konventionelle chemotherapie
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2015 ◽  
Vol 2 (1) ◽  
pp. 18-19

Neue Wirkstoffe wie Thalidomid, Lenalidomid oder Bortezomib haben einen Paradigmenwechsel in der Behandlung des Multiplen Myeloms (MM) herbeigeführt. Ob diese Wirkstoffe jedoch auch die Prognose von älteren Patienten verbessern, die sich bereits einer autologen Stammzell-Transplantation (auto-SZT) unterzogen haben, ist ungeklärt. Wir analysierten retrospektiv die Verläufe von 318 neu diagnostizierten Patienten im Alter von 65-70 Jahren, die zwischen dem 1. Januar 2004 und dem 31. Dezember 2009 behandelt worden waren. Als Initialtherapie erhielten 192 Patienten eine konventionelle Chemotherapie, 88 ein Therapieschema mit neuen Wirkstoffen, 21 eine konventionelle Chemotherapie plus auto-SZT und die verbleibenden 17 eine Therapie mit neuen Wirkstoffen plus auto-SZT. Die mediane progressionsfreie Überlebensdauer betrug dabei 19,1; 24,5; 26,8 bzw. 35,2 Monate und das 5-Jahres-Gesamtüberleben (OS) 40, 62, 63 bzw. 87%. Die Initialtherapien mit neuen Wirkstoffen (p < 0,001) oder auto-SZT (p < 0,02) bewirkten eine signifikante Verbesserung des OS im Vergleich zur Gruppe ohne diese Behandlungsmodalitäten. Die Salvage-Therapie mit neuen Wirkstoffen bewirkte ebenfalls eine signifikante Verbesserung des Überlebens nach dem Rezidiv im Vergleich zu konventioneller Chemotherapie allein (p < 0,04). In einer multivariaten Analyse erwies sich die Anwendung neuer Wirkstoffe als unabhängiger prognostischer Faktor, der in signifikantem Maße mit einer Verlängerung des OS assoziiert war (p < 0,003). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die neuen Wirkstoffe und die auto-SZT erhebliche Auswirkungen auf das OS bei geeigneten Kandidaten aus dieser Untergruppe der MM-Patientenpopulation hatten.Übersetzung aus Acta Haematol 2014;132:211-219 (DOI: 10.1159/000357394)


pharma-kritik ◽  
2005 ◽  
Vol 26 (17) ◽  
Author(s):  
Urspeter Masche

Beim multiplen Myelom sollte man mit einer Behandlung beginnen, sobald Symptome auftreten. Damit lässt sich sowohl eine Verbesserung der Lebensqualität als auch eine Verlängerung der Überlebenszeit erzielen. Bei älteren Leuten steht eine konventionelle Chemotherapie, bei jüngeren eine Hochdosis-Chemotherapie mit autologem Stammzellersatz im Vordergrund. Thalidomid und Bortezomib sind Medikamente, die bei einem chemotherapierefraktären Myelomrückfall eingesetzt werden. Bei Skelettbefall vermögen Bisphosphonate vor ossären Komplikationen zu schützen.


Praxis ◽  
2004 ◽  
Vol 93 (51) ◽  
pp. 2143-2150
Author(s):  
Miehlke ◽  
Morgner ◽  
Ehninger

Magenlymphome und gastrointestinale Stromatumoren (GIST) gehören zu den seltenen Tumoren des oberen Verdauungstraktes. Die häufigsten Lymphome des Magens sind niedrig maligne Marginalzonen-B-Zell-Lymphome (MZBZL) vom MALT-Typ (Mukosa-assoziiertes lymphatisches Gewebe). Sie entstehen auf dem Boden einer chronischen Helicobacter pylori-Infektion, pathognomonisch ist der histologische Nachweis von lymphoepithelialen Läsionen. Im Frühstadium der Erkrankung kann durch alleinige H. pylori-Eradikation in etwa 75% der Fälle eine komplette Lymphomremission erreicht werden. Für Non-Responder und lokal fortgeschrittenere Fälle ist die Strahlentherapie indiziert. Für Lymphome in höheren Stadien ist eine kurative Therapie zur Zeit nicht etabliert, hoffnungsvoll sind aber Nukleosidanaloga wie Cladribine oder Fludarabin im Rahmen klinischer Studien. Auf der Basis klinischer und neuer molekularbiologischer Faktoren wird es zukünftig möglich sein, eine Risikostratifizierung vorzunehmen und das Ansprechen auf die Therapie besser vorherzusagen.GIST gehören zu den Tumoren mesenchymalen Ursprungs, pathognomonisch ist der Nachweis von CD117 (c-kit) auf der Zelloberfläche. Sie sind überwiegend im oberen Gastrointestinaltrakt lokalisiert und werden in der Hälfte der Fälle bereits in einem metastasierten Stadium diagnostiziert. Konventionelle Chemotherapie ist nicht wirksam. Therapie der Wahl bei nicht-metastasiertem GIST ist die Operation mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von 50%. Bei lokal inoperablen oder metastasierten c-kit-positiven Tumoren ist Imatinib (Glivec®) die erste und bislang einzige wirksame systemische Therapie mit Ansprechraten von über 80% für eine partielle Remission bzw. «stable disease». Die FDG-PET spielt eine wichtige Rolle in der frühen Prädiktion des Ansprechens auf die Therapie mit Imatinib. Die optimale Dosierung und Dauer der Therapie sowie der Stellenwert von Imatinib als adjuvante oder neoadjuvante Therapie von GIST muss durch geeignete Studien geklärt werden.


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