Zeitschrift für Gemeinwirtschaft und Gemeinwohl
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Published By Nomos Verlag

2701-4193

2021 ◽  
Vol 1 (1) ◽  
pp. 59-68
Author(s):  
Winfried Kluth

Die in Art. 15 des Grundgesetzes normierte Vergesellschaftung u.a. von Produktionsmitteln spielte bislang in der Praxis keine Rolle. Durch einen Berliner Volksentscheid hat sich das schlagartig geändert. Der Beitrag nimmt dies zum Anlass, dass in Art. 15 GG zugrunde gelegte Konzept der Gemeinwirtschaft genauer zu untersuchen und zu klären, welche Anforderungen an den Prozess der Umwandlung eines an Gewinnerzielung ausgerichteten Privatunternehmens in ein gemeinwirtschaftliches zu stellen sind und welche Bedeutung dabei genossenschaftlichen Modellen zukommt.


2021 ◽  
Vol 44 (4) ◽  
pp. 536-548
Author(s):  
Anja Niedworok ◽  
Monique Bolli ◽  
Martin Gutmann
Keyword(s):  

In diesem Artikel führen wir mögliche Gründe an, dass Genossenschaften geeignet sind, komplexe Probleme in der Nachhaltigkeit zu lösen. Statt uns auf existierende Forschung zu stützen, ist der Inhalt dieses Aufsatzes hypothetisch und verbindet zwei Forschungsgebiete, nämlich Genossenschaften und komplexe Probleme. Komplexe Probleme wie der Klimawandel oder Ressourcenknappheit sind schwierig zu definieren und sind von verschiedenen Akteuren mit konkurrierenden Interessen und widersprüchlichen Anforderungen gekennzeichnet. In diesem Beitrag legen wir dar, warum und wie gewisse Eigenschaften von Genossenschaften sich für die Lösung von komplexen Problemen eignen - allen voran Nachhaltigkeit. Die Erörterung gliedert sich in zwei Teile: zuerst skizzieren wir die Charakteristika von komplexen Problemen und zeigen zwei Beispiele mit dem Schwerpunkt auf die Art der Problemlösungsfindung aus der Geschichte der Genossenschaften. In dem zweiten Teil des Beitrages beschreiben wir drei Merkmale von Genossenschaften, die aus unserer Sicht das Potential haben, zu Nachhaltigkeits-Herausforderungen beizutragen. Statt fertige Forschungsergebnisse zu liefern, möchten wir in der laufenden Diskussion aufzeigen, wie Genossenschaften zu den aktuellen Herausforderungen, mit denen sich die Gesellschaft konfrontiert sieht, beitragen können.


2021 ◽  
Vol 44 (2) ◽  
pp. 259-279
Author(s):  
Johannes Blome-Drees ◽  
Joschka Moldenhauer

Dieser Beitrag befasst sich mit einer Morphologie der Genossenschaft als hybride Organisation, die in eine Typenbildung von Genossenschaften mündet. Dabei wird die Hybridität morphologisch-typologisch als spezifische Verbindung von Eigennutz und Gemeinnutz sowie unterschiedlicher Organisationsformen und -logiken analysiert. Abschließend werden die gebildeten Typen innerhalb der Cluster zivilgesellschaftlicher und marktorientierter Genossenschaften verortet.


2021 ◽  
Vol 1 (1) ◽  
pp. 14-26
Author(s):  
Markus Gmür

Die Forschung zu Managementproblemen in privaten Nonprofit-Organisationen hat sich international und im deutschsprachigen Raum seit rund 50 Jahren in einer eigenen Scientific Community formiert. Während der Fokus ursprünglich auf den Spezifika von NPO lag, ist in den letzten Jahren ein Trend zu einer Wiederannäherung an den Mainstream der erwerbswirtschaftlichen Forschung erkennbar. Das korrespondiert mit einer zunehmenden Aufmerksamkeit für Sozialunternehmertum und hybride Organisationsformen.


2021 ◽  
Vol 44 (4) ◽  
pp. 615-635
Author(s):  
Anna Stegmann ◽  
Andrea Hausmann

In Museen kommt es immer wieder zu Fehlbesetzungen auf Top-Führungspositionen - mit langfristigen negativen Auswirkungen. Im vorliegenden Beitrag führen die Autorinnen daher eine theoriebasierte explorative Interviewstudie durch mit dem Ziel, erstmals empirische Erkenntnisse zum Status quo der Führungskräftebeschaffung in Museen zu gewinnen und Implikationen für die erfolgreiche Neubesetzung von Führungspositionen abzuleiten. Die Studie offenbart unterschiedliche Vorgehensweisen und Strategien von öffentlichen und privaten Museen und diskutiert diese. Insgesamt zeigt sich Optimierungspotential hinsichtlich der Definition von relevanten Anforderungskriterien, der Transparenz der Auswahlverfahren und dem Einsatz valider Auswahlinstrumente.


