emotionale belastung
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

20
(FIVE YEARS 4)

H-INDEX

4
(FIVE YEARS 0)

2021 ◽  
Author(s):  
Leon Ribbat ◽  
Klaus Linde ◽  
Antonius Schneider ◽  
Bernhard Riedl
Keyword(s):  

ZUSAMMENFASSUNG Hintergrund Die vorliegende Studie untersucht die Beeinflussung der Tätigkeit von Hausärzt*innen und Orthopäd*innen durch die empfundene Regressgefahr und das Ausmaß eigener Regresserfahrungen. Methoden Einer bundesweiten Zufallsstichprobe von 1000 Hausärzt*innen und 1000 Orthopäd*innen wurde ein 4-seitiger Fragebogen mit Fragen zu Auswirkungen und Konsequenzen drohender Regressgefahr bzw. tatsächlich erlebter Regresse zugesandt. Ergebnisse Die Rücklaufquote betrug 41% bei den Hausärzt*innen und 39% bei den Orthopäd*innen. 47% der teilnehmenden Hausärzt*innen und 55% der Orthopäd*innen gaben an, dass sie die Regressgefahr im Praxisalltag stark oder sehr stark beschäftige, 37 bzw. 47%, dass ihr ärztliches Handeln dadurch stark bzw. sehr stark beeinflusst werde. 51 bzw. 25% berichteten zumindest gelegentlich trotz gegebener Indikation einer Verordnung von Arznei- oder Heilmitteln zu einem (anderen) Spezialisten zu überweisen. 72% der teilnehmenden Hausärzt*innen und 59% der Orthopäd*innen wurden mindestens einmal in Regress genommen, 36 bzw. 19% bereits häufiger als dreimal. 18 bzw. 26% haben ein Regressverfahren über mehr als 5000 € erlebt. Die emotionale Belastung durch den schlimmsten Regress wurde von 72 bzw. 78% der Betroffenen als stark oder sehr stark empfunden. Schlussfolgerung Regressgefahr und Regresse wirken sich mitunter stark auf die Tätigkeit von niedergelassenen Hausärzt*innen und Orthopäd*innen aus. Regresse werden oft emotional belastend empfunden und teilweise als niederlassungshemmend gesehen.


Author(s):  
Susan Norah Clever ◽  
Susanne Baulig ◽  
Andrea Benecke

ZusammenfassungMenschen mit Typ-1-Diabetes müssen immer wieder verschiedene Anpassungsleistungen erbringen, um ihre Erkrankung und deren Therapie in den Alltag integrieren zu können. Gelingt dies nicht, können daraus Probleme beim Selbstmanagement der Krankheit resultieren. Doch trotz strukturierter Schulungsprogramme und leitliniengerechter, individuell zugeschnittener Therapieempfehlungen leben einige Menschen mit Typ-1-Diabetes mit chronisch erhöhten Blutzuckerwerten. Dabei scheint der Diabetes-Distress als Reaktion auf die erlebten Herausforderungen eine wichtige Rolle zu spielen und im Zusammenhang mit Problemen bei der glykämischen Kontrolle wie auch einer Therapievermeidung zu stehen. Um eine Chronifizierung des Diabetes-Distress zu verhindern, empfiehlt es sich daher, ein Screening auf diabetesbezogene Belastungen in der Versorgung von Menschen mit Typ-1-Diabetes zu etablieren. Dies kann mittels Fragebogen oder der Thematisierung im persönlichen Gespräch geschehen. Diabetesspezifische psychologische Interventionen können sowohl die diabetesbezogene emotionale Belastung als auch die glykämische Kontrolle verbessern, sind jedoch in Deutschland noch nicht in der Regelversorgung verfügbar.


