intravenöse eisensubstitution
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2019 ◽  
Vol 144 (14) ◽  
pp. 969-977
Author(s):  
Patrick Biggar ◽  
Peter Langguth ◽  
Pierre-Alexandre Krayenbühl ◽  
Vincent Brandenburg

ZusammenfassungIn den letzten Jahren konnten wesentliche Fortschritte in der Erkennung und Behandlung des Eisenmangels erzielt werden, deren Ergebnisse auch für viele Fachgebiete und insbesondere mit Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen relevant sind. Allerdings wird in der täglichen Praxis ein Eisenmangel vielfach nicht identifiziert und konsequent therapiert.Ein Eisenmangel kann – auch bevor eine Anämie auftritt – die Lebensqualität einschränken und den Verlauf der Grunderkrankung beeinflussen. Bei Patienten mit chronischen Erkrankungen sollte der Eisenstatus regelmäßig erfasst werden. Gerade bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen sind die derzeit verfügbaren oralen Eisenpräparate ineffizient, weil die Verträglichkeit eingeschränkt ist und die enterale Eisenaufnahme durch Inflammation eingeschränkt sein kann. Deshalb empfehlen verschiedene Leitlinien hier eine intravenöse Eisensubstitution.


2019 ◽  
Vol 23 (05) ◽  
pp. 214-218
Author(s):  
Gunnar Henrik Heine ◽  
Vincent Brandenburg ◽  
Kyrill Sebastian Rogacev

ZUSAMMENFASSUNGPatienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) weisen eine massiv erhöhte kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität auf. Insbesondere myokardiale Erkrankungen – linksventrikuläre Hypertrophie mit konsekutiver linksventrikulärer Insuffizienz und maligner Arrhythmie – haben bei CKD-Patienten eine zentrale prognostische Bedeutung. Dennoch werden bisher zu selten kardioprotektive Therapiestrategien bei CKD-Patienten eingesetzt. Ein mögliches Argument ist, dass positive Studienergebnisse für die Therapie der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFREF: Heart Failure with Reduced Ejection Fraction) nicht unkritisch auf Patienten mit fortgeschrittener CKD übertragen werden dürfen. So hatten die großen Landmark-Trials der vergangenen Jahre Patienten mit höhergradiger Nierenfunktionsstörung zumeist ausgeschlossen, und Nebenwirkungen wie Elektrolytstörungen unter medikamentöser Herzinsuffizienztherapie sind bei CKD-Patienten deutlich häufiger. Unumstritten jedoch ist, dass für Patienten mit moderater CKD und HFREF Subgruppenanalysen der gleichen Landmark-Trials einen prognostischen Benefit einer Therapie mit Inhibitoren des Renin-Aldosteron-Systems und von Betablockern aufzeigen, der zumindest genauso groß ist wie der Benefit bei nierengesunden Patienten mit HFREF. Die Interventionsmöglichkeiten bei HFREF werden sich in den nächsten Jahren erweitern, falls neue Therapiestrategien – insbesondere eine intravenöse Eisensubstitution und SGLT-Inhibitoren – in aktuell laufenden klinischen Studien bei herzinsuffizienten Patienten eine Reduktion kardialer Ereignisse erreichen.


2011 ◽  
Vol 15 (07) ◽  
pp. 384-391
Author(s):  
Stephan von Haehling

Die chronische Herzinsuffizienz ist eine Multisystemerkrankung, deren Komorbiditäten in letzter Zeit verstärkt Beachtung finden. Das kardiorenale Anämiesyndrom entsteht auf dem Boden der Dysfunktion von Herz oder Niere, die sich auf das jeweils andere Organsystem ausweitet und oft mit der Entwicklung einer Anämie vergesellschaftet ist. Ätiologisch stehen bei der Anämie bei einer chronischen Herzinsuffizienz der funktionelle und der absolute Eisenmangel ganz im Vordergrund, sodass klinisch eine intravenöse Eisensubstitution sinnvoll sein kann. Studien belegen allerdings, dass nicht nur anämische, sondern auch nichtanämische Patienten von einer derartigen Eisensubstitution symptomatisch profitieren können, wenn bereits ein absoluter oder funktioneller Eisenmangel vorliegt. Die Rolle von Erythropoetin und seinen Derivaten ist in diesem Zusammenhang derzeit weniger klar, und entsprechende Studienergebnisse werden mit Spannung erwartet.


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