situationales interesse
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Author(s):  
Ann-Kathrin Laufs ◽  
Sebastian Kempert

ZusammenfassungInteresse stellt eine günstige Ausgangsbedingung für Lernprozesse dar. Lernförderliche Effekte des Interessenseinbezugs, wie eine erhöhte Aufmerksamkeit und ein erhöhtes Engagement, sind für die Altersgruppe der Sekundarschülerinnen und -schüler in unterschiedlichen Domänen gut belegt. Dieser Beitrag hat zum Ziel, den Forschungsstand zum Zusammenhang von Interesse und Lernen um die Altersgruppe der Grundschulkinder im Inhaltsbereich des frühen naturwissenschaftlichen Sachunterrichts zu ergänzen. An N = 162 Grundschulkindern der dritten und vierten Jahrgangsstufe wird im Rahmen einer experimentellen Interventionsstudie untersucht, ob eine an individuellen Interessen ausgerichtete und so kontextualisierte Vermittlung der Variablenkontrollstrategie (VKS) positive Effekte auf (1) das situationale Interesse am Lernkontext und am Lerngegenstand und (2) auf den Lernerfolg hat. Darüber hinaus wird überprüft, (3) ob die angenommenen positiven Effekte einer kontextualisierten Vermittlung auf den Lernerfolg über das situationale Interesse in der Lernsituation vermittelt werden.Die Ergebnisse belegen eine erfolgreiche Manipulation des situationalen Interesses am Lernkontext und am Lerngegenstand durch die kontextualisierte Vermittlung. Multivariate Analysen weisen ein erhöhtes situationales Interesse am Lernkontext und am Lerngegenstand der Experimentalgruppe 1 gegenüber der Experimentalgruppe 2 und der Kontrollgruppe nach. Differenzierte Analysen zum Lernerfolg der VKS zeigen, dass die an individuellen Interessen ausgerichtete Vermittlung in der Experimentalgruppe 1 zwar zu einem signifikanten Vorteil gegenüber der Kontrollgruppe, jedoch lediglich zu einem deskriptiven Vorteil gegenüber der Experimentalgruppe 2 führt. In einem Mediationsmodell zeigen sich entgegengesetzte Effekte des Interesses am Lernkontext und des Interesses am Lerngegenstand auf die Posttestleistung. Die Befunde werden vor dem Hintergrund der hohen Bedeutung von individualisierenden didaktischen Konzepten im Grundschulunterricht diskutiert.


Author(s):  
Sabrina Ochsen ◽  
Sascha Bernholt ◽  
Andrea Bernholt ◽  
Ilka Parchmann

ZusammenfassungDie Gestaltung eines interessefördernden (Chemie‑)Unterrichts ist Anspruch von Unterricht und bildungswissenschaftlicher sowie fachdidaktischer Forschung. Gemäß des 4‑Phasen-Modells der Interessenentwicklung ist es sinnvoll, auf die Förderung des labileren situationalen Interesses zu fokussieren, da dies den Ausgangspunkt zur Entwicklung eines stabileren individuellen Interesses darstellen kann. Faktoren, sogenannte Trigger, die in verschiedensten Studien als potenziell interessefördernd identifiziert worden sind, sind vielfältig. Trotz einer langen Forschungstradition ist bis heute unklar, welche Auswirkungen der Einsatz von kombinierten Triggern im Unterricht auf das situationale Interesse hat und inwiefern Lernercharakteristika die Perzeption von Triggern beeinflusst. Daher wurde eine explorative Beobachtungsstudie im Chemieunterricht in neun gymnasialen Klassen der achten Jahrgangsstufe durchgeführt. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse konnten unterschiedliche Trigger extrahiert und verschiedenen Unterrichtsphasen zugeordnet werden. Der Einsatz von Alltagskontexten wurde bspw. am häufigsten in Einstiegsphasen gefunden. Weiterhin wurde der Einfluss des mittleren situationalen Interesses der Lernenden auf die Wahrnehmung von Triggern untersucht: Experimente werden von niedriginteressierten Lernenden generell als interessant wahrgenommen, während die Wahrnehmung der Hochinteressierten differenzierter bezüglich u. a. der Einbettung in den Unterricht ist. Auf Basis der Ergebnisse werden erste Hypothesen zu möglichen Wirkmechanismen aufgestellt.


Author(s):  
Silke Neuhaus ◽  
Stefanie Rach

Das situationale Interesse von Studierenden ist ein wichtiger Faktor, damit Studierende motiviert ihr Studium bewältigen. Inwiefern das situationale Interesse von individuellen Merkmalen der Lernenden abhängt und inwiefern es durch die Bearbeitung einer wertexplizierenden, mathematischen Aufgabe gesteigert werden kann, ist noch nicht geklärt. Anhand einer Studie mit 46 Lehramtsstudierenden im Fach Mathematik wird diesen Fragen nachgegangen.


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