immunvermittelte nebenwirkungen
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Author(s):  
M. Krusche ◽  
U. Schneider ◽  
C. Geisler ◽  
S. Keller ◽  
W. Stenzel ◽  
...  

ZusammenfassungWir schildern den Fall einer 73-jährigen Patientin mit malignem Melanom, die eine rasch progrediente Dermatosklerose der Arme und Beine sowie Myalgien und Beugekontrakturen unter der Therapie mit dem Immuncheckpoint-Inhibitor Nivolumab entwickelte. Bildmorphologisch und bioptisch konnte die Diagnose einer Myofasziitis gesichert werden. Nach Rücksprache mit den behandelnden Dermatoonkologen wurde die Nivolumab-Therapie bei gutem Ansprechen des Malignoms pausiert und eine immunmodulierende Therapie mit Methotrexat und Prednisolon eingeleitet. Immuncheckpointinhibitoren können vielfältige immunvermittelte Nebenwirkungen induzieren und auch rheumatologische Krankheitsbilder imitieren. Das Auftreten einer Myofasziitis unter Immuncheckpointinhibition ist nur in wenigen Fällen in der Literatur berichtet. Sinnvoll für die Diagnostik sind insbesondere die Bestimmung der eosinophilen Leukozyten, eine bildgebende Diagnostik mittels Sonographie und/oder MRT sowie die Gewinnung einer Gewebebiopsie. Die weitere onkologische und rheumatologische Therapiesteuerung sollte in enger interdisziplinärer Abstimmung erfolgen.


2020 ◽  
Vol 145 (24) ◽  
pp. 1736-1741
Author(s):  
Matthias Kroiß ◽  
Bastian Schilling ◽  
Timo Deutschbein

Was ist neu? Inzidenzen endokriner Nebenwirkungen von Immuncheckpoint-Inhibitoren Je nach Klasse der Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) unterscheidet sich die Häufigkeit endokriner Nebenwirkungen. Eine Inhibition des PD-1 (programmed cell death receptor 1) oder seines Liganden PD-L1 führt häufig zu einer Thyreoiditis, eine Immunkombinationstherapie mit CTLA-4-Antagonisten (cytotoxic T lymphocyte antigen 4) besonders häufig zur Hypophysitis. Hypophysitis Eine Hypophysitis ist eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation, maßgeblich aufgrund der dadurch bedingten sekundären Nebenniereninsuffizienz. Sie geht oft mit passageren Kopfschmerzen einher, darüber hinaus bestehen häufig unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit und Schwindel. Die Bildgebung der Sella verläuft mitunter unspezifisch. Laborchemisch imponiert meist eine Hyponatriämie. Der Verdacht erfordert die umgehende Substitution von Glukokortikoiden, die bei drohender oder manifester Nebennierenkrise intravenös erfolgen muss. Weitere beeinträchtigte Hypophysenachsen werden im Verlauf (üblicherweise dauerhaft) substituiert. Schilddrüsenfunktionsstörungen Ursache ist häufig die immunvermittelte Destruktion des Schilddrüsenparenchyms, die in der Regel zu einer transienten Hyperthyreose gefolgt von einer Hypothyreose führt. In der hyperthyreoten Phase ist oft keine spezifische Therapie erforderlich, die Hypothyreose muss – in der Regel fortwährend – substituiert werden. Seltene und potenziell lebensbedrohliche weitere immunvermittelte Nebenwirkungen endokriner Organe sind primäre Nebenniereninsuffizienz, Diabetes mellitus Typ I und Hypoparathyreoidismus. Auswirkung auf die Prognose der Tumorerkrankung Auch nach endokrinen immunvermittelten Nebenwirkungen (irAE) und Substitutionstherapie sollte die Fortsetzung der ICI-Therapie erwogen werden. Entscheidende Schritte zur Früherkennung endokriner Nebenwirkungen von ICI sind die Aufklärung des Patienten, regelmäßige Laborkontrollen (Hormone, Elektrolyte) vor bzw. während einer Immuntherapie und das „Drandenken“, selbst wenn eine Immuntherapie bereits längere Zeit zurückliegt.


2019 ◽  
Vol 45 (05) ◽  
pp. 233-235 ◽  
Author(s):  
F. Gellrich ◽  
S. Beissert ◽  
F. Meier

ZusammenfassungFür lokal fortgeschrittene oder metastasierte Plattenepithelkarzinome waren die Behandlungsmöglichkeiten bisher begrenzt. Mit Cemiplimab steht ein monoklonaler Antikörper gegen den programmed death-1-Rezeptor (PD-1) zur Verfügung, welcher in Amerika zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Plattenepithelkarzinoms zugelassen ist. In der vorgestellten Kasuistik wurde ein 74-jähriger Patient aufgrund eines fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinoms mit multiplen, teils inoperablen Tumorrezidiven mit Cemiplimab behandelt. Unter der Therapie trat eine Komplettremission ein. Nach Beginn der Therapie wurde der Patient mit Fieber unklarer Genese, epileptischen Anfällen und neurologischen Ausfällen stationär aufgenommen. Eine immunvermittelte Meningoezephalitis wurde diagnostiziert. Unter zeitnaher hochdosierter systemischer Kortikoidtherapie bildeten sich die neurologischen Defizite vollständig zurück.Unter der Therapie mit PD-1-Antikörpern kann auch bei fortgeschrittenen oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen eine anhaltende Komplettremission erreicht werden. Unter der Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren können schwere immunvermittelte Nebenwirkungen auftreten. Zeitnahes interdisziplinäres Management mit frühzeitiger Diagnosestellung und Therapieeinleitung sind essenziell, um bleibende Schäden zu verhindern.


2017 ◽  
Vol 12 (6) ◽  
pp. 490-495 ◽  
Author(s):  
O. Waidmann ◽  
J. Trojan

Author(s):  
Oliver Gautschi ◽  
Christoph Brand ◽  
Dominique Criblez ◽  
Urs Odermatt ◽  
Stefan Fischli ◽  
...  

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