jugendliche mit migrationshintergrund
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Author(s):  
Eva Ebel

Das Programm ChagALL („Chancengerechtigkeit durch Arbeit an der Lernlaufbahn“) am Gymnasium Unterstrass in Zürich unterstützt leistungsstarke und leistungswillige Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status, damit sie die Aufnahmeprüfung an einem Gymnasium, einer Berufsmittelschule oder einer Fachmittelschule bestehen, und begleitet sie nach bestandener Prüfung in der Probezeit und darüber hinaus. Dieses Programm ermöglicht ausgewählten Jugendliche eine statistisch gesehen eher unwahrscheinliche Schullaufbahn, entbindet aber nicht von der politischen Aufgabe, weiterhin bestehende Ungerechtigkeiten im Bildungssystem zu beheben.


Paediatrica ◽  
2021 ◽  
Vol 32 (4) ◽  
Author(s):  
Sarah Depallens ◽  
Caroline Heiniger ◽  
Karine Tzaud

Jugendliche mit Migrationshintergrund mobilisieren erhebliche persönliche Ressourcen, nicht nur um sich den Herausforderungen zu stellen, die sich aus den somatischen, neurobiologischen oder psychologischen Veränderungen ergeben, sondern auch um sich an ein neues soziokulturelles Umfeld anzupassen, das die oft erzwungene Migration in ein unbekanntes Land verlangt. Jugendliche mit Migrationshintergrund sind deshalb verwundbarer, nicht nur auf Grund ihres Entwicklungsalters, sondern zusätzlich durch verschiedenste Risikofaktoren wie eine unsichere rechtliche oder schwierige finanzielle Situation, psychologische Not oder mangels Zugang zu einer adäquaten Ausbildung 1). Diese verschiedenen inneren (Adoleszenz) und äusseren (Migration) Vorgänge spielen eine entscheidende Rolle bei der Identitätsbildung und Autonomieentwicklung.


2020 ◽  
Vol 29 (2) ◽  
pp. 67-74
Author(s):  
Sören Kliem ◽  
Yvonne Krieg ◽  
Dirk Baier

Zusammenfassung. Obgleich angesichts steigender Ausstattungsquoten Jugendlicher mit digitalen Medien davon ausgegangen werden kann, dass die Prävalenzraten für das Phänomen Cybermobbing (CM) steigen, liegen bisher kaum belastbare Prävalenzschätzungen und Zeitreihen für Deutschland vor. Anhand repräsentativer Befragungen aus den Jahren 2013, 2015 und 2017 im Bundesland Niedersachsen soll im Rahmen des Beitrags der zeitliche Verlauf des Phänomens untersucht werden. Die Ergebnisse zeigen, dass CM-Viktimisierung über die Beobachtungsjahre statistisch bedeutsam ansteigt. Anhand differenzierter Analysen kann zudem belegt werden, dass es hinsichtlich des Geschlechts zu einer Angleichung kommt und die Gruppe der Jugendlichen mit Migrationshintergrund zunehmend betroffen ist. Im Hinblick auf die CM-Täterschaft erweist sich der zeitliche Trend als weitgehend stabil. Allerdings weisen die Analysen darauf hin, dass für männliche Befragte wie für Jugendliche mit Migrationshintergrund steigende Prävalenzraten zu beobachten sind.


2020 ◽  
Vol 6 (1) ◽  
pp. 5-35
Author(s):  
Dirk Baier ◽  
Maria Kamenowski

Homophobie, d. h. die Abwertung von nicht-heterosexuellen Menschen, ist sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland existent. Im Beitrag wird einerseits der Frage nachgegangen, wie verbreitet homophobe Einstellungen in der Jugend- bzw. Erwachsenenbevölkerung sind. Andererseits werden alters- und länderübergreifend Einflussfaktoren dieser Einstellungen analysiert. Hierfür werden drei Stichproben herangezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass je nach Item der genutzten Messinstrumente zwischen 10,3 % und 29,9 % der Befragten homophoben Einstellungen zustimmen; insbesondere gleichgeschlechtliche Ehen werden von den Befragten abgelehnt. Daneben kann gefolgert werden, dass männliche Befragte, Jugendliche mit Migrationshintergrund und religiöse Befragte (unabhängig von der konkreten Religionszugehörigkeit) signifikant stärker ausgeprägte Vorurteile gegenüber Homosexuellen aufweisen.


Author(s):  
Severin Haug ◽  
Raquel Paz Castro

Zusammenfassung. Zielsetzung: Vorstellen des Konzepts für ein mobiltelefonbasiertes Programm zur Förderung von Lebenskompetenzen bei Jugendlichen und Untersuchung individueller und klassenspezifischer Merkmale, welche die Teilnahmebereitschaft und den Abbruch der Programmteilnahme beeinflussen. Methodik: Datengrundlage für die Mehrebenenanalysen bildeten 2008 Lernende aus 127 Klassen an 18 Berufsfachschulen in der Schweiz, die zur Programmteilnahme eingeladen wurden und von denen 1616 (80.5 %) daran teilnahmen. Während der 6-monatigen Programmlaufzeit meldeten sich 93 Personen (5.8 %) ab. Ergebnisse: Auf Klassenebene sank die Teilnahmebereitschaft mit dem Anteil Tabakrauchender. Ein niedrigeres mittleres Lebensalter der Schüler einer Klasse war mit mehr Programmabbrüchen verbunden. Auf Individualebene waren ein weibliches Geschlecht und gelegentliches Rauschtrinken positiv, ein Migrationshintergrund und Tabakrauchen dagegen negativ mit der Teilnahmebereitschaft assoziiert. Tabakrauchende und Jugendliche mit seltener Internetnutzung über das Mobiltelefon brachen das Programm häufiger ab. Schlussfolgerungen: Die Relevanz des Programms insbesondere für männliche und für tabakrauchende Jugendliche sowie für Jugendliche mit Migrationshintergrund sollte betont werden. Interessante Programmelemente, die sich speziell an Jüngere, Tabakrauchende und Jugendliche mit seltener Internetnutzung über das Mobiltelefon richten, sollten implementiert werden.


