primäre implantation
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Author(s):  
Kyriakos Oikonomou ◽  
Piotr Kasprzak ◽  
Wilma Schierling ◽  
Reinhard Kopp ◽  
Karin Pfister

ZusammenfassungKomplikationen während der Nachsorge, wie das Versagen der Abdichtung und Migration mit Endoleckage, sind die Achillesferse der endovaskulären abdominellen (EVAR) sowie thorakalen (TEVAR) Aneurysmareparatur. Anatomische Merkmale im Bereich der proximalen und distalen Landungszone einschließlich Thrombus, Verkalkung, Kinking und Halsdilatation können die Nachhaltigkeit einer endovaskulären Reparatur beeinträchtigen. Endoanchors wurden entwickelt, um die Sicherheit einer handgenähten Aortenanastomose nachzuahmen. Dieser Bericht gibt einen Überblick über die aktuelle Literatur zur Verwendung von Endoanchors bei EVAR und TEVAR. Zu den Indikationen für die Anwendung gehören die primäre Implantation zur Sicherung der proximalen oder distalen Landungszone im Falle einer „hostile“-Anatomie oder einer intraoperativen Typ-I-Endoleckage/suboptimalen Apposition an die Aortenwand sowie die sekundäre Anwendung zur Behandlung von Typ-I-Endoleckagen und Stentprothesenmigration häufig in Kombination mit einer proximalen oder distalen Verlängerung der Stentprothese. Abschließend werden die perioperativen Ergebnisse der ersten 100 Patienten analysiert, die mit TEVAR/EVAR und Endoanchors primär oder sekundär bei Re-Interventionen in unserer Abteilung behandelt wurden. In dem Zeitraum von März 2011 bis November 2015 wurden 100 Patienten (85 Männer; 15 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 70 ± 9,7 Jahren behandelt. 82 Anwendungen erfolgten in der abdominellen und 18 in der thorakalen Aorta. Die Implantation wurde während des primären EVAR-/TEVAR-Eingriffes in 80 Fällen durchgeführt (Gruppe A), 20 Patienten wurden sekundär behandelt (Gruppe B). Der technische Erfolg der Implantation betrug 100%. Der klinische Erfolg betrug 98%. Keine Endoanchors wurden verloren. Die perioperative Mortalität betrug 4%, die Morbidität 7%. Im Rahmen der 30-Tages-Kontrolle zeigten sich bei 8/96 überlebenden Patienten Endoleckagen. Bei 7/8 Patienten handelte es sich um Typ-II-Endoleckagen, lediglich ein Patient mit sekundärer, proximaler Verlängerung einer thorakalen Stentprothese zeigte eine persistierende Typ-I-Endoleckage.


2017 ◽  
Vol 142 (15) ◽  
pp. 1093-1096
Author(s):  
Wulf Ito

Was ist neu? Medikamenten-beschichtete Ballons bei femoro-poplitealen Läsionen Medikamenten-beschichtete Ballons (DCB) führen in der Behandlung von femoro-poplitealen Läsionen zu besseren Offenheitsraten als die einfache Ballondilatation und zu ähnlichen bis besseren Offenheitsraten als die Stentimplantation. Vorteil ist die Vermeidung von permanentem Fremdmaterial in Regionen, die einer ständigen mechanischen Beanspruchung unterworfen sind und die Möglichkeit, die Prozedur an derselben Stelle wiederholen zu können bzw. chirurgische Zugangswege offenzuhalten. Bei Auftreten von Dissektionen oder einem Recoil bietet sich die fokale Implantation möglichst kurzer Stents in den betroffenen Segmenten an. Die primäre Implantation Medikamenten-beschichteter Stents zeigt darüber hinaus keinen weiteren Vorteil und ist auf längere Sicht mit den Nachteilen der Implantation von Fremdmaterial in Bewegungssegmenten behaftet. Nicht medikamentöse und medikamentöse Begleittherapie Die Kombination aus interventioneller Behandlung und supervidiertem Gehtraining zeigt die besten Erfolgsaussichten einer dauerhaften Verbesserung der Gehstrecke bei Patienten mit femoro-poplitealen Läsionen und ist einer alleinigen interventionellen Behandlung oder einem alleinigen Gehtraining überlegen. Darüber hinaus werden aktuell große randomisierte, kontrollierte Studien durchgeführt, die den Einfluss niedrig dosierter direkter Antikoagulanzien auf die kardiovaskuläre Komplikationsrate nach Intervention untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studien werden Aufschluss geben über die optimale antithrombotische Therapie nach Intervention im femoro-poplitealen Stromgebiet.


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