Stadium III Melanom: Können immunologische Nebenwirkungen ein gutes Zeichen sein?

2020 ◽  
Vol 8 (3) ◽  
pp. 102-103
Author(s):  
Jan Maschke

Alexander Eggermont und Mitarbeiter haben die EORTC 1325/KEYNOTE-054 Studie [<xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>] als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen gewählt. Sie gingen der Frage nach, ob das tumorfreie Überleben (relaps-free survival, RFS) bei Stadium III Melanom Patienten vom Auftreten immunologisch vermittelter unerwünschter Nebenwirkungen (immun-related adverse events, irAE) beeinflusst wird. Die EORTC 1325/KEYNOT-054 Studie vergleicht die Therapie mit dem Immuncheckpoint-Inhibitor (ICI) Pembrolizumab (Pem) zu Placebo. Eingeschlossen wurden nicht vorbehandelte Patienten im Stadium III (AJCC 2009) ohne bekannte Autoimmunerkrankungen, die mindestens eine Mikrometastase von 1mm Durchmesser im Sentinel-Lymphknoten hatten, eine komplettierende regionäre Lymphadenektomie erhalten hatten und bei Studieneinschluss tumorfrei waren. Pembrolizumab (200mg) wurde i.v. alle 3 Wochen für maximal 18 Gaben verabreicht. Von 1011 Patienten begannen 509 mit Pem und 505 mit Placebo , wobei Alter, Body-Mass-Index, Tumorstadien (IIIA, IIIB und IIIC), BRAF-Mutationsstatus und PD-L1 Expression in den Gruppen ohne signifikante Unterschiede waren [<xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>]. Die irAE wurden in 3 Gruppen eingeteilt: 1.) endokrine AE (Hypo- oder Hyperthyreoidismus, Thyreoiditis, Hypophysitis, Diabetes mellitus Typ I, Niereninsuffizienz), 2.) Vitiligo und 3.) alle irAE (endokrine AE, Pneumonitis/interstitielle Lungenerkrankung, Sarcoidose, Vitiligo, schwere Hautreaktionen, Kolitis, Pankreatitis, Hepatitis, Nephritis, Uveitis, Myositis oder Myocarditis). Verschiedene statistische Rechenmodelle (z.B. Cox Regressionsmethode mit ergänzenden zeitvariablen Indikatoren) wurden zur Abschätzung der Assoziation vom Auftreten von irAE und RFS bei Patienten im Pem- und Placebo-Arm sowie zur Betrachtung des Einflusses einer systemischen Steroidgabe auf die Zielvariablen verwendet.

2008 ◽  
Vol 02 (02) ◽  
pp. 59-66
Author(s):  
H. Hauner

ZusammenfassungAdipositas stellt eines der zentralen Gesundheitsprobleme dar. Der Phänotyp ist durch eine Vermehrung des Körperfetts charakterisiert, die mit einem erhöhten Morbiditätsund Mortalitätsrisiko einhergeht. Ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 kg/m2 bzw. ab einem BMI von 25 kg/m2 bei gleichzeitigem Vorliegen von Begleiterkrankungen wie z. B. Typ-2-Diabetes mellitus ist daher eine gewichtssenkende Behandlung indiziert. Dafür steht ein breites Spektrum von evidenzbasierten Therapiemaßnahmen zur Verfügung, deren Einsatz auf die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten des Patienten zugeschnitten werden muss. Die Primärbehandlung zielt auf eine langfristige Lebensstiländerung mit energieärmerer Kost und Steigerung der körperlichen Aktivität. Das Konzept der abgestuften Therapie beinhaltet auch sehr niedrig kalorische Diäten, gewichtssenkende Medikamente und, bei extremer therapieresistenter Adipositas, chirurgische Maßnahmen. Der Therapieerfolg hängt entscheidend von der Motivation des Patienten ab, die Eigenverantwortung für sein Gewichtsmanagement zu übernehmen. Bereits eine Senkung des Körpergewichts um fünf bis zehn Prozent führt zu einer signifikanten Besserung der Lebensqualität sowie zahlreicher Begleiterkrankungen. Eine wirksame Adipositastherapie ist im deutschen Gesundheitssystem bisher nicht möglich, da keine Kostenübernahme durch Krankenkassen stattfindet und deshalb auch viele strukturelle Voraussetzungen dafür fehlen. Daneben sind zusätzlich Aktivitäten zur Primärprävention der Adipositas auf gesamtgesellschaftlicher Ebene dringend erforderlich.


2010 ◽  
Vol 04 (02) ◽  
pp. 79-83
Author(s):  
F. X. Felberbauer ◽  
A. Bohdjalian ◽  
F. Langer ◽  
S. Shakeri-Leidenmühler ◽  
B. Ludvik ◽  
...  

