serologische diagnostik
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Pneumologie ◽  
2020 ◽  
Author(s):  
J. C. Kamp ◽  
H. Suhling ◽  
M. Ramthor ◽  
J. B. Hinrichs ◽  
B. Soudah ◽  
...  

ZusammenfassungEin 62-jähriger Patient mit Asthma bronchiale und chronischer Rhinosinusitis unterzog sich einer Leistenhernien-OP. Nach der Operation kam es plötzlich zu einem reanimationspflichtigen Kreislaufstillstand. Koronarangiografisch zeigte sich eine 99 %ige proximale RCA-Stenose bei ansonsten unauffälligen und glattwandigen Koronarien. Im Verlauf kam es wiederholt zu ähnlichen Ereignissen, jetzt jedoch ohne Korrelat in der Koronarangiografie. Echokardiografisch zeigte sich initial eine LVEF von 45 %. Es bestanden bipulmonale Infiltrate im Röntgen-Thorax und eine schwere periphere Eosinophilie (37 %). Die serologische Diagnostik inkl. ANA, ENA und c-/p-ANCA blieb ohne Nachweis von Antikörpern. Eine Knochenmarkspunktion zeigte keine Hinweise auf eine myeloproliferative Erkrankung. Der Patient klagte über zunehmende Schwäche, Gewichtsverlust und Belastungsdyspnoe. Ein Methylprednisolon-Puls (250 mg/Tag über 3 Tage) zeigte keinen wesentlichen Effekt, sodass der Patient schließlich bei zunehmender klinischer Verschlechterung in unsere Universitätsklinik verlegt wurde. Bei Übernahme sahen wir einen abgeschlagenen Patienten mit progredienter Muskelatrophie und Belastungsdyspnoe. Klinisch zeigte sich eine rechtsseitige Peroneusparese. In der BAL zeigte sich eine schwere eosinophile Alveolitis (37 %). Laborchemisch zeigten sich Herzenzyme und NT-proBNP stark erhöht (Troponin-T > 700 ng/l, NT-proBNP > 10,000 ng/l). In der Echokardiografie fand sich eine dramatische Verschlechterung der Pumpfunktion (LVEF 16 %). Eine interdisziplinäre Falldiskussion zwischen Kardiologen und Pneumologen war schließlich der Schlüssel zur Diagnose einer ANCA-negativen eosinophilen Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) mit pulmonaler und kardialer Beteiligung. Nach Einleitung einer immunsuppressiven Therapie mit erneutem Methylprednisolon-Puls (1000 mg/Tag über 3 Tage) und anschließender Cyclophosphamid-Therapie (6 Pulse im 4-wöchigen Intervall) gestaltete sich der Verlauf erfreulich mit klinischer Beschwerdefreiheit, vollständiger Regredienz der pulmonalen Infiltrationen und deutlicher Erholung der kardialen Pumpfunktion (LVEF 47 %). Fazit ANCA-Positivität ist zur Diagnosestellung einer EGPA nicht erforderlich. Diese weisen nur 30 – 70 % der EGPA-Patienten auf, v. a. bei neurologischer und/oder renaler, seltener bei pulmonaler und/oder kardialer Beteiligung, was einen Fallstrick bei der Diagnosestellung darstellen kann. Die Induktionstherapie mit Cyclophosphamid stellt bei steroidrefraktärem Verlauf mit vital bedrohlicher Organbeteiligung die Therapie der Wahl dar.


2019 ◽  
Vol 45 (06) ◽  
pp. 291-293
Author(s):  
D. Tomsitz ◽  
K. Reidenbach ◽  
C. Kugler ◽  
T. Biedermann ◽  
U. Darsow

ZusammenfassungEin 23-jähriger Patient erlitt mehrere anaphylaktische Reaktionen nach dem Verzehr von Schafsmilch- und Ziegenmilchkäse bei gleichzeitiger Toleranz von Kuhmilchprodukten. Die Pricktestung und die serologische Diagnostik zeigten eine Sensibilisierung gegen Ziegen- und Schafsmilch. Eine orale Provokation mit Kuhmilch sowie Rohmilch wurde vertragen. Wir diagnostizierten eine isolierte Ziegenmilch- und Schafsmilchallergie und empfahlen eine konsequente Meidung von Ziegenmilch- und Schafsmilchprodukten.


