neuropsychiatrische symptome
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2021 ◽  
Vol 146 (15) ◽  
pp. 972-977
Author(s):  
Dietrich August ◽  
Veronika Götz ◽  
Katarina Stete

Was ist neu? Prävalenz und Risikofaktoren Die Gesamthäufigkeit von Langzeitbeschwerden ist unklar. Als Risikofaktoren konnten bisher der Schweregrad der Akuterkrankung, weibliches Geschlecht und Grunderkrankungen identifiziert werden. Klinik und Pathogenese Die Pathogenese ist nicht geklärt. Ebenso unbekannt ist die Prognose über den Verlauf der Beschwerden. Wichtig erscheint ein symptomgeleiteter Ausschluss von behandlungsbedürftigen Alternativdiagnosen. Für den Beschwerdekomplex gibt es bislang weder einen einheitlichen Begriff („Long-COVID“) noch eine einheitliche Definition. Häufig wird die Definition des NICE verwendet, das zwischen anhaltendem COVID-19 bei Beschwerden 4–12 Wochen bzw. einem Post-COVID-19-Syndrom mehr als 12 Wochen nach Akuterkrankung unterscheidet.Eine verzögerte Rekonvaleszenz oder persistierende Beschwerden scheinen nach COVID-19 häufiger als nach anderen akuten Infektionskrankheiten aufzutreten und beinhalten vor allem ein Erschöpfungssyndrom mit Belastungsintoleranz, Brustschmerzen/Belastungsdyspnoe und verschiedene neurologische bzw. neuropsychiatrische Symptome. Diagnostik und Therapie Diagnostik und Therapie sollten interdisziplinär erfolgen. Physiotherapie, psychologische/psychosomatische Anbindung und Möglichkeiten der Rehabilitation sollten erwogen werden. Insbesondere bei persistierender pulmonaler Symptomatik können Patienten von einer Rehabilitationsmaßnahme profitieren. Daten zur Effektivität einer Impfung im Sinne eine Beschwerdelinderung bei Long- COVID fehlen.


2019 ◽  
pp. 101-113
Author(s):  
Christoph Gerhard ◽  
Thomas Sitte

2018 ◽  
Vol 86 (12) ◽  
pp. 737

Der Alzheimer-Krankheit geht eine lange präklinische Phase voraus, die unter anderem durch eine Anhäufung von Amyloidfibrillen sowie Tau-Protein im Gehirn gekennzeichnet ist. Als Prädiktoren für die Alzheimer-Krankheit gelten Depressionen und andere neuropsychiatrische Symptome. N. J. Donovan et al. haben nun am Beispiel von kognitiv normalen älteren Erwachsenen den Zusammenhang zwischen Beta-Amyloid im Gehirn und Depression untersucht.


2018 ◽  
Vol 86 (09) ◽  
pp. 559-565 ◽  
Author(s):  
Stephan Wenninger ◽  
Benedikt Schoser

ZusammenfassungDas Anti-IgLON5-Syndrom wurde erstmals 2014 anhand eines Patienten mit REM und Non-REM-Parasomnie beschrieben. Seitdem hat sich das klinische Spektrum um diese Erkrankung stetig erweitert. Neben den schlafassoziierten Störungen kommen bei diesen Patienten regelmäßig Hirnstammsyndrome, autonome und neuropsychiatrische Symptome sowie seltener periphere Symptome wie Faszikulationen, Muskelkrämpfe und Neuromyotonie vor. Aufgrund gesehener Tau-Ablagerungen in spezifischen ZNS-Regionen wird derzeit von einer IgLON5-vermittelten Neurodegeneration im Sinne einer Tauopathie ausgegangen, was diesem Antikörper in pathophysiologischer Hinsicht eine Sonderstellung einbringt. Es besteht eine auffällige Assoziation mit den HLA-Allelen DQB1 * 05: 01 und DRB1 * 10: 01. Unter den derzeit verfügbaren Therapien mittels Immunmodulation und Immunsuppression konnte bisher nur ein geringer Benefit erreicht werden und die Mortalität ist bei später Diagnosestellung hoch. Dieser Artikel gibt einen Überblick über den Pathomechanismus, die klinische Symptomatik sowie Empfehlungen für Diagnostik und Therapie.


