psychosoziale probleme
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2020 ◽  
Author(s):  
Jana Langbrandtner ◽  
Gero Steimann ◽  
Christoph Reichel ◽  
Bernd Bokemeyer ◽  
Angelika Hüppe

Zusammenfassung Ziel der Studie Betroffene mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung (CED) sind durch die spezifische Krankheitssymptomatik sowie psychosoziale Probleme oftmals in ihrer beruflichen Teilhabe und Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Angezielt wurden eine multiperspektivische Exploration der berufsbezogenen Problemlagen von CED-Betroffenen sowie die Ableitung bedarfsgerechter Unterstützungsangebote für den rehabilitativen Sektor. Methodik Dazu wurden Längsschnitt-Einzelinterviews mit erwerbstätigen CED-Rehabilitanden zu 2 Messzeitpunkten (N=12), Querschnitt-Einzelinterviews mit erwerbstätigen CED-Patienten in gastroenterologischer Facharztbetreuung (N=7), 4 Fokusgruppeninterviews mit Reha-Mitarbeitern (N=27) und leitfadengestützte Experteninterviews (N=8) durchgeführt. Die Auswertung der Interviewdaten erfolgte in MAXQDA mittels inhaltlich-strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse. Ergebnisse Die Aussagen der 4 unterschiedlichen Untersuchungsgruppen bilden ein ähnliches Gesamtspektrum der erwerbsbezogenen Probleme von CED-Betroffenen ab und weisen auf vielfältige körperliche und psychosoziale Beeinträchtigungen im Arbeitsleben hin. Berichtet werden körperliche wie kognitive Einschränkungen, Müdigkeit, Schmerzen und psychosoziale Barrieren, die oftmals mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz verbunden sind. Hinzu treten Einschränkungen und Belastungen, die aus gesundheitsschädlichen berufsbezogenen Verhaltensweisen resultieren. Unter den erwerbstätigen Betroffenen zeigte sich ein erhöhter Bedarf an berufsbezogenen rehabilitativen Angeboten. Eine intensivere Ausrichtung der Reha-Inhalte auf berufliche Probleme sowie ein erweitertes Schulungs- und Beratungsangebot zur Aneignung bzw. zur Erweiterung persönlicher arbeitsrelevanter Kompetenzen waren für die meisten Betroffenen für eine weitere Teilhabe am Arbeitsleben von zentraler Bedeutung. Schlussfolgerung Die Studienergebnisse bilden die Bandbreite von Problemen im Arbeitsleben von CED-Betroffenen ab und liefern wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung von bedarfsgerechten Unterstützungsangeboten im rehabilitativen Versorgungssektor. Die Ergebnisse legen nahe, dass die CED-Reha stärker auf die Bedürfnisse von chronisch kranken Erwerbstätigen zugeschnitten werden könnte. Standardmäßige Reha-Inhalte sollten mehr auf den Umgang mit Herausforderungen am Arbeitsplatz ausgerichtet werden. Ein stärkerer Berufsbezug sowie ein standardisiertes Screening auf berufsbezogene Probleme und eine kompetenzfördernde Ausrichtung der CED-Rehabilitation dürften das Spektrum bestehender Angebote erweitern und könnten mittel- bzw. langfristig zur Erhaltung der Erwerbstätigkeit beitragen.


2020 ◽  
Vol 70 (01) ◽  
pp. 9-10
Author(s):  
Anja Mehnert-Theuerkauf

Die Überlebensaussichten von Krebspatientinnen und Krebspatienten haben sich in den letzten 30 Jahren deutlich verbessert und die Anzahl der Menschen, die mit und nach einer Krebserkrankung leben („Cancer Survivors“), steigt weltweit an 1 2. Das Thema „Leben mit oder nach einer Krebserkrankung“ steht im Fokus zahlreicher internationaler Studien, die neben den körperlichen vor allem auch die psychosozialen Langzeit- und Spätfolgen aufzeigen 3 4 5. Viele Patienten, bei denen Krebs in einem frühen Stadium diagnostiziert wurde, weisen relativ bald nach Behandlungsende wieder eine vergleichbare Lebensqualität im Vergleich zu Personen ohne Krebserkrankung in der Vorgeschichte auf 6 7. Bei vielen (ehemals) Erkrankten treten nach invasiveren Krebstherapien jedoch körperliche, funktionelle und psychosoziale Probleme auf, die nach dem Ende der primären Therapie noch Jahre anhalten, d. h. chronisch oder irreversibel werden oder in der Folge erst spät auftreten können 3.


