Jugendliche mit Migrationshintergrund – Herausforderung für die allgemeine Gesundheit, über welche Hilfsmittel verfügen Kinderärztinnen und Kinderärzte?
Jugendliche mit Migrationshintergrund mobilisieren erhebliche persönliche Ressourcen, nicht nur um sich den Herausforderungen zu stellen, die sich aus den somatischen, neurobiologischen oder psychologischen Veränderungen ergeben, sondern auch um sich an ein neues soziokulturelles Umfeld anzupassen, das die oft erzwungene Migration in ein unbekanntes Land verlangt. Jugendliche mit Migrationshintergrund sind deshalb verwundbarer, nicht nur auf Grund ihres Entwicklungsalters, sondern zusätzlich durch verschiedenste Risikofaktoren wie eine unsichere rechtliche oder schwierige finanzielle Situation, psychologische Not oder mangels Zugang zu einer adäquaten Ausbildung 1). Diese verschiedenen inneren (Adoleszenz) und äusseren (Migration) Vorgänge spielen eine entscheidende Rolle bei der Identitätsbildung und Autonomieentwicklung.