naturwissenschaftliche kompetenz
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Author(s):  
Jana Kähler ◽  
Inga Hahn ◽  
Olaf Köller

Zusammenfassung. Im vorliegenden Beitrag wurden anhand der Daten von 6,492 Schülerinnen und Schülern der Startkohorte 2 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Kompetenz von der 1. bis zur 3. Klasse sowie mögliche Effekte der Klassenkomposition unter Berücksichtigung relevanter Familienmerkmale untersucht. Die Analysen belegen im Mittel einen Zuwachs der naturwissenschaftlichen Kompetenz über zwei Jahre mit einer Effektstärke von d = 1.36. Die Mehrebenenanalysen zeigen darüber hinaus, dass die Ausgangskompetenz in der 1. Klasse (standardisiertes Regressionsgewicht >β = .53) der stärkste Prädiktor für die naturwissenschaftliche Kompetenz in der 3. Klasse ist. Des Weiteren zeigen sich für die Anzahl an Büchern (>β = .05), den sozioökonomischen Status (>β = .06) und die Bildung der Eltern (>β = .09) signifikante Effekte. Auf Klassenebene erweist sich das Ausgangsniveau in der 1. Klasse (>β = .46) als mit Abstand stärkster Prädiktor. Zusätzlich kann ein signifikanter Effekt der sozialen Zusammensetzung der Klasse (>β = –.17) nachgewiesen werden: Schülerinnen und Schüler aus Klassen mit einem höheren Anteil an Kindern mit niedrigem sozioökonomischen Status erreichen einen geringeren Kompetenzzuwachs als Kinder aus Klassen mit einer niedrigeren Anzahl an sozial benachteiligten Kindern. Auch die Anzahl an Stunden von Heimat- und Sachunterricht in den Klassen (>β = .11) hat einen signifikanten Effekt. Demnach trägt mehr naturwissenschaftlicher Unterricht zu einem höheren Wachstum naturwissenschaftlicher Kompetenz bei. Abschließend zeigen Mediationsanalysen signifikant indirekte Effekte über die naturwissenschaftliche Kompetenz in der 1. Klasse. Sozial- und migrationsbedingte Disparitäten ergeben sich demnach bereits in der 1. Klasse und werden über die anfängliche naturwissenschaftliche Kompetenz auf die Kompetenz in der 3. Klasse vermittelt.


2019 ◽  
Vol 8 (1) ◽  
pp. 3-12 ◽  
Author(s):  
Inga Hahn ◽  
Katrin Schöps

Zusammenfassung. Die vorliegende Studie ging der Frage nach, inwiefern sich bereits bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren migrationsbedingte Disparitäten in der naturwissenschaftlichen Kompetenz zeigen. Mit Daten des Nationalen Bildungspanels (National Educational Panel Study – NEPS) 1 wurde anhand von Regressionsmodellen untersucht, welche Struktur- und Prozessmerkmale einen Effekt auf die naturwissenschaftliche Kompetenz der Kinder haben. Besonderes Augenmerk wurde vor dem Hintergrund zunehmender Migrationsbewegungen und der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in unser Bildungssystem auf den häuslichen Sprachgebrauch und den rezeptiven Wortschatz in Deutsch, die Lernumgebungen und die soziale Herkunft der Kinder gelegt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der rezeptive Wortschatz in Deutsch der wichtigste Prädiktor für die Ausprägung der naturwissenschaftlichen Kompetenz ist. Kinder mit Migrationshintergrund schnitten hinsichtlich ihrer Leistung im Naturwissenschaftstest signifikant schlechter ab als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund, was verdeutlicht, dass entsprechende migrationsbedingte Disparitäten bereits im Vorschulbereich existieren.


Author(s):  
Jasmin Decristan ◽  
Alexander Naumann ◽  
Benjamin Fauth ◽  
Svenja Rieser ◽  
Gerhard Büttner ◽  
...  

Das Thema Heterogenität hat in den letzten Jahren eine zunehmende Präsenz sowohl in empirischer Schul- und Unterrichtsforschung als auch in Schulpraxis und bildungspolitischen Diskussionen erfahren. In diesem Aufsatz wird untersucht, welche Zusammenhänge zwischen verschiedenen objektiven Indikatoren der Heterogenität auf Klassenebene und einer globalen Lehrereinschätzung von Leistungsheterogenität bestehen. Die Ergebnisse zeigen zunächst, dass im Grundschulbereich das Ausmaß von Heterogenität (gemessen an der klasseninternen Streuung) bei verschiedenen Leistungsindikatoren (kognitive Grundfähigkeiten, Leseverständnis, naturwissenschaftliche Kompetenz) unkorreliert ist, so dass sich nicht einheitlich von „der” Leistungsheterogenität sprechen lässt. Die Einschätzung von 49 Lehrkräften zur Leistungsheterogenität ihrer Klasse stimmte mit objektiven Leistungsstreuungen im Leseverständnis, in naturwissenschaftlicher Kompetenz sowie in einem kombinierten Leistungsindex gut überein. Bei Nicht-Passung tendierten die Lehrkräfte dazu, die Leistungsheterogenität eher zu überschätzen; hierfür erwies sich der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund als bedeutsam. Zusammengenommen bietet dieser Beitrag eine weitere empirische Grundlage für den gegenwärtigen Heterogenitätsdiskurs.


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