proximale tibia
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2018 ◽  
Vol 27 (02) ◽  
pp. 99-103
Author(s):  
J. Flechtenmacher ◽  
P. Stumpp ◽  
A. Roth ◽  
R. Hennings

ZusammenfassungKnochenmarködeme (KMÖ) am Kniegelenk werden aufgrund der breiten Verfügbarkeit der MRT zunehmend häufiger diagnostiziert und können Ausdruck einer Stressfraktur (SF) sein. SF umfassen sowohl Ermüdungs- als auch Insuffizienzfrakturen. Meist treten zunächst lokalisierte Schmerzen unter Belastung auf. Später kann ein Progress bis hin zu immobilisierenden Schmerzen stattfinden. Bis zu 95 % der Stressfrakturen finden sich an der unteren Extremität. Die proximale Tibia ist selten betroffen, meist liegt eine einseitige Manifestation vor. Ursächlich für ein KMÖ am Knie sollten differentialdiagnostisch eine spontane Osteonekrose (M. Ahlbäck), sekundäre Osteonekrosen wie auch das transiente Knochenmarködem-Syndrom in Betracht gezogen werden. Diese können mit sekundären Schäden der Gelenkoberflächen einhergehen. Die MRT stellt den Goldstandard in der Diagnose und Differenzialdiagnostik von Stressfrakturen dar.Wir berichten über eine 24-jährige Patientin mit zum Teil immobilisierenden, atraumatischen Schmerzen der Hüft- und Kniegelenke. Die laborchemische Diagnostik zeigte keine Hinweise auf eine Erkrankung des rheumatologischen Formenkreises, eine reaktive Arthritis oder Osteomyelitis. Die MRT der Kniegelenke ergab den seltenen Fall einer beidseitigen Stressfraktur in der medialen proximalen Tibia. Unter konservativer Therapie mit Belastungsreduktion und Analgesie nach Schmerzniveau wurde die Patientin schmerzfrei. In den Verlaufs- MRT 8 Wochen später konnte eine Restitutio ad integrum der SF bestätigt werden.Für Stressfrakturen der proximalen Tibia liegen wenige Arbeiten bezüglich der besten Therapiemöglichkeit vor. Als „first line” Therapie steht die konservative Therapie mit Belastungsreduktion oder ggf. vollständiger Entlastung sowie Analgesie mit nichtsteroidalen Antirheumatika zur Verfügung. Alternativ kann bei fehlendem Ansprechen ein Off-Label-Use Therapieversuch mit Bisphosphonaten, Iloprost oder Denosumab in Betracht gezogen werden. Daten zur operativen Therapie von Stressfrakturen der proximalen Tibia liegen nicht vor. Dementsprechend sollte die Indikation zurückhaltend gestellt werden.


2010 ◽  
Vol 18 (5) ◽  
pp. 150-150
Author(s):  
J. T. Winkelhorst ◽  
M. H. Raber ◽  
A. D. P. van Walsum ◽  
A. J. S. Renard
Keyword(s):  

2009 ◽  
Vol 17 (2) ◽  
pp. 47-49
Author(s):  
D. R. J. Kempink ◽  
van der Velde ◽  
J. H. Hegeman
Keyword(s):  

2008 ◽  
Vol 16 (6) ◽  
pp. 165-171
Author(s):  
M. M. E. Wijffels ◽  
S. B. de Haseth ◽  
P. Ott ◽  
S. A. G. Meylaerts ◽  
G. R. Roukema ◽  
...  

2007 ◽  
Vol 27 (03) ◽  
pp. 162-168
Author(s):  
Volkmar Jansson ◽  
Per-Ulf Tunn ◽  
Hans Dürr

Zusammenfassung80% aller malignen Skelettläsionen sind metastatisch bedingt. Die häufigsten Karzinome, deren Knochenmetastasen eine operative Konsequenz nach sich ziehen, sind das Mammakarzinom (25%), das Nierenzellkarzinom (20%) und das Bronchialkarzinom (14%). Metastasen anderer Karzinome wie die des Prostatakarzinoms sind zwar sehr häufig, aber durch ihren dominierend osteoblastischen Charakter Domäne der konservativen Therapie. Neben der Biopsie zur diagnostischen Klärung steht die Prophylaxe und Therapie von Frakturen, Spinalkanalkompressionen und Instabilitäten im Vordergrund. Kurative Ansätze mögen sich im Einzelfall, besonders beim Nierenzellkarzinom, ergeben. Etwa zwei Drittel der Patienten weist zum Operationszeitpunkt eine Disseminierung der Erkrankung auf. Typische Lokalisationen der operativen Versorgung sind die Wirbelsäule, das Becken und die untere Extremität, hier vor allem das Femur und die proximale Tibia. Aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes der Patienten ist die Komplikationsrate und Frühletalität vergleichsweise hoch. Die akzidentielle intraläsionale Versorgung primärer Knochensarkome muss vermieden werden. Mammakarzinommetastasen zeigen zum einen eine hohe Rekalzifizierungsrate nach Bestrahlung, zum anderen ist ein prognostischer Effekt eines radikal resezierenden Ansatzes nicht erwiesen. Die Therapie wird deshalb in vielen Fällen funktionserhaltend intraläsional mit zusätzlicher adjuvanter Bestrahlungsein. Die Prognoseist stark stadienabhängig, bei isolierten Läsionen mit fast 50% Überleben nach fünf Jahren vergleichsweise gut. Patienten mit Bronchialkarzinom verstarben in einer eigenen Untersuchung unabhängig vom operativen Vorgehen zu 80% im erstem Jahr. Die Therapie ist mit Zurückhaltung zu wählen. Patiente mit Nierenzellkarzinomen haben zum einen die Chance auf langfristigestumorfreies Überleben bei Resektion auch mehrerer Metastasen, zum anderen ist die Strahlen-und systemische Therapie wenig wirksam, so dass nach intraläsionalem Vorgehen auftretende Lokalrezidive schwierig zu therapieren sind. Marknagelungen sollten bei diesen Patienten vermieden und Resektionen mit gegebenenfalls endoprothetischem Ersatz bevorzugt werden. Das Überleben im eigenen Krankengut liegt aktuell über alle Stadien bei 20% nach fünfJahren.


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