2019 ◽  
Vol 45 (06) ◽  
pp. 288-290
Author(s):  
K. Kaliebe ◽  
C. D. Spinner ◽  
T. Biedermann ◽  
A. Zink

ZusammenfassungDie Syphilis wird als das Chamäleon der Medizin bezeichnet, da sie viele Organe befallen und insbesondere an der Haut viele Erkrankungen imitieren kann. Weniger bekannt sind die durch die Syphilis bedingten Formen des Haarausfalls. Dabei ist die diffuse Form der syphilitischen Alopezie besonders selten und kann leicht übersehen werden.Hier berichten wir über einen jungen, HIV-positiven Mann mit der klinischen Präsentationsform einer Alopecia syphilitica diffusa. Nach erfolgreicher Therapie mit 2,4 Millionen Einheiten Benzylpenicillin i. m. zeigte sich innerhalb weniger Monate eine vollständige Normalisierung des Haarwuchses. Die Alopecia syphilitica präsentiert sich klinisch typischerweise als diffuser Haarverlust, als umschriebener Haarausfall mit fleckig imponierendem, sog. Mottenfraßmuster oder durch eine Kombination von beidem. Dabei kann die syphilitische Alopezie das einzige klinische Symptom einer Syphilisinfektion sein und sowohl klinisch als auch in der Histopathologie eine Alopecia areata imitieren. Die Dermatoskopie oder der immunhistochemische Nachweis von Treponema pallidum im Haarfollikel können weitere hilfreiche Methoden zur Diagnostik des syphilitischen Haarausfalls sein, entscheidend ist jedoch die serologische Diagnostik.


2019 ◽  
Vol 39 (01) ◽  
pp. 15-19
Author(s):  
Andreas Krause

ZusammenfassungVirale Arthritiden präsentieren sich typischerweise mit der Trias Polyarthritis, Exanthem und Fieber. Die Diagnose wird durch den Nachweis Erreger-spezifischer IgM-Antikörper unterstützt. Die seltenen septischen Arthritiden sind medizinische Notfälle. Labordiagnostisch ist der Erregernachweis im Gelenkpunktat mittels Gram-Präparat und Kultur entscheidend. Reaktive Arthritiden gehören zur Gruppe der Spondyloarthritiden und treten nach gelenkfernen, bakteriellen Infektionen meist im Urogenital- oder Gastrointestinaltrakt auf. Die Diagnose wird anamnestisch (auslösende Infektion) und klinisch (charakteristische Manifestationen) gestellt. Die serologische Diagnostik ist aufgrund methodischer Probleme und einer hohen Seroprävalenz von geringem diagnostischen Wert. Die Lyme-Arthritis wird durch eine Gelenkinfektion mit Borrelia burgdorferi hervorgerufen, meistens sind große Gelenke unter Einbeziehung der Kniegelenke betroffen. Infektionsserologisch ist zur Diagnosestellung der Nachweis spezifischer IgG-Antikörper zu fordern. Aufgrund einer hohen, altersabhängigen Seroprävalenz besitzt der Antikörpernachweis jedoch nur eine geringe Spezifität und ist nur bei ausreichender Prätestprävalenz (Ausschluss anderer Ursachen) diagnostisch hilfreich.


2017 ◽  
Vol 142 (24) ◽  
pp. 1850-1854
Author(s):  
Christoph Schramm ◽  
Christian Strassburg