Zusammenfassung Diabetes mellitus Typ 2 stellt bereits heute in ökonomischer, medizinischer und sozialer Hinsicht ein globales Problem dar, dessen Bedeutung in den nächsten zwei Jahrzehnten noch massiv zunehmen wird. Bariatrische Chirurgie ist zweifelsohne die wirkungsvollste Behandlung von morbider Adipositas, führt zu substantiellem, anhaltendem Gewichtsverlust, Verbesserung von Begleiterkrankungen und Reduktion von Mortalität. Metabolische Chirurgie führt bei 56 bis 95 % der morbid adipösen Typ-2-Diabetiker zur Diabetesremission. Jüngste Ergebnisse zeigen für Patienten mit einem Body-Mass-Index zwischen 30 und 40 kg/m2 ebenfalls exzellente Ergebnisse. Die Verbesserung der diabetischen Stoffwechsellage ist auch auf eine kalorische Restriktion und Änderung der gastrointestinalen Hormonsekretion zurückzuführen. Die Etablierung von Diabeteschirurgie verlangt ein besseres pathophysiologisches Verständnis der Erkrankung und der Operationsmethoden – diese Arbeit beschreibt den Einfluss etablierter Operationsmethoden auf die diabetische Stoffwechsellage und die Hormonsekretion des Gastrointestinaltrakts. NASH (nichtalkoholische Steatohepatitis) betrifft rund ein Drittel der morbid adipösen Patienten. Es werden Prävalenz, Diagnosestellung und Beeinflussung der Erkrankung durch metabolische Chirurgie diskutiert. Der Goldstandard zur Diagnosestellung ist nach wie vor die Leberbiopsie. In mehreren Publikationen konnte die positive Beeinflussung der NASH durch metabolische Chirurgie gezeigt werden – für morbid adipöse Patienten stellt metabolische Chirurgie die effektivste Therapie der NASH dar.


2018 ◽  
Author(s):  
George Simeakis ◽  
Evangelia Vogiatzi ◽  
Panagiota Konstantakou ◽  
Evangelia Zapanti ◽  
Katerina Saltiki ◽  
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Diabetes ◽  
2020 ◽  
Vol 69 (Supplement 1) ◽  
pp. 449-P
Author(s):  
TAKESHI KOMATSU ◽  
KAZUYA FUJIHARA ◽  
MAYUKO H. YAMADA ◽  
TAKAAKI SATO ◽  
MASARU KITAZAWA ◽  
...  

2021 ◽  
Vol 16 (1) ◽  
Author(s):  
Yanxiang Liu ◽  
Bowen Zhang ◽  
Shenghua Liang ◽  
Yaojun Dun ◽  
Luchen Wang ◽  
...  

Abstract Background Obesity is dramatically increasing worldwide, and more obese patients may develop aortic dissection and present for surgical repair. The study aims to analyse the impact of body mass index (BMI) on surgical outcomes in patients with acute Stanford type A aortic dissection (ATAAD). Methods From January 2017 to June 2019, the clinical data of 268 ATAAD patients in a single centre were retrospectively reviewed. They were divided into three groups based on the BMI: normal weight (BMI 18.5 to < 25 kg/m2, n = 110), overweight (BMI 25 to < 30 kg/m2, n = 114) and obese (BMI ≥30 kg/m2, n = 44). Results There was no statistical difference among the three groups in terms of the composite adverse events including 30-day mortality, stroke, paraplegia, renal failure, hepatic failure, reintubation or tracheotomy and low cardiac output syndrome (20.9% vs 21.9% vs 18.2% for normal, overweight and obese, respectively; P = 0.882). No significant difference was found in the mid-term survival among the three groups. The proportion of prolonged ventilation was highest in the obese group followed by the overweight and normal groups (59.1% vs 45.6% vs 34.5%, respectively; P = 0.017). Multivariable logistic regression analysis suggested that BMI was not associated with the composite adverse events, while BMI ≥30 kg/m2 was an independent risk factor for prolonged ventilation (OR 2.261; 95% CI 1.056–4.838; P = 0.036). Conclusions BMI had no effect on the early major adverse outcomes and mid-term survival after surgery for ATAAD. Satisfactory surgical outcomes can be obtained in patients with ATAAD at all weights.


2017 ◽  
Vol 62 (10) ◽  
pp. 2834-2839
Author(s):  
Vaishali A. Patel ◽  
Paul St. Romain ◽  
Juan Sanchez ◽  
Deborah A. Fisher ◽  
Ryan D. Schulteis

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