internetbasierte interventionen
Recently Published Documents


TOTAL DOCUMENTS

14
(FIVE YEARS 1)

H-INDEX

2
(FIVE YEARS 0)

2021 ◽  
Author(s):  
Adina Kreis ◽  
Jan Becker ◽  
Manfred E. Beutel ◽  
Rüdiger Zwerenz

Zusammenfassung Hintergrund Trotz wachsender empirischer Evidenz zur Wirksamkeit in der Behandlung psychischer Erkrankungen sind internetbasierte Interventionen (IBI) mit geringen Akzeptanz- und hohen Abbruchraten konfrontiert. Akzeptanzfördernde Interventionen (AFI) stellen eine vielversprechende Maßnahme dar, um die Akzeptanz zukünftiger Nutzer*innen zu verbessern. Die Wirksamkeit von AFI auf die Adhärenz, die maßgeblichen Einfluss auf die Wirksamkeit von IBI hat, wurde bisher in nur wenigen empirischen Untersuchungen überprüft. Ziel der Arbeit (Fragestellung) Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Überprüfung des Einflusses einer AFI auf die Akzeptanz, die initiale Nutzung und die Adhärenz des transdiagnostischen psychodynamischen Online-Selbsthilfeprogramms „Die Kraft der eigenen Emotionen nutzen (KEN-Online)“. Material und Methoden Es wurden Routinedaten von 231 Patient*innen ausgewertet, die während ihrer (teil‑)stationären Behandlung im Rahmen einer ins Routinesetting integrierten AFI das Angebot bekommen haben, KEN-Online behandlungsbegleitend zu nutzen. Im Kohortendesign werden Patient*innen, die an einer AFI teilgenommen haben, mit einer historischen Kontrollgruppe von Patient*innen verglichen, die dieses Angebot nicht erhielten. Zudem wird der Zusammenhang zwischen der Einstellung und der Akzeptanz des Programms in der Untersuchungsgruppe (mit AFI) überprüft. Ergebnisse Sowohl die Akzeptanz als auch die initiale Nutzung von KEN-Online waren um knapp 20 % höher (jeweils p < 0,01) unter den Teilnehmenden der AFI-Gruppe, verglichen mit der Kontrollgruppe. In Bezug auf die Adhärenz von KEN-Online zeigte sich ein kleiner Unterschied dahingehend, dass Teilnehmende der Kontrollgruppe signifikant (p < 0,05) mehr Einheiten abgeschlossen haben als Teilnehmende der Interventionsgruppe. Allerdings war der Anteil der „completer“ von KEN-Online mit 13,4 % insgesamt sehr gering. Ein Einfluss der Einstellung auf die Akzeptanz wurde nicht nachgewiesen. Diskussion Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass AFI dazu beitragen können, die Akzeptanz und initiale Nutzung von IBI zu fördern, indem Patient*innen der (teil‑)stationären Routineversorgung standardisiert und strukturiert über die Intervention informiert werden. Hinsichtlich der Förderung der Adhärenz sind jedoch zusätzliche Maßnahmen erforderlich.


Author(s):  
Antonin Fischer ◽  
Anne Katrin Risch ◽  
Gabriele Wilz

Die Übernahme der Betreuung und Pflege eines Angehörigen mit Demenz ist für Familienangehörige oft mit vielfältigsten Belastungen und negativen gesundheitlichen Konsequenzen verbunden. Für die Unterstützung dieser Zielgruppe wurden in den letzten 40 Jahren weltweit eine Vielzahl psychosozialer Interventionen entwickelt und evaluiert. Metaanalytische Untersuchungen sowie Einzelstudien zeigen, dass multimodale und kognitiv-behaviorale Behandlungskonzepte die größten mittleren Effektstärken hinsichtlich gesundheitsbezogener Zielwerte erreichen. Auch in Deutschland wurden diverse psychoedukative, psychotherapeutische und multimodale Konzepte in verschiedenen Settings, unter anderem telefonische und internetbasierte Interventionen untersucht. Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die aktuelle internationale Forschung und stellt ausgewählte Studien zu psychotherapeutischen Interventionsansätzen für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz aus Deutschland vor.


