Kapitel 18 Lokale Tumorkontrolle - Effizienz kurativer Verfahren

Author(s):  
H. Sommerkamp ◽  
J. E. Altwein
2003 ◽  
Vol 141 (S 1) ◽  
Author(s):  
F Popken ◽  
DP König ◽  
S Fürderer ◽  
J Michael ◽  
G Winnekedong ◽  
...  

2003 ◽  
Vol 03 (01) ◽  
pp. 21-30
Author(s):  
Gabriele Calaminus ◽  
Ulrich Göbel ◽  
Susanne Koch ◽  
Piroska Schmidt ◽  
◽  
...  

ZusammenfassungDie Keimzelltumoren bei Kindern und Jugendlichen umfassen eine heterogene Gruppe von Tumoren. Sie treten entsprechend der Namensgebung in den Keimdrüsen auf, bei Kindern jedoch relativ häufiger an anderen mittelliniennahen Lokalisationen wie der Steißbeinregion, dem Mediastinum und dem zentralen Nervensystem. Hierdurch erklärt sich die Notwendigkeit der interdisziplinären Behandlung im Rahmen der aktuellen Therapieoptimierungsprotokolle. Keimzelltumoren zeigen ein charakteristisches Muster der Alters- und Geschlechtsverteilung in Bezug auf die verschiedenen Lokalisationen und histologischen Subentitäten mit unterschiedlicher Tumorbiologie und Prognose. Allen Tumoren ist jedoch der zelluläre Ursprung von der totipotenten primordialen Keimzelle gemeinsam. Dabei leiten sich Tumoren verschiedener Lokalisationen offensichtlich von verchiedenen Entwicklungsstadien dieser primordialen Keimzellen ab.Die Labordiagnostik bei Keimzelltumoren beinhaltet die Messung der Tumormarker AFP und β-HCG. Die moderne Schnittbilddiagnostik ist spezifisch für die einzelnen Lokalisationen zu erstellen und hat mögliche lokale Ausbreitungswege sowie jeweils typische Metastasierungswege zu berücksichtigen. Die Therapie folgt einem multimodalen Therapiekonzept, das seit der Einführung der platinhaltigen Chemotherapie einen wichtigen Durchbruch erzielt hat. Dennoch ist nach wie vor die lokale Tumorkontrolle anzustreben, die meist durch eine komplette Tumorresektion erreicht wird. Bei großen oder infiltrierend wachsenden Tumoren ist es sinnvoll, eine präoperative Chemotherapie durchzuführen, da so die komplette Resektion erleichtert bzw. verstümmelnde Operationen vermieden werden. Bei Keimzelltumoren des ZNS kommt der Strahlentherapie die zentrale Aufgabe für die lokale Tumorkontrolle zu. Insgesamt ist die Prognose der malignen Keimzelltumoren bei Kindern und Jugendlichen als günstig zu werten. Zukünftige Aufgaben liegen in einer optimierten Therapiestratifizierung anhand klinischer und molekularbiologischer Parameter im Rahmen prospektiver Therapieoptimierungsprotokolle.


2002 ◽  
pp. 236-251 ◽  
Author(s):  
M.G Mack ◽  
R. Straub ◽  
K. Eichler ◽  
D. Woitaschek ◽  
M. Böttger ◽  
...  

2021 ◽  
Vol 78 (7) ◽  
pp. 349-358
Author(s):  
Frank Zimmermann ◽  
Anna-Lena Eberhardt ◽  
Robert Förster ◽  
Daniel R. Zwahlen

