untere extremität
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2021 ◽  
Vol 35 (02) ◽  
pp. 88-94
Author(s):  
Kai Fehske ◽  
Christoph Lukas ◽  
Andreas Bischoff ◽  
Werner Krutsch ◽  
Olaf Hoos ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Eingangsuntersuchungen sind wichtig, um Aussagen über die Gesundheit treffen zu können. Diese Untersuchungen beinhalten etablierte internistisch-kardiologische Testverfahren sowie eine orthopädische Beurteilung des Bewegungsapparats. In den großen Mannschaftsportarten ist die Lizensierung der Spieler eng an die medizinischen Eingangsuntersuchungen geknüpft. Die vorgeschriebenen Eingangsuntersuchungen bilden jedoch lediglich den aktuellen Gesundheitszustand ab und lassen nur indirekte Aussagen über die Funktions- und Leistungsfähigkeit des Athleten zu. Somit wurde in den letzten Jahren versucht, diese Lücke durch eine Erweiterung in Richtung sportartspezifische Leistungsdiagnostik zu schließen. Sollte sich der Athlet verletzen, können die erhobenen Baseline-Werte als Maßstab genutzt werden, um das Monitoring des Sportlers im Rehabilitationsprozess zu unterstützen und einen sicheren Übergang zurück zum Wettkampf zu begleiten. Dies ist ein entscheidender Vorteil in der Return-to-Play-Diagnostik. Material und Methoden Aufgrund der Annahme, dass nur ein gesunder Spieler seine volle Leistungsfähigkeit abrufen kann, wurde von der Saison 2012/2013 für 5 aufeinanderfolgende Spielzeiten im Rahmen der medizinischen Eingangsuntersuchungen zusätzlich die Basketball-spezifische, konditionelle Leistungsfähigkeit der Spieler eines Basketball-Bundesligisten überprüft. Diese Werte wurden prospektiv mit den stattgehabten Verletzungen korreliert. Ergebnisse Insgesamt wurden 71 Spieler in jeweils 5 verschiedenen Kategorien (u. a. Sprungkraft, Agilität, Sprintfähigkeit) getestet. Im Untersuchungszeitraum ereigneten sich 142 Verletzungen, die im Mittel zu einer Ausfallzeit von 23 Tagen (Range 1–347 Tage) führten. Die Verletzungen betrafen zumeist die untere Extremität, wobei Sprunggelenk, Oberschenkel und Kniegelenk am häufigsten betroffen waren. Es zeigte sich ein deutlicher Trend dahingehend, dass Spieler mit einer schwächer ausgeprägten Richtungsänderungsschnelligkeit häufiger Verletzungen erlitten (r = 0,34; p = 0,029) und Spieler, die im YoYo-Test signifikant schlechter abschnitten, häufiger von Oberschenkelverletzungen betroffen waren (r = 0,266; p = 0,012). Schlussfolgerung Als Instrument zur Prävention sind medizinische Eingangsuntersuchungen nicht nur im Profisport essenziell, um Sportverletzungen oder Sportschäden aufzeigen bzw. ausschließen zu können. Die Erweiterung in Richtung sportartspezifische Leistungsdiagnostik liefert Informationen über Defizite bezogen auf Agilität und Ausdauer, die die Entstehung einer Verletzung begünstigen können. Darüber hinaus bieten die Untersuchungen auch die Möglichkeit, die erhobenen Werte als Baseline zu nutzen, die im Falle einer Verletzung den Fortschritt der Rehabilitation objektiv erfassbar machen und eine sichere Rückkehr zum Wettkampf ermöglichen.


Phlebologie ◽  
2020 ◽  
Vol 49 (06) ◽  
pp. 363-377
Author(s):  
Christoph Kalka

ZusammenfassungAnatomie, Morphologie und Hämodynamik sind elementare Bausteine der Gefäßmedizin. Insbesondere die Kenntnis der Anatomie der Arterien der unteren Extremität ist für weiterführende diagnostische Maßnahmen wie die farbkodierte Duplexsonografie von großer Bedeutung. Der vorliegende Artikel zeigt pragmatisch in parallelen Bildern den anatomischen Verlauf der Beinarterie zum Skelett, die Projektion der Anatomie auf die Haut mit der erforderlichen Schallkopfführung und den sonografischen Normalbefund.


Praxis ◽  
2020 ◽  
Vol 109 (14) ◽  
pp. 1121-1126
Author(s):  
Benedikt Gasser

Zusammenfassung. Skitourengehen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Neben positiven Aspekten sind jedoch auch Gefahren damit verbunden, wobei insbesondere auch Stürze genannt werden müssen. Anhand des Zentralregisters des SAC (Schweizerischer Alpenclub) konnten insgesamt 756 männliche und 593 weibliche Fälle von Stürzen in der zehnjährigen Periode von 2009 bis 2018 mit Hilfe des NACA-Scores und von Fallberichten analysiert werden. Dabei zeigte sich, dass bei Frauen rund 90 % und bei den Männern rund zwei Drittel der analysierten Fälle die untere Extremität betrafen, wobei die überwiegende Mehrzahl Verletzungen am Knie mit 55 % bei den Frauen und 43 % bei den Männern waren. Diese Befunde könnten durch ein nicht optimales Bindungsverhalten verursacht sein, weshalb empfohlen wird, die Bindungen nicht zu hart einzustellen und das richtige Auslöseverhalten entsprechend regelmässig zu testen.


