kinder mit migrationshintergrund
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Author(s):  
Sonja Maria Schrader

ZusammenfassungDie kognitiven Fähigkeiten der Kinder werden durch frühe Bildungsmaßnahmen positiv beeinflusst. Diese umfassen sprachliche und mathematische Kompetenzen ebenso wie das Problemlösen. Förderliche Effekte konnten insbesondere auf sozial schwächer gestellte Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund nachgewiesen werden, wobei diese deutlich seltener Tageseinrichtungen besuchen.


2021 ◽  
Vol 35 (1) ◽  
pp. 53-70
Author(s):  
Franziska Schwabe ◽  
Theresa Schlitter ◽  
Jennifer Igler ◽  
Annika Ohle-Peters ◽  
Annika Teerling ◽  
...  

Zusammenfassung. Förderung und Erhalt günstiger motivationaler und verhaltensbezogener Schülermerkmale im Bereich Lesen sind eigenständige Ziele schulischen Unterrichts. Bereits im Grundschulalter lassen sich ungünstige Entwicklungen von Lesemotivation, Leseselbstkonzept und Leseverhalten beobachten. Insbesondere Jungen weisen am Ende der Grundschulzeit häufig ungünstige lesebezogene Merkmale auf. Vor diesem Hintergrund untersuchte der vorliegende Beitrag Effekte eines groß angelegten Förderprogramms, der Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS), auf Niveau und Entwicklung dieser Merkmale bei Viertklässlerinnen und Viertklässlern. Auf Basis einer umfangreichen Stichprobe ( N = 1.032) in einem quasi-experimentellen Design zeigten sich keine oder kleine negative Effekte der schulischen BiSS-Teilnahme auf die lesebezogenen Schülermerkmale im Vergleich zu Schülerinnen und Schülern an Kontrollschulen. Auch kompensatorische Effekte für Jungen, Kinder mit Migrationshintergrund oder geringerem Niveau zu Beginn von Klasse 4 in Lesemotivation, Leseselbstkonzept oder Leseverhalten konnten nicht nachgewiesen werden. Die Befunde werden vor dem Hintergrund des Bedarfs an gelingendem Wissenschafts-Praxis-Transfer diskutiert.


2020 ◽  
Vol 99 (05) ◽  
pp. 308-315
Author(s):  
Eugen Zaretsky ◽  
Benjamin P. Lange ◽  
Christiane Hey

ZusammenfassungDie nachhaltige Integration von Personen mit Migrationshintergrund ist aktueller denn je. Dabei steht die Bedeutung der Sprache als zentraler Aspekt außer Diskussion. Im Jahr 2018 waren in Hessen ca. 1 091 000 Personen mit nicht deutscher Staatsangehörigkeit registriert. Insgesamt zeigt damit jeder dritte Hesse Migrationshintergrund, im Vorschulalter sogar jeder zweite. Die Tendenz ist angesichts der anhaltenden Einwanderung und der höheren Geburtenrate in nicht deutschen Familien steigend, und damit auch die Zahl der einschulungspflichtigen Kinder mit minimalen Deutschkenntnissen, aber auch mit klinisch abklärungsbedürftigen sprachbezogenen medizinischen Auffälligkeiten wie periphere Hörstörungen. Das Ziel der vorliegenden Studie ist die Bestandsaufnahme der Deutschkenntnisse bei 4-jährigen Kindergartenkindern mit Migrationshintergrund in Hessen, gemessen an Ergebnissen des validierten, normierten Tests „Kindersprachscreening“. Bei klinisch abklärungsbedürftigen Kindern wurde geprüft, inwiefern sie therapeutisch versorgt wurden, ob bereits diagnostizierte Störungen bzw. Krankheiten bei ihnen vorlagen und inwiefern der Therapiebedarf den Kindergarten-ErzieherInnen und Eltern bewusst war.