2018 ◽  
Vol 75 (2) ◽  
pp. 91-100 ◽  
Author(s):  
Jan Gärtner ◽  
Daniel Büche ◽  
Cristian Camartin

Zusammenfassung. Das Delirante Syndrom ist ein häufiger Symptomenkomplex in der Palliative Care und ist für die betroffenen Patienten, ihre Familien aber auch die betreuenden Teams mit grossen Belastungen und Ängsten verbunden. Es geht einher mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität, nicht selten ist es irreversibel oder ein Zeichen des nahenden Todes. Von grösster Bedeutung sind die Identifikation gefährdeter Patienten sowie die Vorbeugung des Deliranten Syndroms. Stets sollten Risikofaktoren minimiert werden. Die korrekte Identifikation eines Delirs ist nicht immer einfach, insbesondere die hypoaktiven – und Mischformen werden häufig nicht diagnostiziert. Nach Diagnosestellung soll die Ätiologie eruiert und die auslösenden Faktoren, wenn möglich behandelt werden. Die pharmakologische Therapie stützt sich auf die Gabe von Benzodiazepinen und Neuroleptika. Diese Substanzen sollten allerdings mit Augenmass und gemäss strikten Vorgaben eingesetzt werden. Essentiell ist die Feststellung, dass das Delirante Syndrom an sich oder gar «Verwirrtheit» und «Unruhe» keine Indikationen zur Pharmakotherapie darstellen. Vielmehr sollte die Verwendung von Benzodiazepinen und Neuroleptika auf stark ausgeprägte neuropsychiatrische Symptome im Rahmen des hyperaktiven Delirs beschränkt bleiben. Die vorliegende Arbeit vermittelt einen praxisorientierten Überblick über Prophylaxe, Diagnostik und Therapie des Deliranten Syndroms in der Palliative Care. Ausserdem werden zwei vor Kurzem aus dem Bereich Palliative Care veröffentlichte randomisierte, kontrollierte Studien zur Verwendung von Benzodiazepinen und Neuroleptika im Rahmen des Deliranten Syndrom besprochen.


2016 ◽  
pp. 97-109
Author(s):  
Ch. Gerhard ◽  
Th. Sitte

2014 ◽  
Vol 33 (10) ◽  
pp. 710-718
Author(s):  
F. Marxreiter ◽  
J. Winkler

ZusammenfassungDas idiopathische Parkinson-Syndrom (IPS) ist mit einer Prävalenz von 100 bis 200/100 000 die häufigste altersbedingte, neurodegenerative Bewegungserkrankung. Bei den über 65-Jährigen liegt die Prävalenz bei ca. 1 800/100 000, wobei diese aufgrund der demografischen Entwicklung noch weiter zunehmen wird. Von Bedeutung ist aufgrund der Lebenserwartung ein individuell angepasstes, langfristiges Therapieregime, das Mobilität, Lebensqualität und Komorbiditäten mit berücksichtigt und Komplikationen der Erkrankung sowie der Therapie auf ein Minimum reduziert. Neben den Kardinalsymptomen Bradykinese, Rigor, Tremor und posturale Instabilität sind nicht motorische Symptome im gesamten Verlauf der Erkrankung von enormer Bedeutung. Sie dienen einer frühen Diagnosestellung und sind zudem relevante, die Lebensqualität beeinflussende Symptome, die sich jedoch häufig einer medikamentösen Therapie entziehen. Am Beginn der Erkrankung ist die Auswahl der für den Patienten am besten geeigneten medikamentösen Therapie im Hinblick auf deren Wirkung sowie des möglichen Nebenwirkungsspektrum und Langzeitfolgen entscheidend. Spezifische Bewegungstherapien können in dieser Phase die motorischen Funktionen und möglicherweise langfristig die posturale Instabilität verbessern. Das mittlere und fortgeschrittene IPS ist von beginnenden Fluktuationen gekennzeichnet, die sich oft einer zufriedenstellenden, nebenwirkungsarmen medikamentösen Therapie entziehen. Invasive Therapien sollten dann in Erwägung gezogen werden. Zudem beeinflussen neuropsychiatrische Symptome wie Psychose, Depression und Demenz in dieser Phase erheblich die Lebensqualität der Patienten. Dieser Artikel beschreibt die Phasen des IPS und die zur Verfügung stehenden Therapien unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.


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