Zusammenfassung. Die modernen Verfahren in der Umsetzung einer Strahlentherapie, von der kritischen Indikationsstellung über die sorgfältige Therapieplanung bis hin zur präzisen Durchführung immer kürzerer Therapiesequenzen, haben vor allem in den häufigen, klinisch relevanten Einsatzgebieten (Mamma- und Prostatakarzinom; Knochenmetastasen) zu hohen lokalen Tumorkontrollen bei ausgezeichneter Lebensqualität geführt. So erfolgt eine sorgfältige vergleichende Betrachtung des Einsatzes systemischer Behandlungen gegenüber adjuvanten Strahlentherapien bei frühen Mammakarzinomen mit möglichem Verzicht auf eine Strahlenbehandlung, die rein lokale Strahlentherapie des vormaligen Tumorbettes im Rahmen eines brusterhaltenden Vorgehens und hypofraktionierte Strahlenbehandlungen der gesamten Brust bei höherem Risikoprofil mit Halbierung der Therapiezeiten gegenüber dem Vorgehen im letzten Jahrzehnt. Bei der primären Strahlentherapie des Prostatakarzinoms konnte die Therapiezeit halbiert werden und die aktuellen Entwicklungen zeigen in Richtung einer einwöchigen ambulanten Therapie bei lokal begrenztem Tumorleiden, unter Einsatz höchst präziser stereotaktischer Techniken und einer akkuraten Therapieplanung auf der Basis multifunktionaler Bildgebung. Beim ossär metastasierten Tumorleiden können mit identischen Techniken in vielen Fällen bereits radiochirurgische Einzeittherapien angeboten werden, die ein hohes analgetisches Potential besitzen und eine langanhaltende lokale Tumorkontrolle erzielen. Allen genannten Verfahren ist neben der ausgezeichneten Lebensqualität der behandelten Patientinnen und Patienten und einer deutlichen Verkürzung der Therapiesequenzen auch eine bessere Auslastung der Therapiegeräte und damit Entlastung des Gesundheitssystems bei geringerem Gerätebedarf in der Schweiz zu eigen.


2001 ◽  
Vol 177 (1) ◽  
pp. 25-32 ◽  
Author(s):  
Anja Bayerl ◽  
Daniela Frank ◽  
Alexandra Lenz ◽  
Cornelia Höß ◽  
Peter Lukas ◽  
...  

2020 ◽  
Author(s):  
F Bludau ◽  
U Obertacke ◽  
G Welzel ◽  
F Giordano ◽  
L Winter

Praxis ◽  
2004 ◽  
Vol 93 (48) ◽  
pp. 2009-2012
Author(s):  
Kettelhack

Bei lokal fortgeschrittenen Weichgewebssarkomen im Extremitätenbereich kann aufgrund der Tumorausdehnung und -lage in vielen Fällen eine kurative Resektion nur mit grossem Funktionsverlust oder mit einer Amputation erreichbar sein. Durch eine isolierte Extremitätenperfusion mit Tumornekrosefaktor-alpha (TNF) und Melphalan kann bei ungefähr 60–80% der behandelten Patienten eine Tumorrückbildung erreicht werden. Dies ermöglicht bei der anschliessenden kurativen Tumorresektion ein extremitätenerhaltendes Vorgehen. Insgesamt können über 80% der Patienten mit fortgeschrittenen oder lokal rezidivierten Tumoren durch dieses Verfahren ohne Amputation behandelt werden. Die bisherigen Ergebnisse in Bezug auf die langfristige lokale Tumorkontrolle sind sehr gut.


Praxis ◽  
2002 ◽  
Vol 91 (35) ◽  
pp. 1387-1392
Author(s):  
Allgaier ◽  
Galandi ◽  
Olschewski ◽  
Blum

Zur nicht-chirurgischen Behandlung des hepatozellulären Karzinoms (HCC) werden weltweit zahlreiche Verfahren evaluiert. Von diesen hat sich die perkutane Alkoholinjektion zur Lokaltherapie des kleinen HCC's als effektive Alternative zur Resektion etabliert. Neue, minimal-invasive Techniken wie die Radiofrequenz-Thermoablation lassen eine noch wirksamere lokale Tumorkontrolle erwarten. Die Behandlung des lokal fortgeschrittenen HCC's mit transarterieller Chemoembolisation allein führt für die Patienten zu keiner eindeutigen Lebensverlängerung. Hier spielen in Zukunft möglicherweise multi-modale Therapieansätze eine größere Rolle. Eine sicher wirksame systemisch-medikamentöse Therapie des HCC's existiert aktuell nicht. Die verschiedenen genannten Verfahren müssen vor der Einführung in die klinische Praxis durch kontrollierte klinische Studien evaluiert werden.


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