2021 ◽  
Author(s):  
Sabine Bohnet-Joschko ◽  
Katharina Bidenko

Abstract Ziel Ziel der vorliegenden Studie ist die Untersuchung von unterschiedlichen häuslichen Pflegesituationen und die Identifizierung von Gruppen pflegender Angehöriger mit erhöhten gesundheitlichen und finanziellen Belastungen. Methodik Die Datenerhebung erfolgte mittels einer schriftlichen Befragung von 1429 pflegenden Angehörigen. Als pflegende Angehörige wurden Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn definiert, die eine hilfebedürftige Person versorgen. Die Gruppenbildung erfolgte mittels Clusteranalyse. Gruppenunterschiede wurden auf statistische Signifikanz mittels Chi-Quadrat-Test und Varianzanalyse geprüft. Ergebnisse Es konnten fünf Gruppen von pflegenden Angehörigen anhand ihrer Tätigkeiten in der Pflege identifiziert werden. Die Gruppen sind sowohl durch die Pflegesituation (Verhältnis zu Hilfebedürftigen, zeitlicher Aufwand und Dauer der Pflege) als auch durch soziodemografische Faktoren (Geschlecht, Alter und Erwerbstätigkeit) charakterisiert. Die Gruppen unterscheiden sich bei der Wahrnehmung von mit der Pflegesituation verbundenen Belastungen. Während emotionale Belastung in nahezu allen Gruppen hoch ist, berichteten Angehörige, die täglich grundpflegerische Versorgung leisten, von hoher physischer Belastung und Angehörige, die durchgehend Langzeitpflege erbringen, von hoher finanzieller Belastung. Schlussfolgerung Pflegende Angehörige sind keine homogene Gruppe. Sie übernehmen unterschiedliche Rollen und sind verschiedenen gesundheitlichen und finanziellen Belastungen ausgesetzt. Die vorgestellte Typologie unterstützt Kassen und Gebietskörperschaften bei der Entwicklung und Vermittlung wirksamer Unterstützungsangebote für hochbelastete Gruppen pflegender Angehöriger.


2021 ◽  
Vol 266 (01) ◽  
pp. 17-20
Author(s):  
Ingrid Pfanzelt
Keyword(s):  

ZusammenfassungDie emotionale Belastung der Corona-Pandemie kann verschiedene psychische und psychosomatische Symptome hervorrufen. In manchen Fällen kann auch eine Traumaerfahrung dadurch angetriggert werden. Eine psychotherapeutische Intervention kombiniert mit einer homöopathischen Behandlung kann hilfreich sein. 2 Fallbeispiele verdeutlichen dieses Vorgehen.


2020 ◽  
Vol 77 (8) ◽  
pp. 391-399
Author(s):  
Marios-Nikos Psychogios ◽  
Alex Brehm ◽  
Johanna Ospel

Zusammenfassung. Intrakranielle nicht rupturierte Aneurysmen (unruptured intracranial aneurysms – UIAs) sind ein häufiger Zufallsbefund bei der kranialen Bildgebung von Patienten mit nicht korrelierbaren Symptomen wie z. B. Kopfschmerzen oder Schwindel. Bei einer geschätzten Prävalenz von ca. 1 – 2 % in der Gesamtbevölkerung, stellen diese UIAs den Kliniker häufig vor schwerwiegende Entscheidungen. Dies ist insbesondere der Fall, da trotz umfangreicher Forschung in diesem Gebiet der natürliche Verlauf von UIAs weiterhin nur unzureichend verstanden ist und auch das Rupturrisiko nicht genau angegeben werden kann. Aufgrund des häufig katastrophalen klinischen Ergebnisses in Folge einer aneurysmatisch bedingten Subarachnoidalblutung (Mortalitätsraten von bis zu 51 %), ist der Wunsch nach Intervention und die emotionale Belastung beim Patienten im Falle der Diagnose eines UIAs oft sehr hoch. Aus diesem Grund ist die Kenntnis durchschnittlicher Rupturraten, Faktoren die diese beeinflussen aber auch Wissen um die Komplikationsraten und das Ergebnis von Interventionen für den Kliniker essenziell, um gemeinsam mit dem Patienten zu einer verantwortungsvollen und vernünftigen Indikationsstellung zu kommen. In dieser Übersichtsarbeit stellen wir den aktuellen Stand der Wissenschaft hinsichtlich des natürlichen Verlaufs von UIAs, der Interventionsmöglichkeiten und der Strategien im Patientenmanagement basierend auf aktuellen Leitlinien dar.


