immunsuppressive behandlung
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2019 ◽  
Vol 144 (24) ◽  
pp. 1731-1736
Author(s):  
Julian Götze ◽  
Michael Bitzer ◽  
Nisar Peter Malek

Was ist neu? Immuncheckpoint-Inhibitoren In den letzten Jahren haben sich Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICPI) als fester Bestandteil der medikamentösen Tumortherapie etabliert. Sie gehören zu einer Gruppe von monoklonalen Antikörpern, die eine gegen Krebszellen gerichtete Immunreaktion fördern. Durch Bindung an CTLA-4 und PD-1 bzw. PD-L1 werden hemmende Signalwege unterbrochen, wodurch die Aktivität zytotoxischer T-Lymphozyten gesteigert und die immunologische Toleranz gegenüber Tumorzellen reduziert wird. Enterokolitis Diarrhöen – als Symptom einer Enterokolitis – stellen nach dermatologischen Phänomenen die häufigste Nebenwirkung unter ICPI-Therapie dar. Unter kombinierter CTLA-4- und PD-1-Blockade können bis zu 44 % der Patienten betroffen sein. Die Klinik der ICPI-assoziierten Kolitis ähnelt dem klinischen Erscheinungsbild chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Diagnostik und Therapie der Enterokolitis Das Management betroffener Patienten sollte nach einem standardisierten Vorgehen erfolgen. Sowohl die europäische als auch die amerikanische Fachgesellschaft für Onkologie bieten dezidierte Handlungsempfehlungen zur Diagnostik und Behandlung ICPI-assoziierter Nebenwirkungen. Nach Ausschluss von Differenzialdiagnosen ist eine rasche immunsuppressive Behandlung (u. a. Steroide, Biologika) notwendig, um die Morbidität zu senken. Möglicherweise kann nachfolgend eine Wiederaufnahme der ICPI-Therapie erfolgen. Hepatitis und Pankreatitis Als weitere relevante Nebenwirkung tritt die immunvermittelte Hepatitis ca. 6–14 Wochen nach Therapiebeginn auf. Meist präsentiert sie sich asymptomatisch und ist gekennzeichnet durch einen Anstieg der Serum-Transaminasen. Die Lipasämie ohne klinische Zeichen einer akuten Pankreatitis ist ein häufiger Laborbefund, der in der Regel keine therapeutische Konsequenz hat.


2018 ◽  
Vol 68 (05) ◽  
pp. 202-211
Author(s):  
Luisa Peters ◽  
Laura Franke ◽  
Daria Tkachenko ◽  
Mario Schiffer ◽  
Tanja Zimmermann

Zusammenfassung Einleitung Bei Patienten nach Nierentransplantationen ist die Nonadhärenz an die immunsuppressive Behandlung das größte Risiko für einen Transplantatverlust. Maladaptive Emotionsregulationsstrategien (ERS) stellen Risikofaktoren für Nonadhärenz dar, während bei Patienten in Partnerschaft Unterstützung des Partners protektiv wirkt. In Zusammenhang mit dem partnerschaftlichen Unterstützungsverhalten steht außerdem emotionale Erregung, objektiv messbar mithilfe der Sprachgrundfrequenz (f0 ). Material & Methoden Bei N=50 Paaren nach Nierentransplantation wurde der Zusammenhang zwischen Erfahrungen und Überzeugungen hinsichtlich der imunsuppressiven Medikation (ISM), Lebensqualität (LQ), erlebten Emotionen, ERS und f0 während eines Paargesprächs untersucht. Ergebnisse Mehr maladaptive ERS des Transplantierten hingen mit geringerer mentaler LQ des Partners, tendenziell höherem eigenen negativem Affekt und schlechteren eigenen Erfahrungen und Überzeugungen hinsichtlich der ISM zusammen. Maladaptive ERS des Partners wiesen negative Korrelationen mit der eigenen mentalen LQ auf. Bezüglich der f0 fanden sich Geschlechterunterschiede. Eine höhere f0 des männlichen Transplantierten hing mit mehr maladaptiven ERS der Partnerinnen zusammen. Tendenziell signifikante Zusammenhänge zeigten sich auch mit schlechteren eigenen Erfahrungen und Überzeugungen hinsichtlich der ISM. Eine erhöhte f0 der Partnerinnen männlicher Transplantierter wies Zusammenhänge mit geringerem eigenem positivem Affekt, mehr negativem Affekt des Transplantierten und schlechteren Erfahrungen und Überzeugungen hinsichtlich der ISM aus Sicht der Partnerin auf. Höhere f0 weiblicher Transplantierter stand in Zusammenhang mit geringeren eigenen maladaptiven ERS und denen des Partners. Diskussion Die Ergebnisse geben Hinweise auf die Relevanz von frühzeitigen Interventionen nach einer Nierentransplantation, in denen auf die Identifizierung und Modifizierung maladaptiver ERS von Patient und Partner fokussiert werden sollte.


