ethnische gruppen
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e-Neuroforum ◽  
2017 ◽  
Vol 23 (2) ◽  
Author(s):  
Thomas Elbert ◽  
James K. Moran ◽  
Maggie Schauer
Keyword(s):  

ZusammenfassungAppetitive Aggression bezeichnet eine biologische Anlage, die zu aggressivem Verhalten motiviert und Gewaltausübung unter positiven Affekt zulässt. Im Gegensatz zur reaktiven Aggression, die hilft, sich einer Bedrohung zu erwehren und begleitende negative emotionale Erregung und Ärger zu reduzieren, erlaubt die appetitive Gewalt die Übertragung von Jagdlust auch auf Menschenjagd und kann bis hin zum Blutrausch führen, dem Töten um seiner selbst Willen. Neben einer Adrenalinwelle begleitet Cortisol- und Endorphinausschüttung dieses meist ethisch inakzeptable Vergnügen. Um die Belohnungssysteme über appetitive Aggression zu aktivieren, muss entsprechend deren moralische und kulturelle Hemmung außer Kraft gesetzt werden, etwa durch Entmenschlichung des Feindes bei bewaffneten Gruppen. Einmal in Gang gesetzt ergibt sich eine positive Rückmeldeschleife: Je mehr Gewalttaten mit Anteilen von positivem Affekt erlebt werden, desto mehr werden sie ausgeübt und desto positiver werden sie empfunden. Die latente Leidenschaft für Kampf und Dominanz kann wohl zumindest in fast allen Männern geweckt werden. Im Kollektiv ermöglicht dies Krieg und Zerstörung bis hin zum Versuch, ganze ethnische Gruppen auszulöschen:


2013 ◽  
Vol 24 (1) ◽  
pp. 359-378
Author(s):  
Jelena Jablanov-Maksimovic

Die vorliegende Arbeit besch?ftigt sich mit dem Begriff des Anderen/N?chsten/Bruders im Orthodoxen Christentum sowie im Rahmen von verschiedenen aktuellen gesellschaftlichen und politischen Diskursen, wie z. B. zwischenmenschliche Beziehungen, interreligi?ser Dialog oder der Dialog ?ber die Vergangenheit in die Post-Konflikt-Periode auf dem Balkan. Die ?berlegungen der Autorin basieren dabei auf einer Er?rterung des Ph?nomens von Nicht-Akzeptanz des Anderen und des Andersartigen bzw. auf einer Analyse der Angst vor dem Anderen/Andersartigen und des Hasses ihm gegen?ber. Von solchen negativen Einstellungen und Gef?hlen sind im betreffenden Zusammenhang nicht nur Menschen als Einzelne betroffen, sondern auch ganze ethnische Gruppen und Nationen. Als einer der Schl?sselfaktoren bei der Beziehung zum Anderen, bei einem friedlichen Miteinander mit ihm und sogar bei dem Vers?hnungsprozess im ehemaligen Jugoslawien wird dabei der Dialog verstanden und seine Bedeutung in dieser Rolle hervorgehoben. Er?rtert wird au?erdem die unterst?tzende Rolle, welche das orthodoxe Christentum bei der Entwicklung eines friedlichen Miteinanders sowie bei der Friedenserhaltung heute potenziell spielen k?nnte.


2006 ◽  
Vol 25 (05) ◽  
pp. 372-379 ◽  
Author(s):  
F.-A. Muthny ◽  
I. Bermejo

ZusammenfassungLaientheorien zu Krebs bestehen bereits bei Gesunden, beeinflussen die Compliance und sind stark kulturell geprägt. Daher wurden in einer interkulturellen Vergleichsstudie 3 ethnische Gruppen Gesunder (jeweils 100 Deutsche in Deutschland; Spanier in Spanien und Spanier der 1. Generation in Deutschland; parallelisiert nach Alter, Geschlecht und Bildung) hinsichtlich Kausalattributionen und Kontrollüberzeugungen zu Krebs untersucht. Die Ergebnisse zeigen Gemeinsamkeiten, aber auch signifikante Differenzen zwischen Spaniern und Deutschen: Während Deutsche deutlich internale Kausalattributionen äußern, lassen sich bei Spaniern eher externale Attributionsmuster finden. Insgesamt dominiert ein psychosoziales Krankheitskonzept, das allerdings bei Deutschen ausgeprägter ist. Konsequenzen für die medizinische Versorgung einer multikulturellen Gesellschaft werden vor allem aus der geringen Nutzbarkeit mancher Informationsquellen durch Spanier in Deutschland und der gleichzeitig hohen Bedeutung der Arzt-Patienten-Beziehung abgeleitet.


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