2020 ◽  
Vol 68 (4) ◽  
pp. 252-262 ◽  
Author(s):  
Anne Milek ◽  
Raquel Paz Castro ◽  
Martina Zemp

Zusammenfassung. Diabetes mellitus Typ 1 ist eine chronische Erkrankung, die oftmals im Kindesalter diagnostiziert wird und bei betroffenen Kindern mit einem erhöhten Risiko für diabetesbedingte emotionale Belastung und Verhaltensauffälligkeiten einhergeht. Familiäre Beziehungen spielen im Alltag diabeteskranker Kinder eine zentrale Rolle. Ziel dieser querschnittlichen Studie war es, zu untersuchen, inwieweit die Quantität gemeinsamer Eltern-Kind-Zeit als Schutzfaktor angesehen werden kann und mit weniger emotionalen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten des Kindes assoziiert ist. Wir gingen davon aus, dass die Eltern-Kind-Zeit vor allem dann als Schutzfaktor wirkt, wenn die gemeinsame Zeit als zufriedenstellend erlebt wird und keine diabetesbezogenen Eltern-Kind-Konflikte die gemeinsame Zeit beeinträchtigen. Es nahmen 83 Familien an der Studie teil. Die Eltern und das an Diabetes erkrankte Kind beantworteten unabhängig voneinander Fragen über kindliche emotionale Probleme bzw. Verhaltensprobleme, Fragen zur Eltern-Kind-Zeit und zu diabetesbezogenen Konflikten. Mehr Eltern-Kind-Zeit war mit weniger kindlichen Verhaltensproblemen aus Elternsicht korreliert. In Strukturgleichungsmodellen zeigte sich, dass diabetesbezogene Konflikte aus Kindersicht sowohl den Zusammenhang zwischen gemeinsamer Eltern-Kind-Zeit und emotionalen Problemen aus Kindersicht als auch zwischen gemeinsamer Eltern-Kind-Zeit und Verhaltensproblemen aus Elternsicht moderierten. Zudem fand sich ein Moderationseffekt für die elterliche Zufriedenheit auf den Zusammenhang zwischen Eltern-Kind-Zeit und Verhaltensproblemen aus Sicht der Eltern. Die Ergebnisse legen nahe, dass Kinder vor allem in den Familien von Eltern-Kind-Zeit profitieren, in denen weniger diabetesbezogene Konflikte auftreten. Praktische Implikationen für die Elternberatung und systemische Familientherapie werden diskutiert.


2018 ◽  
Vol 37 (01) ◽  
pp. 43-49
Author(s):  
K. Kamm ◽  
R. Ruscheweyh ◽  
A. Straube

ZusammenfassungDas reversible zerebrale Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) ist eine häufige, wahrscheinlich unterdiagnostizierte Ursache des Donnerschlagkopfschmerzes. Typischerweise präsentiert sich das RCVS mit einem stärksten, innerhalb von weniger als 1 Minute sein Maximum erreichenden Kopfschmerz. Dieser kann innerhalb von wenigen Wochen, oft getriggert durch körperliche Anstrengung, emotionale Belastung oder Valsalva-Manöver, immer wieder auftreten. Die Erkrankung verläuft meist monosymptomatisch, selbstlimitierend und benigne, allerdings können intrazerebrale Blutungen, Ischämien oder ein PRES komplizierend auftreten. Im folgenden Artikel sollen die typische Präsentation des RCVS, Komplikationen, Verlauf, Therapie und Pathophysiologie vorgestellt werden.


