behinderte kinder
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2020 ◽  
Vol 12 (3-2020) ◽  
pp. 11-26
Author(s):  
Ulrike Schildmann ◽  
Sabrina Schramme
Keyword(s):  

Wenn unter Inklusiver Pädagogik eine gemeinsame Erziehung aller Kinder und Jugendlichen zu verstehen ist, dann kann es nicht nur darum gehen, dass behinderte Kinder gemeinsam mit ihren nicht behinderten Peers erzogen werden. Es geht auch um einen reflektierten Umgang mit der Heterogenität aller Beteiligten: Die Inklusive Pädagogik muss einerseits auf die individuellen Ausgangslagen und Bedürfnisse aller Lernenden eingehen, andererseits auf deren strukturelle Lebensbedingungen. Hier kommt die Intersektionalitätsforschung ins Spiel, deren Anliegen darin besteht, einzelne soziale Ungleichheitslagen – Geschlecht, Klasse/Schicht, Alter, Ethnizität und Behinderung – und deren mögliche Wechselwirkungen zu analysieren, mit denen die Kinder und Jugendlichen konfrontiert sind. Aus Sicht der feministischen Forschung über Geschlecht und Behinderung – vor allem bezogen auf das Feld der Integrativen/Inklusiven Pädagogik – wird in diesem Beitrag untersucht, ob und wie Inklusive Pädagogik und Intersektionalitätsforschung, die in jeweils unterschiedlichen wissenschaftlichen Traditionen stehen, voneinander profitieren können.


2019 ◽  
Vol 5 (3) ◽  
pp. 330-346
Author(s):  
Stefanie Bienioschek ◽  
Hanna Weckler ◽  
Jörg M. Fegert ◽  
Michael Kölch

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu fetalen Alkoholspektrumsstörungen (FASD) führen. Diese sind sowohl durch körperliche Stigmata wie Mikrozephalie oder Minderwuchs gekennzeichnet, vor allem aber führen neurokognitive Defizite und psychische Störungen zu Beeinträchtigungen bei den Betroffenen. Sozialrechtlich gibt es eine Vielzahl von Zuständigkeiten, die von der Krankenbehandlung (SGB V) über die Frühförderung bis hin zu Maßnahmen der Eingliederungshilfe reichen. Die präzise individuelle Diagnostik möglicher Folgestörungen und daraus folgender Beeinträchtigungen ist unerlässlich. Betroffene mit FASD sind ein typisches Beispiel für Zuordnungsprobleme im Rahmen der geteilten Zuständigkeit bei der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte und anderweitig behinderte Kinder und Jugendliche.


2013 ◽  
Vol 25 (1) ◽  
pp. 10-10
Author(s):  
Hartmut Koch
Keyword(s):  

Author(s):  
Renate Voll

Zur Vermeidung drohender sozialer Desintegration ist es für Kinder und Jugendliche mit chronischen psychischen Störungen wichtig, frühzeitig soziale Partizipation zu diagnostizieren und Rehabilitationsmaßnahmen einzuleiten. Rehabilitationsbedürftigkeit, Rehabilitationsfähigkeit und Rehabilitationsprognose sind wichtig für die Erarbeitung der individuellen Rehabilitationsziele. Eine multiaxiale Diagnostik nach der ICF mit Bestimmung von Anpassungsleistung, Verhaltensanalyse, Fähigkeiten, Aktivität und Partizipation ist notwendig. Zur Diagnostik sozialer Partizipation gibt es nur wenige geeignete ICF-Checklisten für behinderte Kinder. Es wurde daher die ICF-Checkliste CASP zur Erfassung der sozialen Partizipation nach Bedell übersetzt, sie ist im Anhang abgedruckt. Die graphische Dokumentation zur ICF-CY wird dargestellt.


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