2015 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 16-23
Author(s):  
B. Wilde ◽  
O. Witzke

2014 ◽  
Vol 10 (1) ◽  
pp. 31-37
Author(s):  
T. Rauen ◽  
J. Floege ◽  
M.J. Moeller

2013 ◽  
Vol 51 (11) ◽  
pp. 1251-1258 ◽  
Author(s):  
C. Lübbert ◽  
C. Johann ◽  
A. Kekulé ◽  
D. Worlitzsch ◽  
S. Weis ◽  
...  

2013 ◽  
Vol 33 (04) ◽  
pp. 257-260 ◽  
Author(s):  
J. K. H. Brunner

ZusammenfassungDie Sarkoidose (Morbus Boeck, Morbus Schaumann-Besnier) ist eine chronisch granulomatöse Multisystemerkrankung mit nicht vollständig geklärter Genese. Bei Jugendlichen ist sie eine ungewöhnliche Erkrankung, die sich mit einer Lungen- und Lymphknotenbeteiligung manifestieren kann. Im Kleinkindalter präsentiert sie sich typischerweise mit der Kombination von Arthritis, Uveitis und Exanthem (early onset sarcoidosis). Tritt eine familiäre Häufung auf (Blau-Syndrom), finden sich Mutationen in der Nucleotid-bindenden Domaine (NBD) von CARD15/NOD2 auf Chromosom 16. Es gibt deutliche Hinweise, dass der Sarkoidose eine immunologische Dysregulation zugrunde liegt, deren klinische Manifestation nahezu alle Organe betreffen kann. Spezifische Symptome entstehen durch die örtliche Gewebeinfiltration mit Granulomen. Die Diagnose wird durch den histologischen Nachweis von Sarkoidosegranulomen bestätigt. Bei vielen Patienten ist neben einer symptomatischen Therapie eine immunsuppressive Behandlung erforderlich.


2011 ◽  
Vol 49 (08) ◽  
Author(s):  
C Johann ◽  
D Wilhelms ◽  
S Behl ◽  
T Seufferlein ◽  
C Lübbert

2005 ◽  
Vol 5 (03) ◽  
pp. 131-136
Author(s):  
Lars Pape ◽  
Barbara Enke ◽  
Gisela Offner ◽  
Jochen Ehrich ◽  
Jürgen Strehlau

ZusammenfassungDie Behandlung des idiopathischen nephrotischen Syndroms (NS) im Kindesalter erfordert bei Steroidtoxizität oder fehlender Remission weitere immunsuppressive Maßnahmen, vorausgesetzt dass keine nachgewiesene Mutation im Podocin, Nephrin oder α-Actinin vorliegt und die Nephrose nicht durch eine syndromale Erkrankung verursacht wird. Die klare Zuordnung des Verlaufes unter/nach Steroidtherapie in häufig rezidivierend – steroidabhängig – steroidresistent entscheidet über das therapeutische Vorgehen. Bei häufig rezidivierenden und steroidabhängigen Patienten kommen Monotherapien mit Levamisol, Cyclophosphamid oder Cyclosporin A zum Einsatz. Beim steroidresistenten nephrotischen Syndrom im Rahmen einer glomerulären Minimalläsion oder fokal-segmentalen Glomerusklerose sollten Kombinationstherapien mit intravenösen Prednisolonpulsen und Cyclosporin A oder Cyclophosphamid, Tacrolimus und Mycophenolsäure zum Erzielen einer kompletten Remission eingesetzt werden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kinderarzt und Kindernephrologen ist Voraussetzung für anhaltende Remissionen und niedrige Medikamententoxizität.


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