2019 ◽  
Vol 8 (1) ◽  
pp. 3-12 ◽  
Author(s):  
Inga Hahn ◽  
Katrin Schöps

Zusammenfassung. Die vorliegende Studie ging der Frage nach, inwiefern sich bereits bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren migrationsbedingte Disparitäten in der naturwissenschaftlichen Kompetenz zeigen. Mit Daten des Nationalen Bildungspanels (National Educational Panel Study – NEPS) 1 wurde anhand von Regressionsmodellen untersucht, welche Struktur- und Prozessmerkmale einen Effekt auf die naturwissenschaftliche Kompetenz der Kinder haben. Besonderes Augenmerk wurde vor dem Hintergrund zunehmender Migrationsbewegungen und der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in unser Bildungssystem auf den häuslichen Sprachgebrauch und den rezeptiven Wortschatz in Deutsch, die Lernumgebungen und die soziale Herkunft der Kinder gelegt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der rezeptive Wortschatz in Deutsch der wichtigste Prädiktor für die Ausprägung der naturwissenschaftlichen Kompetenz ist. Kinder mit Migrationshintergrund schnitten hinsichtlich ihrer Leistung im Naturwissenschaftstest signifikant schlechter ab als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund, was verdeutlicht, dass entsprechende migrationsbedingte Disparitäten bereits im Vorschulbereich existieren.


2018 ◽  
Vol 26 (4) ◽  
pp. 365-367 ◽  
Author(s):  
Simone Weyers ◽  
Katharina Kreffter ◽  
Stefanie Wahl

Zusammenfassung Angesichts sozialer Ungleichheit körperlicher Aktivität bei Kindern prüfen wir, ob sich die Teilnahme an kommunalen Bewegungsangeboten nach Bildung der Eltern und Migrationshintergrund unterscheidet. Dazu wurden Eltern bei der Schuleingangsuntersuchung befragt. Kinder von Eltern mit niedriger Bildung nahmen seltener an Angeboten teil als Kinder von Eltern mit höherer Bildung. Kinder mit Migrationshintergrund nahmen ebenfalls seltener an Angeboten teil als Kinder ohne Migrationshintergrund. Soziallagensensible Ansprache und Bedarfsanalysen könnten die Teilnahme steigern.


Author(s):  
Brigitte Eisenwort ◽  
Anna Felnhofer ◽  
Claudia Klier

Zusammenfassung. Für viele Kinder mit Migrationshintergrund ist das Erlernen der Zweitsprache im Aufnahmeland eine bedeutende Hürde für den Bildungserfolg. Durch die Vielzahl der Sprachen, die noch nicht detailliert linguistisch beschrieben sind, ist die Entwicklung von entsprechenden validen und reliablen Diagnoseinstrumenten und Screeningverfahren äußerst erschwert. Daraus entsteht ein diagnostisches Dilemma, da Kinder mit Erwerbsproblemen der Zweitsprache mit sprachentwicklungsgestörten Kindern (engl. Specific language impairment [SLI]) verwechselt werden können. Kinder mit Migrationshintergrund können linguistische Profile aufweisen, die oberflächlich an Kinder mit Sprachentwicklungsstörung erinnern. Der vorliegende Übersichtsartikel stellt ein selektives Review der relevanten Literatur dar und bietet Vorschläge für den Umgang mit den entsprechenden Herausforderungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Prävalenz für die Sprachentwicklungsstörung bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern nicht höher ist als bei einsprachig aufwachsenden Kindern und mehrsprachig aufwachsende Kinder ebenfalls subtile kognitive Schwächen zeigen können. Die Bedeutung von Sprachentwicklungsstörungen bei psychiatrisch erkrankten einsprachig und mehrsprachig aufwachsenden Kindern ist hinreichend belegt und muss bei der umfassenden Diagnostik mitbedacht werden. Eine essenzielle Maßnahme für jene Kinder mit Migrationshintergrund, die größere Probleme beim Erwerb der Zweitsprache haben, ist eine Sprachdiagnostik in der jeweiligen Muttersprache.


2018 ◽  
Vol 27 (3) ◽  
pp. 175-183 ◽  
Author(s):  
Monika Daseking ◽  
Franz Pauls ◽  
Franz Petermann ◽  
Angelika Becker

Zusammenfassung. Kinder mit Migrationshintergrund fallen in vielen Vergleichsstudien durch schwächere schulische Leistungen auf. Die vorliegende Studie analysiert auf Basis der Normstichprobe der deutschsprachigen WISC-V (N = 1085) verschiedene Einflussmerkmale auf die kognitiven Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6;0 bis 16;11 Jahren und vergleicht dabei Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. Es zeigt sich, dass nicht der Migrationshintergrund, sondern für Grundschulkinder der elterliche Bildungshintergrund und für Kinder ab Klassenstufe 5 die Schulform das eigentliche differentielle Entwicklungsmilieu darstellen, welches Leistungsunterschiede zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund erklärt. Allerdings zeigt sich gleichzeitig auch eine Ungleichverteilung von Kindern auf die entsprechenden Schulformen unter Berücksichtigung des Migrationshintergrunds. Für eine bessere Bildungsbeteiligung sollte die Förderung in der Bildungssprache Deutsch weiter ausgebaut werden.