Diagnostica ◽  
2018 ◽  
Vol 64 (1) ◽  
pp. 26-36
Author(s):  
Anette Hiemisch ◽  
Alexandra Armbrust ◽  
Julia Gröger
Keyword(s):  

Zusammenfassung. In zwei Studien wurde die aus dem Arbeitskontext stammende Irritationsskala an den universitären Kontext angepasst. Die studentische Irritationsskala erfasst die subjektiv wahrgenommene kognitive und emotionale Belastung im Studium. Im Vergleich zum Original wurden in einer ersten Studie in zwei Befragungen (N = 348, N = 121) für die Subskala emotionale Irritation zwei Items entfernt und eines neu formuliert. In der zweiten Studie (N = 903) wurde die zweifaktorielle Struktur der Skala mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse bestätigt. Die internen Konsistenzen sind sehr gut (kognitive Irritation: α = .85, emotionale Irritation: α = .91). Die Zusammenhänge mit anderen Konstrukten fielen weitgehend erwartungsgemäß aus. Studiumsspezifische Belastungsfaktoren wie die wahrgenommene Prüfungsbelastung korrelierten signifikant mit mindestens einer der beiden Subskalen. Es steht somit ein ökonomisches und valides Verfahren zur Erkennung belastungsbezogener Beanspruchungsfolgen im Studium zur Verfügung.


2018 ◽  
Vol 37 (01/02) ◽  
pp. 43-49 ◽  
Author(s):  
K. Kamm ◽  
R. Ruscheweyh ◽  
A. Straube

ZusammenfassungDas reversible zerebrale Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) ist eine häufige, wahrscheinlich unterdiagnostizierte Ursache des Donnerschlagkopfschmerzes. Typischerweise präsentiert sich das RCVS mit einem stärksten, innerhalb von weniger als 1 Minute sein Maximum erreichenden Kopfschmerz. Dieser kann innerhalb von wenigen Wochen, oft getriggert durch körperliche Anstrengung, emotionale Belastung oder Valsalva-Manöver, immer wieder auftreten. Die Erkrankung verläuft meist monosymptomatisch, selbstlimitierend und benigne, allerdings können intrazerebrale Blutungen, Ischämien oder ein PRES komplizierend auftreten. Im folgenden Artikel sollen die typische Präsentation des RCVS, Komplikationen, Verlauf, Therapie und Pathophysiologie vorgestellt werden.


2017 ◽  
Vol 6 (2) ◽  
pp. 75-86 ◽  
Author(s):  
Larissa Rauscher ◽  
Juliane Kohn ◽  
Tanja Käser ◽  
Karin Kucian ◽  
Ursina McCaskey ◽  
...  

Zusammenfassung. Ziel der vorliegenden Studie ist die Überprüfung des Einflusses eines computerisierten Rechentrainings (Calcularis) auf psychische Auffälligkeiten, Selbstbewertungen der eigenen Leistungsfähigkeit und Leistungsängste. 68 rechenschwache Kinder wurden zufällig einer von drei Studienbedingungen (Calcularis-(CG), Wartekontroll-(WKG), nicht-mathematikbezogene Kontrolltrainingsgruppe (KTG)) zugeordnet. Generell bestätigte sich eine größere emotionale Belastung der rechenschwachen Kinder. Die Ergebnisse zur unmittelbaren Wirksamkeit zeigten eine deutlich stärkere Reduktion der Mathematikangst bei Kindern der CG im Vergleich zur WKG, während sich keine Unterschiede zwischen den Trainingsgruppen ergaben. Zudem verbesserten sich die Gruppen gleichermaßen in Bezug auf die Selbsteinschätzung und Einstellung zum Fach Mathematik und das kognitive Selbstkonzept. Längerfristig, fünf Monate nach Trainingsabschluss, zeigte sich eine vergleichbare Verbesserung beider Trainingsgruppen hinsichtlich der sozio-emotionalen Merkmale, während die psychischen Auffälligkeiten auf einem stabilen Niveau blieben. In Bezug auf die Selbsteinschätzung und Einstellung zum Fach Mathematik wies die KTG eine stärkere Verbesserung auf als die CG. Die Befunde werden unter Berücksichtigung besonderer Stichprobencharakteristika, wie dem hohen Anteil komorbider Schwächen der Schriftsprache in der KTG, diskutiert. Erstmals wurde vorliegend die Reduktion der Mathematikangst in Folge eines Rechentrainings nachgewiesen.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document