Was ist neu? Serologische Diagnostik bei autoimmunen Lebererkrankungen Die Serologie ist ein wichtiger Baustein in der Differenzialdiagnose autoimmuner Lebererkrankungen. Das Immunfluoreszenzmuster der antinukleären Antikörper (ANA) liefert wichtige Hinweise auf das Vorliegen einer primär biliären Cholangitis (PBC) und sollte berichtet werden. Autoimmune Hepatitis (AIH) Die Beurteilung der Leberhistologie ist für die Diagnose der AIH wichtig. Über den Verlauf der Erkrankung geben in der Regel die Transaminasen, das Serum IgG (beide sollten im Normbereich liegen) und nicht-invasive Methoden der Fibrosebestimmung (wie die transiente Elastografie) ausreichende Informationen. Primär Biliäre Cholangitis (PBC) Ca. 30 % der PBC-Patienten sprechen nicht ausreichend auf die Standardtherapie mit Ursodeoxycholsäure (UDCA) an. Für diese Patienten wurde kürzlich die zusätzliche Therapie mit Obeticholsäure zugelassen. Primär Sklerosierende Cholangitis (PSC) Die MRT/MRCP hat in der Diagnostik und Verlaufskontrolle der Gallengangspathologie eine zentrale Stellung. Nach einer endoskopischen Dilatationstherapie von Stenosen sollte, wenn möglich, auf eine Stenteinlage verzichtet werden. IgG4-assoziierte Cholangitis (IAC) Die Diagnose der IAC ist nach wie vor schwierig. Die IAC spricht in den frühen Stadien sehr gut auf eine Steroidtherapie an, wobei 20 – 40 mg pro Tag Prednisolon in der Initialtherapie ausreichen.


2014 ◽  
Vol 38 (6) ◽  
Author(s):  
Mandy Sowa ◽  
Kai Großmann ◽  
Juliane Scholz ◽  
Nadja Röber ◽  
Stefan Rödiger ◽  
...  

ZusammenfassungBei Verdacht auf Vorliegen einer systemischen Autoimmunerkrankung wird für die serologische Routinediagnostik ein Zwei-Stufen-Verfahren empfohlen. Zuerst werden Autoantikörpern (AAK) mittels sensitiver zellbasierter indirekter Immunfluoreszenz (IIF)-Teste bestimmt. Ein positives Ergebnis muss aufgrund der Möglichkeit von falsch-positiven Ergebnissen mit einem weiteren, spezifischen Test bestätigt werden. Dieses sukzessive Vorgehen ist notwendig, da zurzeit keine Assaytechnik die notwendigen Anforderungen an ein einstufiges Verfahren hinsichtlich Sensitivität und Spezifität erfüllt. Im Sinne einer effektiven AAK-Diagnostik kann heute schon eine simultane Bestimmung von mehreren AAK mittels multiparametrischer Bestätigungstests die Diagnosefindung im Vergleich zu konventionellen, monoparametrischen Tests wesentlich verkürzen. Jedoch erlauben die verfügbaren multiparametrischen AAK-Nachweismethoden nicht die Kombination von Screening- und Bestätigungstesten. Deshalb wurde basierend auf der digitalen Fluoreszenz mit der hier vorgestellten CytoBead Technologie ein neuer Ansatz entwickelt. Ziel war die Kombination der empfohlenen Stufendiagnostik bestehend aus sensitivem Screening und spezifischer Bestätigungsdiagnostik in einer Reaktionsumgebung und darüber hinaus die Möglichkeit der Adaption auf die serologische Diagnostik mehrerer Autoimmunerkrankungen. Durch a) die Nutzung von Standardglasobjektträgern, b) die Kombination von nativen zellulären oder Gewebesubstraten mit antigenbeladenen fluoreszierenden Mikropartikeln (Beads) in einer Reaktionsumgebung, c) die Möglichkeit der manuellen und automatischen Auswertung mittels IIF und d) die Erhebung von quantitativen Fluoreszenzmessergebnissen konnten die Nachteile der bisher bestehenden Testsysteme überwunden werden. Das neue Prinzip ist auf verschiedene multiparametrische AAK-Nachweise wie zum Beispiel die Bestimmung von antinukleären Antikörpern und AAK gegen entsprechende nukleäre und zytoplasmatische autoantigene Zielstrukturen anwendbar. Damit wurde weiterhin die Basis für die simultane AAK-Multiparameterbestimmung für die Serologie der Zöliakie und von ANCA-assoziierten systemischen Vaskulitiden geschaffen.


2008 ◽  
Vol 115 (44) ◽  
pp. 1674-1677 ◽  
Author(s):  
L. Zöller ◽  
M. Zeier

2007 ◽  
Vol 157 (19-20) ◽  
pp. 526-529 ◽  
Author(s):  
Cornelia Lass-Flörl

2003 ◽  
Vol 151 (7) ◽  
pp. 715-718
Author(s):  
S. Buderus ◽  
M. J. Lentze

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