zoophile dermatophyten
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2013 ◽  
Vol 13 (06) ◽  
pp. 438-444 ◽  
Author(s):  
C. Krüger ◽  
I. Schulze ◽  
B. Lietzberg ◽  
H. Friedlein ◽  
G. Ginter-Hanselmayer ◽  
...  

ZusammenfassungDermatophyten verursachen oberflächliche Infektionen von Haut, Nägeln und Kopfhaut (Haarfollikeln), nicht jedoch der Schleimhaut bzw. des Körperinneren. Erreger sind meist zoophile Dermatophyten, z. B. Microsporum (M.) canis, zoophile Stämme von Trichophyton (T.) interdigale und T. verrucosum (Erreger der „Kälberflechte“). Bei Kindern und Jugendlichen ist mit einer Tinea corporis und Tinea capitis zu rechnen. Ursache einer Fuß-pilzinfektion oder Tinea pedis ist fast immer die anthropophile Dermatophyten-Art T. rubrum. Neuerdings erkranken zunehmend auch Kinder an einer Nagelmykose, fast immer hervorgerufen durch T. rubrum.Die meist zentrifugalen erythrosquamösen Läsionen einer Tinea corporis sind überwiegend trocken und hyperkeratotisch, zum mikrobiologischen Nachweis der Erreger werden Hautschuppen aus dem Randbereich der Dermatomykose entnommen (tangentiales Abschaben der Hautschuppen mittels Skalpell oder scharfem Löffel). Bei Tinea capitis sollten neben Kopfschuppen auch Haarwurzeln epiliert und untersucht werden. Die Diagnosesicherung einer Onychomykose erfordert die Entnahme von Nagelspänen mittels Skalpell oder Fräse.Die mykologische Untersuchung im Labor umfasst das sehr empfindliche fluoreszenzoptische Nativpräparat mittels Calcofluor- oder Blancophor-Lösung sowie den kulturellen Nachweis der Dermatophyten auf Spezialnährmedien. Das Ergebnis der Pilzkultur liegt erst nach 3–4 (–6) Wochen Inkubationszeit vor. Neue molekularbiologische Methoden zum Direktnachweis der Dermatophyten aus Hautschuppen, Haarwurzeln und Nagelmaterial erlauben eine schnelle und gleichzeitig sehr empfindliche und spezifische Diagnosestel-lung. In einzelnen Laboren wurde dafür eine Polymerasekettenreaktion (PCR) zum Nachweis von Dermatophyten-DNS etabliert.Die Tinea der freien Haut wird zunächst topisch antimykotisch behandelt, u. a. mit Azolen, z. B. Clotrimazol, alternativ mit Ciclopirox. Die Tinea capitis, aber auch die Tinea faciei, werden fast immer systemisch behandelt, die Auswahl des Antimykotikums hängt vom nachgewiesenen Erreger ab. Bei Tinea capitis durch Microsporum spp. ist Griseofulvin das Mittel der Wahl, Terbinafin hingegen ist bei Infektionen durch Trichophyton spp. überlegen. Daraus folgt das Konzept der sog. Spezies-spezifischen antimykotischen Behandlung der Tinea capitis.Für die systemische antimykotische Therapie der Nagelpilzinfektion im Kindesalter liegen bisher keine verbindlichen Empfehlungen vor. Die meisten Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen mit Onychomykose existieren bisher zum Einsatz von Terbinafin bzw. Itraconazol.


2013 ◽  
Vol 13 (04) ◽  
pp. 262-269 ◽  
Author(s):  
C. Krüger ◽  
I. Schulze ◽  
B. Lietzberg ◽  
H. Friedlein ◽  
G. Ginter-Hanselmayer ◽  
...  

ZusammenfassungDas klinische Spektrum und die Erreger der Dermatophytosen unterscheiden sich deutlich zwischen Kindern und Erwachsenen. Im Gegensatz zu Erwachsenen, bei denen die Tinea pedis die häufigste Pilzinfektion der Haut darstellt, werden bei Kindern vor allem die Tinea corporis und Tinea capitis diagnostiziert. Eine neue und beunruhigende Entwicklung ist die Zunahme der Onychomykose – meist durch Trichophyton rubrum – im Kindesalter. Die Tinea capitis stellt eine diagnostische und vor allem therapeutische Herausforderung für Kinderärzte und auch Dermatologen dar. Erreger der Tinea capitis sind in Deutschland vorzugsweise zoophile Dermatophyten. An erster Stelle steht Microsporum canis, das Verhältnis verschiebt sich jedoch mehr und mehr zu den zoophilen Trichophyton-Arten, z. B. Trichophyton interdigitale (früher Trichophyton mentagrophytes). Trichophyton species von Arthroderma benhamiae ist ein neuer Erreger, der im Kindesalter wahrscheinlich mittlerweile alle anderen zoophilen Dermatophyten in Bezug auf die Häufigkeit überflügelt hat. Seltener werden Trichophyton verrucosum – Erreger der „Kälberflechte“ – und Trichophyton erinacei („Igelpilz“) isoliert. Anthropophile Erreger, wie Microsporum audouinii und Trichophyton tonsurans, müssen Anlass sein, nach der Infektionsquelle zu fahnden. Das kann ein familiärer Immigrationshintergrund sein oder auch die Infektion in einem Kampfsportverein (Tinea gladiatorum capitis et corporis).


Der Hautarzt ◽  
1998 ◽  
Vol 49 (6) ◽  
pp. 457-461 ◽  
Author(s):  
Wieland Beck ◽  
Harold H. Clark

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