Brünner Hefte zu Deutsch als Fremdsprache
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Published By Masaryk University Press

1803-4411

2021 ◽  
Vol 13 (1-2) ◽  
pp. 13-26
Author(s):  
Nikola Mizerová
Keyword(s):  

Diese interdisziplinäre Studie schließt eine Forschungslücke in Bezug auf die literarische Rezeption des mathematischen Gödel‘schen Unvollständigkeitssatzes bei Daniel Kehlmann. Das Thema ist für das Gesamtwerk des renommierten Autors Kehlmann essentiell und dadurch auch für die Literaturwissenschaft von Interesse. Das Augenmerk des Beitrags richtet sich dabei auf Kehlmanns Vorlesung zur „Unvollständigkeit“ und auf das biographische Drama über Kurt Gödel "Geister in Princeton". Der Beitrag zeigt, dass Kehlmann den Unvollständigkeitssatz auf die Literatur überträgt und zu einem literarischen Prinzip umgestaltet.


2021 ◽  
Vol 13 (1-2) ◽  
pp. 40-56
Author(s):  
Zdeněk Vávra

Ziel des Artikels ist es zu zeigen, wie vielfältig die Konzeptualisierung der Natur sein kann. Der didaktische Ansatz des Artikels basiert auf der Dissertation des Autors, in der mit Hilfe des Indexes der pädagogischen Polarität verifiziert wurde, dass der Unterricht mit authentischen Materialien im Vergleich zu didaktisierten Materialien effektiver und eher motivierend ist. Die Balladensammlung des tschechischen Schriftstellers Karel Jaromír Erben "Der Blumenstrauß" in der deutschen Fassung bietet eine vielseitige Inspiration für die Aktivitäten nicht nur von tschechischen, sondern auch von Deutsch als Erstsprache sprechenden Schülern. Die jeweiligen Aktivitäten können kognitiv, affektiv, sozial sowie motorisch ausgerichtet sein. Der themenzentrierte Unterricht verfolgt problem-, projekt- und handlungsorientierte Ziele.


2021 ◽  
Vol 13 (1-2) ◽  
pp. 27-39
Author(s):  
Mojmír Muzikant

Im vorliegenden Artikel wird die mundartliche Wiedergabe von ausgewählten Richtungsadverbien und ihre territoriale Verbreitung untersucht. Die Auswahl ist auf solche Formen beschränkt, die die Richtung nach innen, nach oben und über etwas angeben, und zwar je nachdem, ob die Bewegung auf den Standpunkt des Sprechers zu oder vom Standpunkt des Sprechers weg erfolgt. Es zeigt sich, dass jedes von den behandelten Adverbien im Schnitt 13 bis 15 Varianten aufweist, wobei diese aus quantitativer und räumlicher Sicht weiter differenziert werden können. Einige Varianten sind nur vereinzelt und ohne territorialen Zusammenhang belegt. Einige treten dagegen in größerer Zahl auf und sind nur für bestimmte Teilgebiete charakteristisch, sodass man in diesen Fällen von spezifischen Merkmalen der entsprechenden Dialekte sprechen kann. Für den untersuchten Dialektraum ist typisch, dass in den Teilgebieten in Bezug auf die Richtungsadverbien keine Homogenität herrscht. Die größte Formenvielfalt weist der Schönhengst auf. In Großstädten sowie in einigen weiteren Ortschaften des Schönhengsts und des östlichen Teils Nordmährens sind Nivellierungstendenzen zu beobachten.


2021 ◽  
Vol 13 (1-2) ◽  
pp. 2-12
Author(s):  
Maria Jelisarjewa

Der Aufsatz widmet sich dem mitteleuropäischen Sprachbund und geht der Frage nach, ob semantische Übereinstimmungen als relevantes Merkmal dieses Sprachbundes gelten können, zumal traditionell meistens nur phonetische und morphosyntaktische Ähnlichkeiten als konstituierende Züge eines Sprachbunds betrachtet werden. Ziel der Untersuchung ist es, semantische Übereinstimmungen im Deutschen und im Tschechischen, die auf den Sprachkontakt zurückgeführt werden könnten, aufzudecken und dadurch zu zeigen, dass semantische Parallelen für den mitteleuropäischen Sprachbund durchaus typisch sind. Hierzu wurden anhand deutsch-tschechischer sowie tschechisch-deutscher Wörterbücher tschechische Lexeme ausgewählt, bei denen es sich um deutsche Lehnbedeutungen und Lehnübersetzungen handeln kann. Die Analyse hat ergeben, dass Deutsch und Tschechisch weitreichende semantische Übereinstimmungen aufweisen, die auf Sprachkontakt zurückgeführt werden können, wobei Lehnübersetzungen und Lehnbedeutungen systematische Züge aufweisen und dazu führen, dass in beiden Sprachen manche Ausschnitte des sprachlich geformten Weltbilds auf die gleiche Weise verbalisiert und ausgedrückt werden.