2017 ◽  
Vol 39 (2) ◽  
pp. 375-394
Author(s):  
Claudia C. Brandenberger ◽  
Gerda Hagenauer ◽  
Tina Hascher

Basierend auf dem Befund, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Schweiz geringere Leistungen erbringen, untersucht die vorliegende Studie, ob sich analoge Unterschiede auch in der Motivation und den Lernemotionen der Schüler/innen, welche mit der Leistung zusammenhängen, zeigen. Weiter wird auf Grundlage der Kontroll-Wert-Theorie die Beziehung zwischen diesen Merkmalen und der Mathematikleistung überprüft. Die Ergebnisse (N = 415 Realschüler/innen der 7. Schulstufe) bestätigen die geringere Mathematikleistung von Schüler/innen mit Migrationshintergrund bei einer gleichzeitig höher ausgeprägten selbstbestimmten Motivation und einem höheren Angsterleben. Hohe Leistung ist mit dem Fähigkeitsselbstkonzept in Mathematik assoziiert, welches wiederum ein positives emotionales Erlebensmuster (hohe Freude, geringe Angst) und die selbstbestimmte Motivation erklärt.


2016 ◽  
Vol 45 (6) ◽  
pp. 431-450 ◽  
Author(s):  
Karin Kurz ◽  
Eileen Böhner-Taute

Zusammenfassung:Im vorliegenden Beitrag werden nachträgliche Wechsel von Jugendlichen zu Schulformen, die die Hochschulreife ermöglichen, mittels SOEP-Daten untersucht. Dabei werden auch mögliche Unterschiede zwischen den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die unterschiedlich offene Schulstrukturen aufweisen, geprüft. Die zentrale Frage ist, ob solche Aufstiegsprozesse zu einer Veränderung von Bildungsungleichheiten, die zu Beginn der Sekundarstufe I bestehen, beitragen und ob es darin Unterschiede zwischen den untersuchten Bundesländern gibt. Zur Untersuchung der Bildungsungleichheiten wird zwischen einer konditionalen und unkonditionalen Analyseperspektive unterschieden. Die empirischen Befunde zeigen, dass es im Bildungsverlauf nicht zu einer Verstärkung von sozialen Herkunftseffekten kommt und dass Jugendliche mit Migrationshintergrund ihre Nachteile tendenziell abbauen können. Die Bundesländer unterscheiden sich nur unwesentlich in den Herkunftseffekten; in Baden-Württemberg scheinen jedoch Jugendliche aus Familien mit niedriger Bildung bessere Aufstiegsmöglichkeiten zu haben als in den anderen untersuchten Bundesländern.


2016 ◽  
Vol 80 (S 01) ◽  
pp. S5-S11
Author(s):  
M. Grüttner

Zusammenfassung Hintergrund: Auffälliges Ernährungsverhalten bis hin zur manifesten Essstörung sind weit verbreitete Phänomene bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Insbesondere Mädchen und junge Frauen sind betroffen. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und niedriger sozialer Herkunft sind häufiger von Essstörungen betroffen 1. Obwohl die Schule in der Lebenswelt von Kindern- und Jugendlichen eine zentrale Bedeutung hat, fehlen bisher Studien, die schulische Faktoren in die Erklärung einbeziehen. Die vorliegende Arbeit prüft inwieweit unter Kontrolle von personalen und familialen Ressourcen ein Zusammenhang zwischen leistungsbezogenem Schulstress sowie leistungsorientiertem Klassenklima mit Essstörungen besteht. Methodik: Verwendet werden Daten von Schülern der Startkohorte 3 des Nationalen Bildungspanels (NEPS)*, die sich im Befragungszeitraum in der 7. Klasse befanden. Es handelt sich um eine Querschnittanalyse. Die abhängige Variable basiert auf dem Fragebogen SCOFF und wird in logistischen Regressionsmodellen mit Angaben der Schüler sowie der Eltern in Verbindung gesetzt. Leistungsbedingter Schulstress wird über die negative Abweichung realistischer von idealistischer Bildungsaspiration (AB) und unerfüllte soziale Erwartungen (SE), leistungsorientiertes Klima über die Schülerwahrnehmung des Deutschlehrers (DL) und der Anstrengungserwartungen der Klassenkameraden (AM) operationalisiert. Ergebnisse: Leistungsbedingter Schulstress (AB: AME: 0,18; p<0,001; SE: AME: 0,12; p<0,05) und leistungsorientiertes Klima (DL: AME: 0,05; p<0,1; AM: AME: 0,15, p<0,01) gehen mit der erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Essstörung einher und können zum Teil die Zusammenhänge zwischen Migrationshintergrund sowie Bildungshintergrund und Essstörungen erklären. Schlussfolgerungen: Essstörungen sollte in der schulischen Gesundheitsförderung mehr beachtung geschänkt werden. Zur Prävention von Essstörungen bei Schülerinnen könnte die Frage von Leistungserwartungen, die die schulische und soziale Umwelt an die Schülerinnen stellt, sowie deren Umgang mit diesen Erwartungen, stärker in den Fokus gerückt werden. Weitere Untersuchungen – insbesondere im Längsschnitt oder unter Einbeziehung weiterer Drittvariablen (z. B. Perfaktionismus, Copingstrategien) – wären notwendig, um eine kausale Interpretation der Zusammenhänge abzusichern.


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