genomweite assoziationsstudie
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2021 ◽  
Vol 146 (19) ◽  
pp. 1287-1290
Author(s):  
Frank Moosig ◽  
Julia U. Holle

Was ist neu? Remissionsinduktion bei Granulomatose mit Polyangiitis (GPA)/mikroskopischer Polyangiitis (MPA) Das Komplementsystem spielt in der Pathogenese, anders als früher vermutet, eine bedeutsame Rolle. Durch diese Erkenntnis war es möglich, einen vollständig neuen Therapieansatz zu etablieren. Die Blockade des C5a-Rezeptors mit Avacopan erwies sich in klinischen Studien als effektiv und ermöglichte erstmals eine (fast) GC-freie Remissionsinduktion. Avacopan ist eine kleines, gezielt eingreifendes Molekül und wird absehbar in die Therapie der GPA/MPA Einzug halten. Die therapeutische Bedeutung der Plasmapherese tritt weiter in den Hintergrund. Diese Therapieform bleibt aktuell wenigen Ausnahmesituationen vorbehalten und kann nicht mehr generell bei Glomerulonephritis oder pulmorenalem Syndrom empfohlen werden. Therapieprotokolle mit vermindertem GC-Einsatz zeigen ähnlich gute Erfolge wie Hochdosisprotokolle. Der GC-Einsatz kann daher weiter limitiert werden. GPA/MPA-Remissionserhaltung Vor allem die MAINRITSAN-Studien zeigen, dass Rituximab dem Azathioprin in der Remissionserhaltung überlegen ist und dass eine längere Erhaltungstherapie, insbesondere bei Risikopatienten, mit klinisch relevant geringeren Rezidivraten einhergeht. Genetik der eosinophilen Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) Trotz der Seltenheit der EGPA konnte ein internationales Konsortium eine genomweite Assoziationsstudie (GWAS) durchführen. Hierbei bestätigte sich auch auf der genetischen Ebene der klinische Eindruck zweier distinkter Subgruppen. Es kann ein mehr vaskulitisch geprägter Subtyp von einem durch die Eosinophilie dominierten unterschieden werden. Diese Ergebnisse werden für zukünftige Therapiekonzepte relevant sein. EGPA-Therapie Die bisher größte RCT bei EGPA wies eine verminderte Rezidivrate sowie einen GC-einsparenden Effekt eines Anti-IL-5-Antikörpers (Mepolizumab) nach. Der klinische Nutzen bestätigte sich in einer weiteren Analyse der Daten und auch in der „Real Life“-Anwendung.


2021 ◽  
Vol 146 (03) ◽  
pp. 176-180
Author(s):  
Ralph Kettritz

Was ist neu? Hyponatriämie und klinische Symptome Neuere Untersuchungen veranschaulichen das breite Spektrum der klinischen Hyponatriämie-assoziierten Symptome und weisen auf erhebliche kognitive Einschränkungen bei bereits milder Hyponatriämie hin. Hyponatriämie und ihre Ursachen Eine genomweite Assoziationsstudie (GWAS) identifizierte bei Patienten mit Thiazid-induzierter Hyponatriämie ADH-unabhängige „loss-of-function“-Mutationen, die zu einer verminderten Aktivität des Prostaglandin-Transporters im Sammelrohr der Nieren führen. Diese genetische Prädisposition verstärkt die Aquaporin-2-Expression und begünstigt die Wasserrückresorption. Auch andere Medikamente wie Fluconazol können ADH-unabhängige Wirkungen auf AQP2 und die Wasserrückresorption entfalten. Akute vs. chronische Hyponatriämie und Korrekturgeschwindigkeit Etwa 25–50 % der Hyponatriämie-Patienten erfahren eine Überkorrektur mit zu schnellem Anstieg des Serum-Na+. Die Bestimmung von Urin-Osmolarität und freier Wasser-Clearance kann helfen Überkorrekturen zu vermeiden. Aktuelle Studien Neben etablierten SIADH-Therapien wie Flüssigkeitsrestriktion, hyperosmolaren Salzinfusionen und Harnstoffgabe wird gegenwärtig der Wert von SGLT2-Inhibitoren zur Behandlung von Patienten mit Hyponatriämie untersucht.


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