ZusammenfassungIn der vorliegenden Arbeit interessiere ich mich für die Lebenswelt hochqualifizierter und privilegierter Migrantinnen und Migranten im Kanton Zug, vielfach fällt in diesem Zusammenhang der Begriff der Expatriates (oder die Kurzform Expats). Mein Forschungsinteresse fällt dabei auf eine heterogene Gruppe von Zugewanderten, die in der Regel wirtschaftlich gut bis sehr gut situiert ist und die im Vergleich zu nicht-privilegierten, geringqualifizierten Migrantinnen und Migranten salopp ausgedrückt eher als die „first class“-Migration (vgl. Amit 2007) beschrieben wird. So wird im Alltagsgebrauch häufig zwischen Migrantinnen und Migranten und Expatriates unterschieden (mit Ersteren sind für gewöhnlich die weniger gutsituierten Zugewa0nderten gemeint), obwohl es sich bei Letzteren gleichfalls um Migrantinnen und Migranten handelt (d. h. je nachdem, welche Definition verwendet wird), wenn auch mit anderen Herausforderungen und Bedürfnissen. Aber wer sind die Expatriates nun eigentlich?