freiburger sprachverständlichkeitstest
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2019 ◽  
Vol 98 (07) ◽  
pp. 489-496
Author(s):  
Tobias Weißgerber ◽  
Carmen Müller ◽  
Timo Stöver ◽  
Uwe Baumann

ZusammenfassungZiel der Arbeit war es, die Hörleistung von Senioren ohne selbst empfundene Hörminderung hinsichtlich des Sprachverstehens in Ruhe sowie im Störgeräusch zu untersuchen und auf Zusammenhänge mit dem Lebensalter und der kognitiven Leistungsfähigkeit zu prüfen. Es wurden 40 Probanden im Alter von über 60 Jahren (Durchschnittsalter: 69,3 ± 7,1 Jahre) in die Studie eingeschlossen. Anhaltspunkte für bedeutende Defizite der kognitiven Leistungsfähigkeit der Probanden wurden mit einem Demenzscreening-Test (DemTect) untersucht. Weiterhin wurden der mittlere Hörverlust (PTA_4) sowie mittlerer Hochtonhörverlust (PTA_HT) bestimmt. Das Sprachverstehen in Ruhe wurde mit dem Freiburger Sprachverständlichkeitstest und im Störgeräusch mit dem Oldenburger Satztest mit verschiedenen Störgeräuschen (zeitlich kontinuierliches und amplitudenmoduliert) gemessen.Die Ergebnisse des DemTect-Testes waren bei 65 % der Probanden altersgemäß, bei den restlichen 35 % ergab sich der Verdacht auf eine milde Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten. Die Hörverluste PTA_4 und PTA_HT der Probanden korrelierten signifikant sowohl mit dem Alter als auch mit den Ergebnissen des DemTect-Tests. Das Sprachverstehen der Probanden in Ruhe und im Störgeräusch nahm signifikant sowohl mit dem Alter als auch in den Parametern zur Einschätzung der kognitiven Leistungsfähigkeit ab. Um eine fehlende oder späte Versorgung mit Hörgeräten aufgrund einer nicht oder nicht frühzeitig erkannten Hörminderung bei Senioren zu vermeiden, wären routinemäßig Hörtests wünschenswert, sodass zum einen eine rechtzeitige Gewöhnung an die Hörhilfe und ein besserer Hörerfolg erzielt und zum anderen die Lebensqualität erhalten werden kann.


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