dyadisches coping
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2017 ◽  
Vol 68 (02) ◽  
pp. 55-65 ◽  
Author(s):  
Rinat Osin ◽  
Anna-Luise Pankrath ◽  
Dietger Niederwieser ◽  
Hartmut Döhner ◽  
Klaus Hönig ◽  
...  

Zusammenfassung Hintergrund Eine Krebserkrankung ist häufig nicht nur für den Patienten, sondern auch für dessen Partner mit negativen psychosozialen Folgen verbunden, die auch von den genutzten Copingstrategien beeinflusst werden. Ziel Untersucht wird der Einfluss des dyadischen Copings (DC) auf die soziale Unterstützung und psychische Belastung (depressive und ängstliche Symptomatik) von hämatoonkologischen Patienten und deren Partnern. Insbesondere geht es hierbei um den Stellenwert der interpersonellen Übereinstimmung der Einschätzungen des DC („Diskrepanzindizes“) auf der Paarebene. Methoden Betrachtet werden 330 Paare (hämatoonkologische Patienten und Partner, Durchschnittsalter Patient 57,0 Jahre, 63,3% männlich, 25,8% akute Leukämie). Es werden neben dem DC-Inventar standardisierte Instrumente verwendet (PHQ-4: psychische Belastung und ESSI: soziale Unterstützung). Die Analyse der Daten erfolgt mit t-Test, Partialkorrelation sowie Regression. Ergebnisse Patienten und Partner nutzen ähnliche dyadische Copingstrategien, wobei die Partner das Copingverhalten der Patienten exakter einschätzen als umgekehrt. Für die soziale Unterstützung spielt der Gesamtscore des DC eine entscheidendere Rolle als die Diskrepanzindizes, vor allem bei Patienten (R2=20,4%). Für die psychische Belastung ist es umgekehrt; hier klären die Diskrepanzindizes v. a. bei Patienten einen größeren Teil der Varianz auf (R2=10,2%). Der DC-Gesamtwert hat hierbei im Modell kein Gewicht. Diskussion Die Befunde zeigen die Relevanz der DC-Diskrepanzindizes als Maße interpersoneller Übereinstimmung für die psychische Belastung (depressive und ängstliche Symptomatik). Allerdings ist weitere anwendungsbezogene Forschung nötig, um verlässlichere Aussagen zu diesen Zusammenhängen und Abhängigkeiten generieren zu können.


2015 ◽  
Vol 27 (1) ◽  
pp. 105-121 ◽  
Author(s):  
Simona Gagliardi ◽  
Guy Bodenmann ◽  
Nina Heinrichs
Keyword(s):  

2010 ◽  
Vol 39 (3) ◽  
pp. 141-150 ◽  
Author(s):  
Simona Gagliardi ◽  
Guy Bodenmann ◽  
Monika Bregy
Keyword(s):  

Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Obwohl die Anzahl binationaler Eheschließungen kontinuierlich zunimmt, ist das Wissen darüber, wie solche Partnerschaften funktionieren, noch relativ gering. Fragestellung: Ziel der vorliegenden Studie ist es, einen Einblick in den Umgang mit Stress bei binationalen Paaren zu gewinnen. Methode: 225 thailändisch-schweizerische Paare (lediglich Schweizer Männer mit thailändischen Frauen) wurden mit 234 mononationalen Schweizer Paaren mittels multivariater Kovarianzanalysen bezüglich des individuellen und dyadischen Copings miteinander verglichen. Kontrolliert wurden die Partnerschaftszufriedenheit, die Partnerschaftsdauer und das Alter. Ergebnisse: Thailänderinnen setzen häufiger Verleugnung/Verdrängung als individuelle Bewältigungsstrategie ein als Schweizer. Zudem kommunizieren binationale Paare Stress seltener und üben weniger negatives dyadisches Coping aus als mononationale Paare. Schlussfolgerungen: Es bestehen Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede zwischen mono- und binationalen Paaren hinsichtlich ihres Umgangs mit Stress. Diese sollten in therapeutischer Arbeit mit Paaren vermehrt berücksichtigt werden.


2007 ◽  
Vol 36 (4) ◽  
pp. 251-260 ◽  
Author(s):  
Marcel Schaer ◽  
Beate Ditzen ◽  
Markus Heinrichs ◽  
Guy Bodenmann
Keyword(s):  

Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund: Die Wirksamkeit von Paartherapien und präventiven Interventionsprogrammen für Paare gilt als gut dokumentiert. Das Wissen wie diese Veränderungen zustande kommen ist jedoch defizitär. Aus diesem Grund wurde gefordert, neben dem Therapieoutcome auch die Wirkungsweise der Interventionen zu erforschen. Fragestellung: Ziel der vorliegenden Studie ist es zu untersuchen, wie Paare auf eine bewältigungsorientierte paartherapeutische Intervention, die 3-Phasen-Methode von Bodenmann (2004) , emotional und physiologisch reagieren. Methode: Während eines therapeutisch angeleiteten Gesprächs über ein paarexternes Stressereignis wurden bei den Paaren (N = 18) die Herzrate und das emotionale Befinden erfasst. Ergebnisse: Frauen wiesen gegenüber Männern stärkere emotionale und kardiovaskuläre Reaktionen auf und reagierten empathischer. Die Erfahrung von Unterstützung durch den Partner (dyadisches Coping) war mit einer emotionalen und physiologischen Entlastung assoziiert. Schlussfolgerung: Die Resultate unterstreichen unter anderem die Wichtigkeit des dyadischen Copings für emotionale und physiologische Prozesse während Paarinterventionen.


