DNGPS Working Paper
Latest Publications


TOTAL DOCUMENTS

28
(FIVE YEARS 6)

H-INDEX

2
(FIVE YEARS 0)

Published By Barbara Budrich Publishers

2365-3329

2021 ◽  
Vol 7 (2021) ◽  
pp. 1-21
Author(s):  
Philipp Wagner
Keyword(s):  

Im Post-Konflikt-Peacebuilding wurden Eliten weitestgehend von Wissenschaft und Policy-Making als neutrale Schlüsselakteure analysiert. Zugleich wurde vernachlässigt, welche Dynamiken mit der Fokussierung auf Elitengruppen einhergehen, v.a. im Hinblick auf ihre Vermittlungsfunktion und Informationsflüsse. In diesem Beitrag wird dargelegt, dass Eliten auf nichtstaatlicher Ebene zwischen Kooperation und Widerstand agieren und soziale Hierarchien stabilisieren. Mit einem Fokus auf eine vermeintlich staatsfreie Zivilgesellschaft sowie auf religiöse und wirtschaftliche Akteure wird gezeigt, dass externe Peacebuilding-Vorhaben zu wenig auf sich überlappende und multidimensionale Konzepte von Eliten eingehen. Dies wird begleitet von äußeren Vorstellungen lokaler gesellschaftlicher Transformation.


2021 ◽  
Vol 7 (2021) ◽  
pp. 1-17
Author(s):  
Hauke Benjes-Pitcz
Keyword(s):  

Zu Beginn des Jahres 2021 putschte sich das Militär in Myanmar erneut an die Macht. Doch bereits während der Militärdiktatur von 1962-2010 versuchte das Regime das ethnisch sehr gespaltene Land durch Zwang, Ideologie und Gewalt zu vereinen, was jedoch größtenteils misslang. Ausgehend von dem theoretischen Ansatz zum Nation-Building stellt diese Arbeit anhand von drei Faktoren das Scheitern des Nation-Building-Prozesses in Myanmar dar und untersucht anschließend unterteilt in zwei aufeinanderfolgenden Zeitperioden kontrastiv, inwieweit sich die chinesischen Eingriffe in die inneren Angelegenheiten Myanmars auf den Prozess ausgewirkt haben. Das Ergebnis indiziert, dass die Handlungsfähigkeit und die Erfolge des Militärs stark von dem Einfluss Chinas abhängig waren.


2021 ◽  
Vol 7 (2021) ◽  
pp. 1-18
Author(s):  
Lorenz Schleyer

Die Diskussion zur Reform des Bundestagswahlrechts läuft nun seit 15 Jahren und scheint noch lange nicht am Ende. Nach dem Scheitern der Wahlrechtskommission unter Leitung von Wolfgang Schäuble stellten die Fraktionen FDP, Bündnis90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE einen gemeinsamen Gesetzentwurf als Beitrag zur Reform des Wahlrechts vor. Dieser Gesetzentwurf ist politikwissenschaftlich relevant, da die Oppositionsfraktionen mit diesem Entwurf eine Alternative zum, aus den Fraktionspositionen in der inoffiziellen Wahlrechtskommission antizipierten, möglichen Gesetzentwurf der Regierungsmehrheit stellen wollten. Der Entwurf wird in diesem Arbeitspapier mit der Frage „Eine Alternative zum derzeitigen Wahlrecht?“ auf seine Güte untersucht. Dazu wurde der Kriterienkatalog zur Bewertung von Wahlsystemreformen, aus Behnke et al. (2017) herangezogen. Die Kriterien sollen einen Analyserahmen bilden, um das aktuelle Wahlrecht auf standardisierte Weise mit dem Gesetzentwurf zu vergleichen. Am Ende des Papiers konnte festgestellt werden, dass der Entwurf eine durchaus tragfähige Alternative darstellt. Das Arbeitspapier leistet einen Beitrag zur Diskussion im Reformprozess zum Wahlrecht, indem sie einen standardisierten Vergleich des aktuellen Wahlrecht (Stand 10.09.2020) mit dem vorliegenden Gesetzentwurf vollzieht.


2021 ◽  
Vol 7 (2021) ◽  
pp. 1-20
Author(s):  
Jonas Seidel
Keyword(s):  

Unter der Vereinbarkeit des Berufs mit privater Sorgearbeit wurde bislang schwerpunktmäßig die Vereinbarkeit beruflicher Pflichten mit Aufgaben der Kinderbetreuung diskutiert. Dass die Vereinbarkeit von Beruf und informeller Pflege ähnlich herausfordernd ist, rückt zunehmend in das Bewusstsein von Arbeitgebern. Dennoch wird selten eigenes Engagement für eine verbesserte Vereinbarkeit gezeigt. Ausgehend von diesem Widerspruch werden im Rahmen einer qualitativen Untersuchung die Fragen beantwortet, welche Anreize aus Arbeitgeberperspektive entscheidend sind, sich für eine verbesserte Vereinbarkeit zu engagieren und, ob es für Arbeitgeber einen Unterschied macht, sich für die Vereinbarkeit von Beruf und informeller Pflege oder die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung zu engagieren.


