neuropsychologische untersuchungen
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2019 ◽  
Vol 231 (04) ◽  
pp. 183-190 ◽  
Author(s):  
Hedwig Hövels-Gürich

ZusammenfassungKinder mit angeborenem Herzfehler (AHF) haben ein signifikantes Risiko für psychomotorische und kognitive Entwicklungsstörungen mit negativen Auswirkungen auf die psychosoziale Situation, akademische Leistung und Lebensqualität. Wichtigste Risikofaktoren sind angeborene Merkmale wie genetische Anomalien, Art und Schweregrad des AHF und sozioökonomische Faktoren. Pränatal können durch Hypoperfusion oder Hypoxie Reifungs- und Entwicklungsstörungen des Gehirns entstehen mit der Folge postnataler Läsionen der vermehrt vulnerablen Hirnsubstanz und neurologischer Entwicklungsstörungen. Die Hochrisiko-Gruppe umfasst vor allem Säuglinge, bei denen eine Operation am offenen Herzen erforderlich ist. Es bestehen spezifische phänotypische Merkmale der Entwicklung in verschiedenen Lebensaltern: in der frühen Kindheit motorische Defizite und sprachliche Artikulationsprobleme; bei Schulkindern eine Beeinträchtigung von Sprache, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, visuell-räumlichen Fähigkeiten, exekutiven Funktionen und motorischen Fähigkeiten, oft in Verbindung mit akademischen Defiziten sowie emotionalen oder sozialen Problemen; im Jugendalter exekutive, psychosoziale sowie psychiatrische Störungen und eine eingeschränkte Lebensqualität; im Erwachsenenalter neurokognitive, psychosoziale sowie Probleme des Selbstmanagements und der beruflichen Perspektive. Körperliche und soziale Funktionsfähigkeit, psychomotorische Entwicklung und psychisches Befinden erweisen sich als Schlüsselfaktoren für die Lebensqualität. Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie fordert für die Hochrisikogruppe der im Säuglingsalter operierten Kinder mit AHF ausführliche serielle neuropsychologische Untersuchungen im Alter von 2 und 5 Jahren, vor Pubertät und vor Beginn des Erwachsenenalters, um frühzeitig Teilleistungsstörungen erkennen und behandeln zu können.


2018 ◽  
Vol 86 (06) ◽  
pp. 348-355
Author(s):  
Helga Bartl ◽  
Verena Buschert ◽  
Peter Zwanzger ◽  
Julia Diemer ◽  
Alexander Brunnauer

ZusammenfassungNeuropsychologische Untersuchungen sollten ein integraler Bestandteil der klinisch-psychiatrischen Diagnostik sein. Die gängigen Testverfahren wurden bisher jedoch nicht ausreichend an dieser Klientel untersucht. In der vorliegenden Untersuchung wurde eine im klinischen Alltag bewährte neuropsychologische Testbatterie evaluiert. Hierzu wurden Daten von 226 psychisch kranken Patienten anhand von Faktoren- und Regressionsanalysen ausgewertet. Es erwies sich als sinnvoll, drei Faktoren zu extrahieren (Speed, Gedächtnis, Exekutivfunktionen), zu denen sich die Einzeltests plausibel zuordnen ließen. Anhand regressionsanalytischer Berechnungen konnte zudem ein zeitökonomisches Basisassessment aus drei Einzeltests (TAP Alertness, VLMT und Matrizentest) ermittelt werden. Zusammenfassend kann vor dem Hintergrund der Akzeptanz, Ökonomie und faktoriellen Struktur die evaluierte Testbatterie für den Einsatz bei psychiatrischen und psychosomatischen Patienten empfohlen werden.


2016 ◽  
Vol 27 (3) ◽  
pp. 147-157 ◽  
Author(s):  
Carsten Diener ◽  
Mona Bornschlegl ◽  
Barbara Menke ◽  
Franz Petermann

Zusammenfassung. Neuropsychologische Untersuchungen verweisen auf uneinheitliche Zusammenhänge zwischen der subjektiven und objektiven kognitiven Leistungsbeurteilung. Bei 286 psychisch Gesunden wurden objektive kognitive Leistungswerte in der deutschen Adaptation der Neuropsychological Assessment Battery (NAB) sowie der Fragebogen zur subjektiven Einschätzung der geistigen Leistungsfähigkeit (FLei) erhoben. Trotz sehr guter Reliabilitäten des FLei limitierten Bodeneffekte die Aufdeckung richtungskonformer Zusammenhänge mit objektiven Leistungswerten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und exekutiven Funktionen. Dennoch erwies sich die Gedächtnisleistung als sensitivste Einzeldomäne für einen positiven Zusammenhang zwischen subjektiver und objektiver Leistungseinschätzung. Dabei moderierte das subjektive Wohlbefinden (WHO-5-Index) den Zusammenhang beider (subjektiver/objektiver) Ebenen im Gedächtnisbereich und in der kognitiven Gesamtleistung. Vor dem Hintergrund dieses Ergebnismusters sollten zukünftige Zusammenhangsanalysen insbesondere bei Personen mit psychischen Belastungen zu weiteren klinisch relevanten Befunden führen.