2020 ◽  
Vol 52 (06) ◽  
pp. 505-517
Author(s):  
Michael Sauerbier ◽  
Nikolai Kuz ◽  
Andres A. Maldonado ◽  
Reinhard Hoffmann

Zusammenfassung Hintergrund Langstreckige ossäre Defekte der Extremitäten nach Trauma und Tumorresektion stellen eine große Herausforderung an das plastisch-rekonstruktiv tätige Chirurgenteam dar. Die Defektrekonstruktion mittels freier mikrochirurgischer Fibulatransplantation ist eine Standardmethode, bleibt jedoch mit einer nicht unerheblichen Komplikationsrate behaftet. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine aktuelle Übersicht zu den diversen Rekonstruktionsverfahren zu geben und anhand einer persönlichen Fallserie die eigenen Erfahrungen mit der freien Fibulatransplantation mitzuteilen. Patienten und Methoden Die Literaturrecherche zum Thema erfolgte über Pubmed und Web of Science, die retrospektive Datenerhebung des Eigenkollektivs des Seniorautors (MS) unter Einbeziehung von klinischen und radiologischen Daten. Ergebnisse Von 2007 bis 2018 wurde bei 11 Patienten eine freie Fibulatransplantation durchgeführt. In 4 Fällen war eine Pseudarthrose, in 3 eine Osteitis und in 2 Fällen ein Tumor für die Defektentstehung an den Extremitätenknochen ursächlich. Bei 2 Patienten lag eine Defektfraktur infolge eines Hochenergietraumas vor. In 9 Fällen war die obere, in 2 die untere Extremität betroffen. Bei 4 Patienten wurde ein osteoseptokutanes Transplantat entnommen, bei 2 davon kam es zum Verlust der Hautinsel postoperativ. Die Längen der Fibulatransplantate betrugen zwischen 5 und 22 cm. In allen Fällen war die knöcherne Integration des Transplantats vollständig. Das nach Physiotherapie erzielte Bewegungsausmaß der betroffenen Extremität war sehr gut bis befriedigend. Schlussfolgerung Die langstreckige ossäre Defektrekonstruktion mittels freier Fibula ist zweifelsohne eine Standardmethode, bedarf bei beschriebener hoher Komplikationsrate eine strenge Indikationsstellung unter Berücksichtigung alternativer Verfahren. Eine enge Kooperation zwischen plastisch-rekonstruktiven und unfallchirurgisch-orthopädischen Disziplinen ist unverzichtbar.


2020 ◽  
Vol 34 (04) ◽  
pp. 188-196
Author(s):  
Benigno Florido Prados ◽  
Jon Salmanton-Garcia ◽  
Viola Bullmann ◽  
Emmanouil Skouras
Keyword(s):  

Zusammenfassung Einleitung In den letzten Jahrzehnten wurden Verletzungsmuster im Zusammenhang mit Trampolinspringen und Indoor-Trampolinparks (ITP) in mehreren Studien untersucht, jedoch zeigten diese unterschiedlichste Ergebnisse. Da in Deutschland bislang keine derartige Arbeit veröffentlicht wurde, war das Ziel der vorliegenden Studie, die spezifischen Trampolinpark-assoziierten Verletzungsmuster in unserer Bevölkerung zu analysieren. Methode Retrospektiv wurden alle Patienten, die zwischen dem 01.10.2016 und dem 30.04.2018 eine ITP-bedingte Verletzung erlitten hatten, in die Studie eingeschlossen. Die Patientendaten beinhalteten neben demografischen Angaben wie Alter und Geschlecht auch Angaben zur verletzten Körperregion, Verletzungsdiagnose, Dauer der Aufnahme und Behandlung (operativ/konservativ). Ergebnisse Im Betrachtungszeitraum von 19 Monaten erlitten 258 Patienten ITP-assoziierte Verletzungen. Bei 250 Patienten wurde eine ITP-bedingte Verletzung als Monoverletzung diagnostiziert. Das durchschnittliche Alter der Verletzten betrug 22 Jahre (IQR 15–28). 126 (50,4 %) der Verletzungen traten dabei bei Männern und 124 (49,6 %) bei Frauen auf. 168 (67,2 %) Verletzungen betrafen die untere Extremität (UE). Verstauchungen (n = 114; 45,6 %) und Frakturen ohne Luxation (n = 59; 23,6 %) waren die am häufigsten gestellten Diagnosen. Männer litten signifikant häufiger an Verletzungen der oberen Extremität (26,2 vs. 9,7 %; p = 0,010), während bei Frauen signifikant häufiger die UE betroffen war (79,8 vs. 54,8 %; p < 0,001). Insgesamt wurden 45 (18 %) Patienten stationär in unserem Krankenhaus aufgenommen, davon mussten 25 (10,0 %) Patienten operiert werden. 8 (3,1 %) Patienten erlitten Verletzungen an mehr als 1 Körperregion. Schlussfolgerung ITP-bedingte Verletzungen traten in der zugrunde liegenden Studie bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern auf. Die untere Extremität war in jedem Alter die am häufigsten betroffene Körperregion. Insgesamt gilt es festzustellen, dass Trampolinpark-assoziierte Verletzungen ein vielfältiges Bild zeigen und aufgrund dieses sehr heterotopen Verletzungsmusters die Behandlung moderne Unfallchirurgen vor große Herausforderungen stellen kann.


Author(s):  
Jürgen B. Bruns ◽  
Alexander J.S. Bruns
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Jürgen B. Bruns ◽  
Alexander J.S. Bruns
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