2019 ◽  
Vol 87 (03) ◽  
pp. 165-171
Author(s):  
Dietrich Munz ◽  
Alessa Jansen ◽  
Carolin Böhmig

ZusammenfassungEs steht mittlerweile eine Vielzahl von digitalen Anwendungen zur Verfügung, die die psychotherapeutische Behandlung ergänzen und die Versorgung psychisch kranker Menschen verbessern können, sie können sie jedoch nicht ersetzen. Dazu gehören beispielsweise digitale Anwendungen zur Videokommunikation, die Psychotherapeuten und Patienten die Möglichkeit bieten, auch über Entfernung miteinander zu kommunizieren. Zudem stehen internetbasierte Interventionen wie Internet(behandlungs-)programme und Gesundheits-Apps für die Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen zur Verfügung. Aufgezeigt wird im Folgenden, welche Chancen und Risiken mit dem Einsatz digitaler Anwendungen bei psychischen Erkrankungen verbunden sein können. Damit digitale Anwendungen zu einer Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung beitragen können, müssen sie genauso sorgfältig durchgeführt werden wie eine Behandlung im unmittelbaren Kontakt. Dazu gehört, dass Diagnose, Indikationsstellung und Aufklärung grundsätzlich in unmittelbarem Kontakt zwischen Psychotherapeut und Patient erfolgen müssen. Dargestellt ist außerdem, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen aktuell den Einsatz digitaler Anwendungen in der psychotherapeutischen Versorgung regeln.


Author(s):  
Jan Philipp Klein ◽  
Thomas Berger ◽  
Ulrich Voderholzer

2018 ◽  
Vol 19 (04) ◽  
pp. 66-70
Author(s):  
Kathrin Bernardy ◽  
Maren Töpper ◽  
Andreas Schwarzer ◽  
Christiane Hermann

Internetbasierte Interventionen und Apps für mobile Endgeräte werden als große Chance für die Verbesserung der Versorgung von chronischen Schmerzpatienten diskutiert. Trotz teilweise beeindruckender Wirksamkeitsnachweise ist bisher noch kein durchgreifender Transfer in den Versorgungsalltag gelungen. In diesem Artikel werden Vor- und Nachteile sowie Risiken dieser Verfahren skizziert und bespielhaft einzelne Programme vorgestellt.


Author(s):  
Jan Philipp Klein ◽  
Thomas Berger ◽  
Ulrich Voderholzer

2017 ◽  
Vol 44 (08) ◽  
pp. 476-478 ◽  
Author(s):  
Susanne Röhr ◽  
Janine Stein ◽  
Tobias Luck ◽  
Steffi Riedel-Heller

2017 ◽  
Vol 36 (06) ◽  
pp. 459-466 ◽  
Author(s):  
K. Härpfer ◽  
T. Bschor

ZusammenfassungDie Anzahl an Patienten, die sich wegen einer psychischen Erkrankung behandeln lassen, steigt stetig. Gleichzeitig besteht eine angespannte psychotherapeutische Versorgungssituation, die zu langen Wartezeiten führt. Interventionen aus dem Bereich “E-Mental-Health” könnten dabei eine effektive und rasche Abhilfe darstellen und erste Studien liefern Evidenz dafür, dass internetbasierte Interventionen Wirkung zeigen. Da viele deutschsprachige Programme noch unbekannt sind, wurde eine standardisierte Internetrecherche durchgeführt, die 19 internetbasierte Interventionen aus den Bereichen Angsterkrankungen, Depressionen sowie Stress und Burnout ergab. Diese unterscheiden sich hinsichtlich des Aufbaus, der Inhalte, der medialen Aufbereitung, der therapeutischen Einbindung, der Kosten und der Verfügbarkeit einer Demoversion. Dennoch bleiben im Bereich “E-Mental-Health” zuweilen konkrete Fragen ungeklärt, wie beispielsweise die Qualität von internetbasierten Interventionen, die Erfüllung der beruflichen Sorgfaltspflicht oder die Einhaltung des Datenschutzes.


Sign in / Sign up

Export Citation Format

Share Document