2005 ◽  
Vol 32 (S 4) ◽  
Author(s):  
H Schmidt ◽  
A Mohr ◽  
C Fels ◽  
B Heimann ◽  
M Djukic ◽  
...  

2004 ◽  
Vol 17 (2) ◽  
pp. 77-95 ◽  
Author(s):  
Thomas Jahn ◽  
Tina Theml ◽  
Janine Diehl ◽  
Timo Grimmer ◽  
Barbara Heldmann ◽  
...  

Zusammenfassung: In den letzten Jahren hat sich die vom Consortium to Establish a Registry for Alzheimer's Disease vorgeschlagene neuropsychologische Testbatterie (CERAD-NP) als Screening-Instrument zur kognitiven Demenzdiagnostik etabliert. Ausführlichere neuropsychologische Untersuchungen folgen demgegenüber dem Flexible Battery Approach. Wir verglichen die differenzialdiagnostische Eignung beider Ansätze bei ambulanten Patienten mit einer beginnenden Alzheimer-Demenz (N = 70) bzw. mit depressiven Störungen (N = 43). Fast alle Kennwerte beider Testbatterien deckten signifikante (p < .0005) Gruppenunterschiede auf, die in Diskriminanzanalysen korrekte diagnostische Klassifizierungsraten zwischen 88 % und 96 % erlaubten. Effektstärken und Klassifikationsstatistiken belegen, dass neben dem Mini-Mental-Status als Teil der CERAD-NP insbesondere Kennwerte der verbalen Gedächtnisleistung, der Visuokonstruktion und der Wortproduktion differenzialdiagnostisch relevant sind. Die ausführlichere neuropsychologische Untersuchungsbatterie war der CERAD-NP hinsichtlich der Identifikation depressiver Patienten überlegen.


2004 ◽  
Vol 15 (1) ◽  
pp. 41-59 ◽  
Author(s):  
Christian P. Müller ◽  
Anja Knoche ◽  
Joseph P. Huston

Zusammenfassung: Kokainkonsumenten sind in der Regel entweder Gelegenheitskonsumenten mit geringem und relativ gut kontrollierbarem Kokainkonsum oder Kokainabhängige, die exzessiv große Mengen Kokain einnehmen (Binge-Taking). Neuropsychologische Untersuchungen bei Gelegenheitskonsumenten mit kleinen bis mittleren Kokaindosen, die geeignet sind, “Euphorie” und “Hochgefühle” auszulösen, ergaben bisher keine Hinweise auf neuropsychologische Funktionsbeeinträchtigungen in der akuten Phase. Vielmehr wurden in der akuten Kokainphase verbesserte Aufmerksamkeitsleistungen und schnellere Reaktionszeiten gemessen, die bis zum Beginn der postakuten Phase anhielten. Explizite Untersuchungen zur postakuten Phase oder Studien über die Effekte von Kokain in einem hohen Dosisbereich liegen derzeit nicht vor. Kokainabhängige weisen in einem Abstinenzzeitraum von bis zu mindestens 3 Monaten neuropsychologische, neurologische und unter Umständen auch psychiatrische Defizite auf. Deutliche Defizite abstinenter Kokainabhängiger wurden bei der Aufmerksamkeitsleistung, der Konzentration, der inhibitorischen Kontrolle und im Gedächtnis gefunden, wobei die verschiedenen Gedächtnistypen unterschiedlich betroffen sind. Kommt es bei Kokainabhängigen zu einer erneuten Kokaineinnahme, d.h. zu einer Binge-Phase, so ist unmittelbar danach in der so genannten Crash-Phase noch zusätzlich mit zum Teil schweren emotional-motivationalen Beeinträchtigungen zu rechnen.


1999 ◽  
Vol 56 (2) ◽  
pp. 94-97 ◽  
Author(s):  
Inglin

Eine Demenzabklärung soll in drei Schritten erfolgen: 1. Zu Beginn jeder Demenzabklärung muß die Frage beantwortet werden, ob überhaupt eine Demenz vorliegt. Insbesondere gilt es, ein Delirium sowie eine leichte kognitive Störung («mild cognitive impairment») abzugrenzen. Zur Demenzdiagnostik gehören eine sorgfältige Anamneseerhebung sowie neuropsychologische Untersuchungen. Demenzscreening-Instrumente sind der Mini-Mental-Status sowie der Uhrentest, in Frühfällen sind umfassendere neuropsychologische Tests durch entsprechende Spezialisten nötig. 2. Bei Bestätigung einer Demenz muß die Frage der Ätiologie beantwortet werden. Internistischer Status, Neuro- und Psychostatus, neuropsychologische Untersuchungen, Laboruntersuchungen sowie meist bildgebende Verfahren und allenfalls weitere Zusatzuntersuchungen vermögen oft die Ursache einer Demenz aufzudecken. Eine frühzeitige Diagnostik hilft vor allem, reversible Prozesse rechtzeitig zu therapieren. 3. Unerläßlicher Bestandteil jeder Demenzabklärung muß schließlich auch die Evaluation der Betreuungssituation sein, mit nachfolgender Beratung.


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