Die Rolle der Inflammation beim diabetischen Makulaödem
Der Gehalt des Glaskörpers an vaskulärem endothelialem Wachstumsfaktor (VEGF), löslichem VEGF-Rezeptor 2 (sVEGFR-2), löslichem interzellulärem Adhäsionsmolekül 1 (sICAM-1), Monozyten-chemotaktischem Protein 1 (MCP-1) und Pentraxin 3 (PTX3) wurde bei 36 Patienten mit diabetischem Makulaödem (DMÖ) und 15 Patienten mit Makulaforamen (MF) mittels Enzymimmunoassay (enzyme-linked immunosorbent assay) bestimmt. Die Tyndall-Werte wurden mit einem Laser-Flare-Meter ermittelt und das Makulaödem mittels optischer Kohärenztomografie untersucht. Der Gehalt des Glaskörpers an VEGF, sVEGFR-2, sICAM-1, MCP-1 und PTX3 war bei den Patienten mit DMÖ signifikant höher als bei denen mit MF. Zwischen dem Glaskörper-Gehalt an sVEGFR-2 und den Konzentrationen von sICAM-1, MCP-1 und PTX3 bestand eine signifikante Korrelation. Der Tyndall-Wert korrelierte signifikant mit dem Glaskörper-Gehalt an sVEGFR-2, sICAM-1, MCP-1 und PTX3. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Entzündungsfaktoren bei DMÖ-Patienten eine erhöhte Gefäßpermeabilität induzieren und zur Unterbrechung der Blut-Kammerwasser-Schranke führen könnten. Übersetzung aus Noma H, et al: Role of inflammation in diabetic macular edema. Ophthalmologica 2014;232:127-135 (DOI: 10.1159/000364955)