2021 ◽  
Vol 44 (2) ◽  
pp. 218-235
Author(s):  
Simon Micken ◽  
Joschka Moldenhauer

Dieser Beitrag befasst sich mit den Begriffen der Gemeingüter, der Commons und des Commoning. Dabei wird nicht nur ein Überblick über die Begriffe gegeben, sondern diese ins Verhältnis gesetzt und neue Bezüge zum anthropologischen Verständnis wirtschaftlichen Handelns im Kontext der Kooperation als soziale Praxis hergestellt. Abschließend stellt dieser Beitrag das transformative Potential von Commons und Commoning heraus.


2021 ◽  
Vol 1 (1) ◽  
pp. 27-40
Author(s):  
Dorothea Greiling

Auf Grund der massiven Zunahme der Rechenschaftslegungsanforderungen an gemeinwirtschaftliche Unternehmen gibt der Beitrag einen Überblick über die vielfältigen Formen der obligatorischen und freiwilligen Rechenschaftslegung für diese Unternehmen. Angesichts von Skandalen, negativen Presseberichten, Kommerzialisierungstendenzen und des besonderen Stellenwerts der Gemeinwohlverpflichtungen in den Unternehmensverfassungen stehen gemeinwirtschaftliche Unternehmen unter einem besonderen gesellschaftlichen Druck über ihren Gemeinwohlbeitrag Rechenschaft zu legen. Um theoriegeleitet die Rechenschaftslegungsmotive gemeinwirtschaftlicher Unternehmen analysieren zu können und eine Bewertung der Berichterstattungspraktiken vorzunehmen, enthält der Beitrag einen knappen Überblick über zentrale Bezugstheorien. Außerdem wird ein knapper Einblick in den Stand der empirischen Forschung entlang der drei Rechenschaftslegungsniveaus (Aufwärtsrechenschaftslegung, horizontale Rechenschaftslegung und Abwärtsrechenschaftslegung) gegeben. Die bisherigen empirischen Studien behandeln nur selektive Aspekte der Rechenschaftslegung. Der Fokus liegt zu stark auf den obligatorischen Formen der Berichterstattung und, in einigen Bereichen, auf das Aussenden von Qualitätssignalen. Der Adressatenkreis ist zu selektiv. Abschließend werden Forschungsperspektiven, unter anderem in Bezug auf den Impact der verschiedenen Formen der Rechenschaftslegung, den Reaktionen der Manager gemeinwirtschaftlicher Unternehmen auf die vielfältigen Rechenschaftslegungsanforderungen und der Verknüpfung mit der internen Unternehmenssteuerung, identifiziert.


2021 ◽  
Vol 44 (4) ◽  
pp. 595-614
Author(s):  
Charlotte Räuchle ◽  
Gerold Ambrosius
Keyword(s):  

Wird die Daseinsvorsorge durch die Digitalisierung vor ganz neue Herausforderungen gestellt? Immerhin zählen digitale Leistungen zunehmend zur Grundversorgung. Der Aufsatz geht auf zwei zentrale Fragen ein: Warum werden digitale Leistungen heute und warum wurden analoge in der Vergangenheit überhaupt angeboten? Wie wird das digitale Leistungsangebot heute und wie wurde das analoge in der Vergangenheit organisiert? In methodischer Hinsicht ist die Analyse empirisch-historisch ausgerichtet. In räumlicher Hinsicht stehen Städte und Gemeinden im Vordergrund. In zeitlicher Hinsicht finden neben der Gegenwart die Jahrzehnte vor dem Ersten Weltkrieg besondere Aufmerksamkeit. Im Ergebnis zeigt sich, dass durch die Digitalisierung zwar ganz neue daseinsvorsorgende Leistungen angeboten werden müssen, die Gründe bzw. Motive und die Rechts- bzw. Organisationsformen aber nicht wirklich neu sind.


2021 ◽  
Vol 1 (1) ◽  
pp. 4-13
Author(s):  
Susanne Elsen ◽  
Luca Fazzi

Dieser Beitrag stellt zwei italienische Ansätze sozialpolitischer und sozialökonomischer Problemlösungen vor, die in ihrer Kombination ein hohes Potenzial für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume darstellen. Mit dem Erlass des Staatsgesetzes zur Regelung der Sozialen Landwirtschaft welche weitgehend sozialgenossenschaftlich strukturiert ist, hat Italien 2015 ein Instrument geschaffen, welches gleichsam die Herausbildung innovativer sozialpolitischer als auch multifunktionaler landwirtschaftlicher Lösungen sowie integrierter Ansätze ländlicher Entwicklung fördert und, wie die Praxis zeigt, der ökologischen Transformation und der Förderung der Legalität insbesondere im Süden des Landes dient (Fazzi und Elsen 2020).


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