politische ökonomie
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2022 ◽  
Author(s):  
Beatrice Schuchardt

Die Politische Ökonomie des europäischen 18. Jahrhunderts erklärt das Wirtschaften zur menschlichen Grundbedingung. Dieses Phänomen fasst die vorliegende Studie unter dem Begriff der ‚Anthropologisierung des Ökonomischen‘ und untersucht, wie sich Traktate spanischer Reformökonomen des ausgehenden 18. Jahrhunderts in sentimentalen Wirtschaftskomödien der Spätaufklärung niederschlagen. Die an der Schnittstelle zwischen Literatur-, Kulturwissenschaften und ökonomischer Theoriegeschichte verortete Untersuchung bietet erstmals seit Schumpeter einen auf aktuellen Forschungen basierenden deutschsprachigen Überblick über die Strömungen wirtschaftlichen Denkens im aufklärerischen Spanien und ihren Vorläufern. Dabei stellt sie auf den Ebenen Wirtschafts- und Theaterreform Bezüge zu Entwicklungen in Frankreich, England und Deutschland her. Ausgehend von der Erkenntnis, dass, wenn vom ökonomischen Menschen (homo oeconomicus) die Rede ist, meist der ökonomische Mann (vir oeconomicus) gemeint ist, entwickelt sie ein begriffliches Instrumentarium zur Analyse der wiederkehrenden ökonomischen Figurentypen des spanischen Reformtheaters. Indem sie Komödien aus dem Zeitraum zwischen 1762 bis 1805 untersucht, differenziert sie geschlechtsspezifische Verkörperungen guten und schlechten Wirtschaftens in Handel, Industrie und Agrarwirtschaft aus, die vom vir oeconomicus bis zur femina profusa reichen. Ein besonderes Augenmerk richtet die Studie neben den Transferprozessen zwischen ökonomischem und theatralem Diskurs auf den aufkeimenden Liberalismus sowie auf eine für Spanien spezifische Rückbindung des Ökonomischen an das Religiöse. Für ihren interdisziplinären Charakter wurde sie mit dem Förderpreis der Universitätsgesellschaft Münster e.V. ausgezeichnet.


2021 ◽  
Vol 12 (1) ◽  
pp. 133-143
Author(s):  
Christian E. Roques

Müller, Markus H.-P., 2019: Neo-Ordoliberalismus: ein Zukunftsmodell für die Soziale Marktwirtschaft, Wiesbaden: Springer. Ötsch, Walter Otto / Pühringer, Stephan / Hirte, Katrin, 2018: Netzwerke des Marktes: Ordoliberalismus als Politische Ökonomie, Wiesbaden: Springer. Scherer, Jakob F., 2018: Das Verhältnis von Staat und Ökonomie: Walter Euckens Ordoliberalismus im Angesicht der Schwächung des nationalstaatlichen Regulierungsmonopols, Berlin: Duncker & Humblot.


2021 ◽  
Vol 51 (205) ◽  
pp. 631-651
Author(s):  
Kalle Kunkel
Keyword(s):  

Der Artikel befasst sich mit der Vermarktlichung und der Kostensenkungspolitik in den Krankenhäusern. Er zeigt, dass die Zusammenfassung dieser Prozesse unter dem Begriff der »Ökonomisierung« zu kurz greift. Zwar sind die entsprechenden Politiken eng miteinander verbunden. Jedoch stellt die Vermarktlichung eine spezifische Form einer Regierungstechnik dar, in deren Mittelpunkt die Zurückdrängung des demokratischen Einflusses auf die Krankenhauspolitik steht. Abschließend wird argumentiert, dass die Regierungsweise der marktförmigen Steuerung sich aktuell in einer Krise befindet, die dominante Krankenhauspolitik vom Ziel der Kostensenkung und Kapazitätsreduzierung jedoch nicht ablässt.


2021 ◽  
Vol 0 (0) ◽  
Author(s):  
Thomas Apolte

Zusammenfassung Im Herbst 1989 veränderten politische Proteste die Welt. Ein Regime nach dem anderen kollabierte unter dem Druck massenhafter Proteste, und es sah danach aus, als ob es sich kein Regime mehr leisten könne, den Willen und die Bedürfnisse der Bevölkerung zu ignorieren. Inzwischen ist dieser Eindruck breiter Ernüchterung gewichen. Vor allem nach offenkundig manipulierten Wahlen flammen zwar immer wieder Massenproteste auf, doch werden sie meist erfolgreich unterdrückt. In der modernen Politischen Ökonomie hat sich eine umfangreiche Literatur rund um diese Thematik etabliert. Thomas Apolte gibt in diesem Beitrag einen Überblick darüber und analysiert vor diesem Hintergrund, unter welchen Bedingungen sich in autokratischen Regimen Massenprotest formiert, wann solche Proteste die Stabilität eines autokratischen Regimes gefährden und, als Ausblick, wann ein Regimekollaps den Weg in eine demokratische Gesellschaft ebnen kann.


2021 ◽  
Vol 51 (204) ◽  
pp. 537-565
Author(s):  
Silke Van Dyk ◽  
Tine Haubner ◽  
Laura Boemke
Keyword(s):  

Ausgehend von einer qualitativen Studie zu Freiwilligenarbeit im Strukturwandel des Wohlfahrtsstaats entwickelt der Beitrag die Diagnose einer Verzivilgesellschaftlichung der sozialen Frage, die auf die Aktivierung nicht-erwerbsförmiger Sorgetätigkeiten im Rahmen einer sozialpolitischen Gabenökonomie zielt. Eingebettet in konzeptionelle Überlegungen zur Bedeutung von Freiwilligenarbeit werden empirische Beispiele für die tragende Rolle von Freiwilligenarbeit präsentiert, um sodann die Ermöglichungsbedingungen ihrer staatlichen Indienstnahme auszuloten und die politische Ökonomie von Freiwilligenarbeit im Gegenwartskapitalismus in den Blick zu nehmen.


Author(s):  
Lisa Kolde ◽  
Oliver Wagner

Our paper develops measures for a "Just transition" governance as the basis for a political economy in structural change. For a case study in the Rhenish lignite mining area, six expert interviews were conducted with citizens' initiatives, trade unions and representatives of the state of North Rhine-Westphalia. The results show the need for political measures in various areas: While a variety of subsidy policies are being developed for the employees of established companies in the lignite industry, employees of subcontractors receive hardly any support in structural change. The latter are therefore exposed to a high risk of losing their jobs due to the phasing out of coal production. The interviews also showed that land in the Rhenish lignite mining area could become a scarce resource due to the current mining law. The actor-centered institutionalism is used to derive policy measures that meet the needs of the various interest groups. Finally, references are made to both transition management and political economy.


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