeschnittener Therapieempfehlungen leben einige Menschen mit Typ-1-Diabetes mit chronisch erhöhten Blutzuckerwerten. Dabei scheint der Diabetes-Distress als Reaktion auf die erlebten Herausforderungen eine wichtige Rolle zu spielen und im Zusammenhang mit Problemen bei der glykämischen Kontrolle wie auch einer Therapievermeidung zu stehen. Um eine Chronifizierung des Diabetes-Distress zu verhindern, empfiehlt es sich daher, ein Screening auf diabetesbezogene Belastungen in der Versorgung von Menschen mit Typ-1-Diabetes zu etablieren. Dies kann mittels Fragebogen oder der Thematisierung im persönlichen Gespräch geschehen. Diabetesspezifische psychologische Interventionen können sowohl die diabetesbezogene emotionale Belastung als auch die glykämische Kontrolle verbessern, sind jedoch in Deutschland noch nicht in der Regelversorgung verfügbar.


2021 ◽  
Author(s):  
N Hermanns ◽  
D Ehrmann ◽  
T Roos ◽  
L Heinemann ◽  
B Kulzer

Author(s):  
Daniel Moritz Felsenreich ◽  
G. Prager

ZusammenfassungAdipositas und damit einhergehende Komorbiditäten wie Diabetes mellitus Typ 2 (DMII), arterielle Hypertonie, Schlafapnoe, Erkrankungen des Bewegungsapparates usw. nehmen weltweit stetig zu. Bariatrische/metabolische Operationen stellen die bei Weitem effizienteste Methode dar, um langfristig Gewicht zu reduzieren und Komorbiditäten zu verbessern bzw. komplett in Remission zu bringen. Die Wirkungsmechanismen dieser Eingriffe umfassen neben Malabsorption und/oder Restriktion eine veränderte Ausschüttung verschiedener Hormone und Botenstoffe im Körper („gut hormones“, Adipozytokine usw.) sowie Veränderungen von Gallensäuren und des Mikrobioms. Die Indikation zu einer bariatrischen/metabolischen Operation (OP) kann ab einem BMI von ≥ 40 kg/m2 oder von ≥ 35 kg/m2 bei Bestehen mindestens einer der oben genannten Komorbiditäten gestellt werden. Gemäß den aktuellen Richtlinien der Amerikanischen Diabetesgesellschaft (ADA) kann auch schon bei einem BMI ≥ 30 kg/m2 eine OP in Erwägung gezogen werden, wenn bei bestehendem DMII kein suffizienter Gewichtsverlust oder keine glykämische Kontrolle auf konservative Art und Weise erreicht werden kann. Die derzeit am häufigsten durchgeführten bariatrischen/metabolischen Operationsmethoden sind die Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagen), der Y‑Roux-Magenbypass und der One-anastomosis-Magenbypass, wobei die Wahl der Operationsmethode von mehreren Faktoren abhängt und für jeden Patienten individuell entschieden werden sollte. Zur Evaluierung der passenden OP-Methode, zur Abschätzung des Risikos und zur individuellen Vorbereitung des Patienten müssen im Vorfeld der OP verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden. Es konnte mittlerweile in vielen Studien gezeigt werden, dass die metabolische Chirurgie sehr sicher ist und die Lebenserwartung sowie die Lebensqualität des Patienten dadurch erheblich verlängert bzw. verbessert werden. Durch metabolische Chirurgie ist es im Langzeitverlauf möglich, neben Gewichtsverlust eine erhebliche Verbesserung/Remission von DMII, kardiovaskulären Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats und Lebererkrankungen zu erreichen sowie das Risiko, an Karzinomen zu erkranken (bzw. daran zu versterben), erheblich zu reduzieren.


2020 ◽  
Vol 48 (05) ◽  
pp. 330-338
Author(s):  
Florian K. Zeugswetter ◽  
Andrea Sellner

Zusammenfassung Gegenstand und Ziel Zur Reduktion der klinischen Symptome und zur Verhinderung von lebensbedrohlichen Komplikationen sind bei Hunden mit Diabetes mellitus individualisierte Behandlungsstrategien und regelmäßige Kontrollen notwendig. Sieben bis 14 Tage nach jeder Anpassung der Insulindosierung und danach monatlich wird das Erstellen von Blutglukose-Tagesprofilen empfohlen. Im Jahr 2016 wurde ein herstellerkalibriertes Gerät zur kontinuierlichen Glukosemessung als Alternative zur Messung mittels Glukometer vorgeschlagen. Ziel dieser Arbeit war, die Erfahrungen mit dieser neuen Technologie zusammenzufassen und zu zeigen, dass bereits die erste Messperiode in Kombination mit einfachen Regeln eine Verbesserung der glykämischen Kontrolle ermöglicht. Material und Methoden Das elektronische Datensystem der endokrinen Einheit der Klinik wurde retrospektiv auf diabetische Hunde mit Flash-Glukose-Monitoring durchsucht. Bei multipler Sensorapplikation fand nur der erste Sensor Berücksichtigung. Die Aufzeichnungen von Tag A (1. Tag nach Sensorapplikation) wurden mit den Werten von Tag B (letzter Tag vor dem Sensorversagen) verglichen und alle Besitzer wurden gebeten, einen standardisierten Fragebogen auszufüllen. Ergebnisse In die Studie wurden 24 Hunde mit einem Gewicht von 3,4 bis 36 kg eingeschlossen. Obwohl das Klickgeräusch bei der Platzierung des Sensors die meisten Hunde irritierte, beurteilten Anwender die Applikation als einfach und für die Hunde schmerzlos. Eine kurze Pause nach der lokalen Desinfektion und die Fixierung des Sensors mit einer Pinzette verhinderten ein vorzeitiges Ablösen des Sensors beim Wegziehen des Applikators. Obwohl bei 80 % der Hunde milde bis moderate Hautirritationen beobachtet wurden, waren 95 % der Besitzer mit dieser Form des Monitorings hoch zufrieden. Die mittleren und maximalen Glukosekonzentrationen (p = 0,043, p = 0,003) sowie die Glukosewerte ≥ 11,1 mmol/l (p = 0,032) nahmen von Tag A zu Tag B ab, während die Parameter der glykämischen Variabilität unverändert blieben. Schlussfolgerung und klinische Relevanz Flash-Glukose-Monitoring ist eine praktikable, nebenwirkungsarme Methode mit hoher Besitzerzufriedenheit, mit der sich die glykämische Kontrolle bei diabetischen Hunden verbessern lässt.


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