2021 ◽  
Vol 7 (2021) ◽  
pp. 1-28
Author(s):  
Felicia Riethmüller

Trotz nach wie vor bestehender Unterrepräsentation werden immer mehr Ministerien in den deutschen Bundesländern mit Frauen besetzt. Weniger betrachtet wurde bisher, ob Frauen in diesem Prozess bestimmte Ministerien häufiger besetzen, es also zu geschlechtsspezifischer Portfolioallokation kommt. Diese ist vor allem relevant, wenn die weiblich besetzten Ministerien weniger prestigeträchtig sind. Davon ausgehend untersucht diese Studie die Prestigedifferenz zwischen männlich und weiblich besetzten Ministerien in den 16 Ländern zwischen 2005 und 2018 sowie mögliche Erklärungsfaktoren. Die Prestigedifferenz wird über den unterschiedlichen Anteil an Beamt*innenplanstellen der Ministerien mess- und vergleichbar gemacht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen trotz ihres wachsenden Anteils in Kabinetten vermehrt weniger prestigeträchtige Ministerien besetzen und somit die Prestigedifferenz ansteigt. Als Erklärungsfaktoren zeigen vor allem die Ministerienanzahl sowie der Frauenanteil im Kabinett einen Effekt.


2021 ◽  
Vol 7 (2021) ◽  
pp. 1-30
Author(s):  
Alexander Akel ◽  
Martin Kilimann

Die Bekämpfung und Vermeidung von Kinderarmut stellen eine der großen Herausforderungen der deutschen Sozialpolitik dar. Insbesondere Kinder und Jugendliche aus alleinerziehenden und/oder kinderreichen Haushalten sind von Armut bedroht. Zwar wird das Konzept einer Kindergrundsicherung als Vermeidungsinstrument von Kinderarmut besprochen, jedoch wurde es bislang nicht implementiert. Der Beitrag fragt daher nach den Vetos für ihre bisher ausgebliebene Implementierung. Nach der inhaltsanalytischen Untersuchung des systembewahrenden Konzepts „Neues Kindergeld“ (SPD) sowie der systemverändernden Reformvorschläge „Grüne“ und „Linke Kindergrundsicherung“ kommen die Autoren zum Schluss, dass Pfadabhängigkeit einerseits sowie parteipolitische und institutionelle Vetospieler andererseits nicht nur die Durchsetzung, sondern bereits die Verabschiedung der Konzepte verhindert haben.


2020 ◽  
Vol 6 (2020) ◽  
pp. 1-17
Author(s):  
Oliver Weber

Ist Populismus demokratiekompatibel? Diese Arbeit zeigt auf, dass die zwei prominenten, aber gegensätzliche Antworten auf diese Frage von Müller (2016) und Mudde/Kaltwasser (2017) aufgrund begrifflicher Vorentscheidungen zustande kommen, die dem Populismus implizit eine von außen kommende pluralistische Norm anlegen bzw. seine Gefahr für die Demokratie normativ einebnen. Mithilfe der Rechtsphilosophie Immanuel Kants soll zur Aufklärung dieser Kontroverse beigetragen werden, indem aus der kantischen Kritik der despotischen Demokratie ein normativer Maßstab für die Beurteilung der Demokratiekompatibilität des Populismus gewonnen wird.


2020 ◽  
Vol 6 (2020) ◽  
pp. 1-17
Author(s):  
Anselm Küsters
Keyword(s):  

Dieser Artikel verwendet das verhaltensökonomische Konzept der Heuristik, um die durch Narrative verzerrte Wahrnehmung von ökonomischen Sachverhalten zu analysieren. Vier Fallbeispiele aus der jüngeren wirtschaftsgeschichtlichen Debatte um Wirtschaftskrisen zeigen auf, dass Narrative nicht nur eine positive gemeinschaftsstiftende Funktion erfüllen, sondern auch im negativen Sinne grenzüberschreitende wirtschaftspolitische Kooperation erschweren können. Wie und an was wir uns erinnern sowie die Narrative, die wir auf Grundlage dieser Erinnerungen konstruieren, sind somit für ein Verständnis aktueller wirtschaftspolitischer Präferenzen unerlässlich. Daher wird eine um wirtschaftsgeschichtliche Fallstudien und digitale Methoden angereicherte Forschung über die Zusammenhänge zwischen Narrativen und ökonomischem Verhalten benötigt.


2020 ◽  
Vol 6 (2020) ◽  
pp. 1-22
Author(s):  
Florian Andersen

Warum sind aber Arbeitgeber in einigen Ländern bereit, sich an Weiterbildungsmaßnahmen ihrer Mitarbeiter zu beteiligen, während dies in anderen Ländern nicht der Fall ist? In diesem Artikel wird die tarifvertragliche Abdeckung als zentraler Mechanismus hierfür herausgearbeitet: Einerseits intendiert, durch vertraglich geregelte Weiterbildungsmaßnahmen, und anderseits unintendiert, durch die Angleichung von Löhnen zwischen Firmen. Mithilfe von Mehrebenenregressionsanalysen auf Basis von Daten des European Social Survey kann gezeigt werden, dass Tarifverträge einen postiven Effekt auf die Finanzierungsbeteiligung von Arbeitgebern haben, sowie auf individuelle Teilnahmen. Diese Ergebnisse legen nahe, dass institutionelle Faktoren gewichtige Einflussgrößen in Erklärungen von Firmeninvestitionen und Weiterbildungsbeteiligung sind. In einer abschließenden Diskussion werden diese Funde im Kontext der internationalen Debatte um die Dezentralisierung korporatistischer Arrangements besprochen.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document