Author(s):  
Brigitte Eisenwort ◽  
Hacire Aslan ◽  
Symeyye Nur Yesilyurt ◽  
Benedikt Till ◽  
Claudia M. Klier

Zusammenfassung. Hintergrund: Kinder mit Migrationshintergrund zeigen meist in einer oder beiden Sprachen ungenügende Kompetenzen. In der folgenden Untersuchung sollen die Sprachmuster türkisch-österreichischer Migrantenkinder untersucht und Faktoren gefunden werden, die darauf Einfluss haben. Methode: 52 Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren und ihre Eltern wurden untersucht. Für die Eltern galten folgende Einschlusskriterien: türkischer Migrationshintergrund und zu Hause Türkisch zu sprechen. Für die Kinder galten keine Hörstörung, keine Blindheit, keine chronische Erkrankung, eine zumindest durchschnittliche allgemeine Entwicklung, in Österreich geboren zu sein und Kindergartenbesuch als Einschlusskriterien. Die Evaluierung der Sprachentwicklung Türkisch und Deutsch wurde mit Havas 5 durchgeführt. Weiter wurde den Eltern ein soziodemografischer Fragebogen sowie der CCLO-Fragebogen vorgegeben. Ergebnisse: Die Sprachleistungen der Kinder waren signifikant besser im Türkischen als im Deutschen. Darüber hinaus waren die Sprachkompetenzen sowohl auf Türkisch als auch auf Deutsch höher, je mehr den Kindern zu Hause öfter auf Türkisch vorgelesen wurde. Diskussion: Kinder beherrschen vor Schuleintritt ein strukturell einfaches Türkisch, haben jedoch geringe Deutschkenntnisse. Vorlesen in der Muttersprache ist nicht nur förderlich für den Mutterspracherwerb, sondern auch für den Deutscherwerb. Schlussfolgerung: In Projekte zur Förderung des Vorlesens sollen verstärkt Migrantensprachen eingebunden werden.


2017 ◽  
Vol 96 (10) ◽  
pp. 704-709
Author(s):  
Christiane Kiese-Himmel ◽  
Herbert Poinstingl ◽  
Nicole von Steinbüchel

Zusammenfassung Hintergrund Kinder mit Migrationshintergrund und Deutsch als Zweitsprache (DaZ) gelten häufig als sprachauffällig, was jedoch mangels fehlender Untersuchungsinstrumente im jungen Alter schwer zu objektivieren ist. Hierfür sollten empirisch Risikofaktoren bestimmt werden. Material und Methoden Aus dem Datenpool einer Entwicklungslängsschnittstudie in 7 Kitas in Frankfurt/M. u. Darmstadt wurden Migrantenkinder im Alter von 3–5;11 Jahren durch ihre Testleistung im oralen Sprachverständnis 2 Extremgruppen zugewiesen: „unauffällig“ bei T-Wert ≥46 (N=61) vs. „auffällig“ bei T-Wert ≤32 (N=65). Gruppenunterschiede wurden anhand von Testergebnissen (Intelligenz; Verständnis grammatischer Strukturen; sprachliche Begriffsbildung; Erkennen von semantischen und grammatischen Inkonsistenzen) analysiert. Ergebnisse Die Intelligenz war in beiden Gruppen durchschnittlich, in der unauffälligen Gruppe über dem Altersmittel gelegen: T-W 54,1; SD 6,7, in der auffälligen darunter: T-W 42,2; SD 8,8 (p<0,001). In allen Sprachleistungen unterschieden sich die Gruppen durchgängig signifikant. Diskriminanzanalytisch wurden 4 Merkmale für die Güte von DaZ identifiziert: Intelligenzhöhe; Erkennen von Sprachinkonsistenzen; Bildungsstand der Mutter; Grammatikbasiertes Sprachverständnis. Bzgl. der vorhergesagten Gruppenzugehörigkeit wurden 88% der Kinder mit auffälligem und 84% der mit unauffälligem Sprachverständnis korrekt zugeordnet. Schlussfolgerung Die Studie liefert einen akzeptablen Standard, um Migrantenkinder mit gutem Verständnis von DaZ von solchen mit schwachem zu trennen.


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