glykämische last
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Der Onkologe ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Sabine Rohrmann ◽  
Silke Hermann

Zusammenfassung Hintergrund Krebs ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland und wird zu einem beträchtlichen Teil durch veränderbare Risikofaktoren verursacht. Fragestellung Welche Assoziationen gibt es zwischen Ernährungsfaktoren und einer Krebsentstehung? Material und Methode Narratives Review, das zur Beantwortung der Fragestellung vor allem systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen heranzieht. Ergebnisse Derzeit werden alkoholische Getränke, rotes und verarbeitetes Fleisch, Salz und die glykämische Last als Risikofaktoren für zumindest einzelne Krebslokalisationen angesehen, während Obst, Gemüse, Ballaststoffe, Kaffee und teils Milch und Milchprodukte als protektive Faktoren gelten. Im Zusammenhang mit Ernährung gilt Adipositas als wichtigster Risikofaktor, der zudem selbst durch Ernährungsfaktoren beeinflusst wird. Zusammengenommen sind diese Faktoren für etwa 18 % aller Krebserkrankungen verantwortlich. Schlussfolgerungen Auch wenn Ernährungsfaktoren nicht an das Präventionspotenzial von Rauchen heranreichen, können sie das Risiko der Tumorentstehung, vor allem im Verdauungsbereich, beträchtlich reduzieren.


2019 ◽  
Vol 14 (01) ◽  
pp. 45-55 ◽  
Author(s):  
Markolf Hanefeld ◽  
Holger Fleischmann ◽  
Andreas Liebl ◽  
Thorsten Siegmund

ZusammenfassungTrotz großer Fortschritte in der Qualität der Diabetestherapie wird der Anteil des Diabetes an der Gesamtsterblichkeit in Deutschland mit ca. 20 % angegeben. Diabetesbezogene Komplikationen sind wieder zum Schicksal vieler Patienten (im Besonderen Senioren) mit langer Diabetesdauer geworden. Die Prävention dieser Komplikationen erfordert eine frühe Diagnose sowie eine rasche und konsequente Glykämiekontrolle für den Erhalt und die Remission der residualen B-Zell-Funktion sowie den Schutz des Endothels vor Gluko- und Lipotoxizität. Die glykämische Last gilt für Makro- und Mikroangiopathien im Prinzip gleichermaßen. Mit den bahnbrechenden Ergebnissen der Outcome-Studien mit SGLT2-Inhibitoren und GLP1-Analoga ist sowohl in den Leitlinien als auch in der täglichen klinischen Praxis Bewegung in die Rangfolge der Antidiabetika gekommen. Angesichts dieser sehr positiven Entwicklung muss insofern das Postulat der frühen Insulintherapie im Rahmen einer individualisierten, risikoadjustierten Behandlung überprüft werden. Dieses White Paper demonstriert anhand von gut dokumentierten, kontrollierten Studien, dass bei klinisch kranken Patienten klare Indikationen für eine initiale, intensivierte Insulintherapie bereits zu Beginn des Diabetes gegeben sind. Die Insulintherapie zeigt im Vergleich zu anderen antidiabetischen Behandlungsstrategien den schnellsten Effekt in Bezug auf die Zielerreichung und Glukolipotoxizität. Im Hinblick auf die überwiegende Multimorbidität der Patienten und langanhaltende Remissionen – bis zu 50 % nach 2 Jahren – ist dies außerdem kosteneffektiv. Allerdings sind die Vorteile der frühen Insulintherapie nicht direkt übertragbar auf den langjährigen Diabetes. Jedoch ändert sich da die Situation, wenn nach Ausschöpfung aller Therapieoptionen für orale Antidiabetika und GLP1-Analoga eine weitere Verschlechterung des Diabetes zu beobachten ist oder diabetesbedingte Komplikationen vermehrt auftreten. In diesen Fällen können die positiven Effekte der frühzeitigen Insulinisierung ebenso in Betracht gezogen werden.


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