2007 ◽  
Vol 15 (4) ◽  
pp. 177-186 ◽  
Author(s):  
Simone Gmelch ◽  
Guy Bodenmann

Zusammenfassung. Der sozialen Unterstützung durch den Partner kommt ein besonderer Stellenwert zu. Bodenmann (1995 , 2000 ) schlug aus diesem Grund den Ansatz des dyadischen Copings vor, welcher sich in bisherigen Studien als zentraler Prädiktor für Partnerschaftsqualität und -stabilität bewährt hat. Eine Möglichkeit, dyadisches Coping zu erfassen, stellt das Dyadische Coping Inventar (DCI) dar. In diesem Fragebogen schätzen beide Partner ihr eigenes dyadisches Copingverhalten (Selbsteinschätzung) wie auch das beim Partner wahrgenommene Verhalten (Partnerwahrnehmung) ein. Die vorliegende Studie an 443 Paaren bezieht diese vier Perspektiven durch die Bildung von Diskrepanzmaßen (Reziprozitäts-, Equity-, Kongruenzindex) explizit aufeinander und untersucht deren Relevanz in Bezug auf Partnerschaftsqualität und Befinden. Dadurch wird eine neue, genuin dyadische Analysemöglichkeit verwirklicht, die bislang eher vernachlässigt wurde. Die Diskrepanz in den Einschätzungen zeigte sich dabei insgesamt und in besonderer Weise bezüglich der Equitykomponente bedeutsam für Partnerschaftsqualität und Befinden. Die Einschätzungen der Frauen in Bezug auf dyadisches Coping erwiesen sich als etwas relevanter als die der Männer.


2006 ◽  
Vol 06 (02) ◽  
pp. 81-92
Author(s):  
Elmar Brähler ◽  
Thomas Kapellen ◽  
Angela Galler ◽  
Wieland Kiess ◽  
Julia Würz

ZusammenfassungDas familiäre Coping, und hier speziell die Anpassung der Eltern an eine chronische Erkrankung des Kindes wie Diabetes mellitus Typ 1, lässt besondere Prozesse und Entwicklungen erwarten. In diesem Zusammenhang wird auch von einer Identität als „diabetische Familie“ gesprochen. Innerhalb des familiären Systems stellt die elterliche Paarbeziehung eine von mehreren Dyaden, sprich Zweierbeziehungen dar. Dieser Übersichtsartikel beinhaltet eine Hinführung vom individuellen zum dyadischen Copingansatz. Aktuelle theoretische und anwendungsbezogene Aspekte der Copingforschung werden dargestellt. Daran schließt sich die Beschreibung eines zentralen Ansatzes zum dyadischen Coping an. Im Hinblick auf die Chronizität der Diabeteserkrankung des Kindes wird die Bedeutung der paarbezogenen Bewältigung, des elterlichen dyadischen Copings, herausgearbeitet. Darüber hinaus werden Überlegungen zum Zusammenhang mit erkrankungsspezifischen Aspekten und weiteren paarbezogenen Variablen angestellt.


2006 ◽  
Vol 35 (1) ◽  
pp. 59-64 ◽  
Author(s):  
Barbara Gabriel ◽  
Guy Bodenmann
Keyword(s):  

Zusammenfassung. Theoretischer Hintergrund und Fragestellung: Obgleich einige Forschungsbefunde vorliegen, welche ein erhöhtes Stressniveau in verschiedenen Lebensbereichen bei Eltern mit einem verhaltensauffälligen Kind belegen, sind Vergleichsuntersuchungen zur elterlichen Stressbewältigung eher selten. Methode: Es wurden drei Elterngruppen (N = 83) von Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren (Elternpaare von Kindern mit externalisierenden Verhaltensausauffälligkeiten und Aufmerksamkeitsproblemen, Eltern von Kindern mit nur externalisierenden Verhaltensauffälligkeiten und Kontrollgruppeneltern) mit multivariaten Varianzanalysen bezüglich Stress, individuellen und dyadischen Copings miteinander verglichen. Ergebnisse: Neben einem erhöhten Stressniveau berichteten Eltern von Kindern mit Aufmerksamkeitsproblemen und externalisierenden Verhaltensauffälligkeiten über ein ungünstigeres dyadisches Coping. Schlussfolgerung: Die Befunde sprechen dafür, dass bei dieser Elterngruppe eine Förderung der partnerschaftlichen Stressbewältigung dazu beitragen könnte, die hohen Anforderungen, welche diese Problemkonstellation an die Familie stellt, gemeinsam angehen zu können.


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