2019 ◽  
Vol 98 (09) ◽  
pp. 603-604
Author(s):  
Jörg Lindemann

Sirin S et al. Psychosocial effects of otoplasty in adult patients: a prospective cohort study. Eur Arch Otorhinolaryngol 2019: 276: 1533–1539 Die operative Korrektur abstehender Ohren ist der häufigste ästhetische Eingriff im Alter unter 18 Jahren. Der psychosoziale Nutzen: Weniger Ängste, ein höheres Selbstwertgefühl und eine bessere Körperbildwahrnehmung. Ob Erwachsene gleichermaßen profitieren, ist bislang nur unzureichend untersucht. Eine Studie der türkischen Universität Kocaeli ist dieser Frage nachgegangen.


2018 ◽  
Vol 75 (1) ◽  
pp. 45-49
Author(s):  
Anastasia Theodoridou

Zusammenfassung. Früherkennung von Psychosen, im Sinn der Prävention von Psychosen, hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Hierbei sind vor allem psychopathologische Ansätze vielversprechend und spiegeln sich wider in den attenuierten und transienten Positivsymptomen der «ultra high risk»-Kriterien und den «cognitive disturbances» aus den Basissymptom-Kriterien. Gemäss der Empfehlung der Europäischen Psychiatrischen Vereinigung (EPA) stellen sie die derzeit bestuntersuchtesten diagnostischen Kriterien eines Psychoserisiko-Syndroms dar. Komorbide psychische Störungen und psychosoziale Probleme sind zudem häufig Anlass für eine Behandlung in diesem Stadium.


2014 ◽  
Vol 71 (8) ◽  
pp. 490-496
Author(s):  
Jan Fehr ◽  
Verena Schärer ◽  
Cédric Hirzel ◽  
Andri Rauch

Infektionen mit Hepatitis B und C Viren gehören zu den häufigsten Todesursachen von HIV-positiven Patienten. Abklärung und Behandlung dieser Infektionen sind kompliziert. Einerseits erschweren häufig psychosoziale Probleme und Begleiterkrankungen eine korrekte Abklärung und Therapie. Andererseits ist die Entwicklung der Behandlungsstrategien – insbesondere bei der Hepatitis C – rasant, was niederschwellige Therapieangebote außerhalb spezialisierter Zentren erschwert. Eine Verbesserung der Behandlungsrate und optimale Therapieerfolge können nur durch enge Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und spezialisierten Zentren erreicht werden.


2012 ◽  
Vol 26 (3) ◽  
pp. 197-212 ◽  
Author(s):  
Gabriele Faust ◽  
Jens Kratzmann ◽  
Franziska Wehner

Zusammenfassung: Der Schuleintritt gilt als kritische Schwelle im Leben und in den Bildungskarrieren von Kindern. An Daten der BiKS-Längsschnittstudie 3–10 wurden auf der Basis von Eltern- und Lehrerangaben zu vier Messzeitpunkten jeweils neun und drei Monate vor und nach dem Schuleinstieg der Kinder (N = 554 aus 97 Kindergartengruppen in Bayern und Hessen) zwei Fragen überprüft: (1.) Werden psychosoziale Probleme im Zusammenhang mit dem Schuleintritt besser vom Transitionsansatz oder von der «paradoxen» Theorie Caspi und Moffits vorausgesagt? Mit Hilfe von Latent-Change-Modellen zeigt sich für die drei untersuchten Subskalen der Child Behavior Check List (CBCL), dass die Ausgangsmittelwerte sehr niedrig sind und sich kaum verändern. Dies spricht für bereits länger andauernde Verhaltens- und Persönlichkeitsprobleme bei den wenigen Kindern, bei denen der Übergang mit Problemen einhergeht, was die “paradoxe” Theorie Caspi und Moffitts bestätigt und möglichst frühe Interventionen in der Kindertageseinrichtung nahe legt. (2.) In einer zweiten Fragestellung wird regressionsanalytisch untersucht, inwieweit individuelle, familiäre und institutionelle Prädiktoren einen erfolgreichen Schuleintritt beeinflussen. Erwartet wird, dass Mädchen, Kinder mit besseren Vorkenntnissen und aus höher gebildeten Elternhäusern sowie ältere Kinder einen besseren Schulstart haben und dass Schulvorbereitung im Kindergarten und Kooperationsmaßnahmen von Kindergarten und Grundschule einen Schutz für Schulanfänger darstellen. Während die Hypothesen zu den individuellen Prädiktoren und zum familiären Bildungsniveau bestätigt werden, sind die institutionellen Prädiktoren weitgehend ohne Einfluss.


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