2019 ◽  
Vol 12 (1) ◽  
pp. 19-30
Author(s):  
Jana Veličková

Der vorliegende Text untersucht, wie Identität, ein stets präsentes Attribut von Fremdsprachenlernern, beim Fremdsprachenlernen zum Ausdruck kommt, und erläutert darüber hinaus die Fragen, wie das Wechselspiel zwischen Identität und Selbst(Konzept) im Fremdsprachenunterricht aussieht und welche Bedeutung in diesem Kontext der Selbstevaluation der (Fremdsprachen)Lernenden zukommt. Das Ziel des Textes besteht darin, den Erkenntnisstand zu diesen Konzepten aufzuarbeiten und darüber hinaus die theoretischen Grundlagen für weitere empirische Untersuchungen in diesem Gebiet zu präzisieren.


2019 ◽  
Vol 12 (1) ◽  
pp. 2-18
Author(s):  
Petr Pytlík

Der vorliegende Beitrag stellt einen Unterrichtsentwurf als Ergänzung zum traditionellen schriftorientierten Lese- und Literaturunterricht vor. In der Einleitung werden kurz die theoretischen Grundlagen der Verwendung von Visualisierungen zur Förderung des Lernens, besonders die Ansätze der Dual-Coding-Theorie, vorgestellt. Anschließend wird der Prozess der Entstehung von mentalen Bildern bei der Textwahrnehmung und deren Externalisierung erörtert, um im letzten Teil zu einem konkreten Entwurf für den Leseunterricht am Beispiel der Erzählung Das Bettelweib von Locarno von Heinrich von Kleist zu kommen. In diesem Beitrag wird angenommen, dass die Externalisierung von inneren Bildern „in den Köpfen“ der Lernenden eine effektive Ergänzung zum erfolgreichen Literaturunterricht darstellt.


2018 ◽  
Vol 11 (2) ◽  
pp. 88-104
Author(s):  
Coralie Baier

Franz Kafkas kurzer Prosatext Das Schweigen der Sirenen (1917) ist eine Neuinterpretation der Sirenenepisode aus Homers Odyssee. Die Kurzgeschichte dreht markante Handlungselemente der Homer-Version ins Gegenteil und porträtiert ihren Protagonisten Odysseus ambivalent. Ihre stellenweise Widersprüchlichkeit macht die Erzählung komplex und rätselhaft. Für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht scheint sie deswegen zunächst ungeeignet – doch birgt Kafkas Schweigen der Sirenen auch eine Chance: Die Deutungsoffenheit des Textes regt einerseits zu Diskussionsrunden in der Zielsprache Deutsch an; Andererseits nimmt Kafkas spielerischer Umgang mit dem traditionellen Mythentext den Lernenden die Angst vor einer vermeintlichen Textautorität und kann sie zur eigenen Textproduktion motivieren.


2018 ◽  
Vol 11 (2) ◽  
pp. 105-117
Author(s):  
Sophie Tschulik

Der Artikel thematisiert die Verwendung der zwei ursprünglich lateinischen Präpositionen contra und per in der deutschen Sprache. Unter Zuhilfenahme von Sprachkorpora wird der Frage nachgegangen, wie diese im Deutschen verwendet werden und welchen Kasus sie regieren. Diese authentischen Sprachquellen ermöglichen einen Einblick in ein von traditionellen Wörterbüchern und Grammatiken vernachlässigtes Thema. Berücksichtigt wird auch die Relevanz dieser Erkenntnisse für den DaF/DaZ-Unterricht.


2018 ◽  
Vol 11 (1) ◽  
pp. 2-27
Author(s):  
Julia Enzinger

In Café Slavia stellt der mährische Autor Ota Filip die Geschichte Prags als Schauplatz der Weltgeschichte dar und kritisiert deren Aufarbeitungsprozess. Mit der Lebensgeschichte eines österreichischen Adligen und dessen problematischer Identitätssuche in der multikulturellen Prager Gesellschaft diskutiert Filip die ambivalente Entwicklung der tschechischen Kultur und deren Verbindung zur Kultur und Geschichte Deutschlands. Der erste Teil des Artikels bietet eine literaturwissenschaftliche Untersuchung des Romans, die Filips Botschaft einer gemeinsamen, zukunftsorientierten Aufarbeitung der Geschichte herausarbeitet. Im zweiten Teil wird anhand eines interkulturellen Semesterprojekts zu Café Slavia – als einem Produkt sowohl der tschechischen als auch der deutschen Kultur – gezeigt, wie diese Botschaft in der Auslandsgermanistik umgesetzt werden kann.


2018 ◽  
Vol 11 (1) ◽  
pp. 28-51
Author(s):  
Tomáš Káňa ◽  
Justina Kirchner

Der Artikel beschreibt die Struktur und einige Formulierungen der Textsorte Arbeitszeugnis und zeigt, wie diese Textsorte im Deutschunterricht eingesetzt werden kann, um die Textkompetenz zu fördern. Die Beschreibung der Textsorte enthält auch rechtliche Rahmenbedingungen für die Erstellung von Arbeitszeugnissen in Österreich, Deutschland und in Tschechien. Die Umsetzung im Unterricht folgt Schmölzer-Eibingers 3-Phasen-Modell zur Förderung der Textkompetenz und zeigt, wie man mit Texten umgehen kann, die selbst für Muttersprachler/-innen relativ kompliziert sind. Die Textsorte Arbeitszeugnis sollte ein Thema im Deutschunterricht sein, weil es sich um eine spezifische Textsorte handelt und sie ein fester Bestandteil des Berufslebens im deutschsprachigen Raum ist.


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