zielgerichtete substanzen
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2020 ◽  
Vol 11 (06) ◽  
pp. 313-314
Author(s):  
Katharina Arnheim

Die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren (CPI) und zielgerichtete Substanzen gegen BRAF und MEK haben das Management beim fortgeschrittenen Melanom revolutioniert. Dennoch sind Progresse nicht zu vermeiden, so dass weitere Strategien benötigt werden. Ein möglicher Ansatz ist die Kombination von zielgerichteter und Immuntherapie, die in der Phase-III-Studie COMBI-i bei 532 nicht vorbehandelten Patienten mit inoperablem oder metastasiertem BRAF V600-mutiertem Melanom geprüft wird.


2020 ◽  
Vol 23 (6) ◽  
pp. 288-296
Author(s):  
Susanne M. Lang ◽  
Tobias Rachow

Zusammenfassung Hintergrund Die Therapiemöglichkeiten des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) im Stadium IV haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Das Überleben der Patienten wurde durch die zielgerichtete Behandlung von Tumoren mit EGFR-, BRAF-Mutationen, EML4/ALK- und ROS1-Translokationen verbessert. Durch die Entwicklung neuer Therapieoptionen wird die molekulare Stratifizierung der Therapie für den behandelnden Arzt immer schwieriger. Ziel der Arbeit Die Übersicht gibt einen aktuellen Überblick über die molekular stratifizierten therapeutischen Optionen beim NSCLC. Ergebnisse Durch reversible EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) ließ sich das Überleben von NSCLC-Patienten mit EGFR-Mutation verlängern. Im Verlauf kommt es jedoch unweigerlich zur Resistenzentwicklung, die durch irreversible EGFR-TKI z. T. überwunden werden konnte. Aktuelle Studien zeigen einen möglichen Vorteil der Kombination von TKI mit Angiogeneseinhibitoren oder Chemotherapie. Bei EML4-/ALK- (und ROS1-)positiven NSCLC war der Multityrosinkinaseinhibitor Crizotinib als Erstes verfügbar. Potentere Zweitgenerations-ALK-TKI vermochten die Crizotinibresistenz zu durchbrechen. Mit der Einführung eines hochpotenten Drittgenerations-TKI konnten weitere ALK-Resistenzen überwunden werden. Für BRAF-, HER2-, MET-Exon-14-Skipping und RET-Mutationen stehen zielgerichtete Substanzen zur Verfügung, die z. T. bereits zugelassen sind. Larotrectinib erhielt als erste Substanz in der EU eine tumorunabhängige Zulassung für NTRK-positive Tumoren. Schlussfolgerung Die Weiterentwicklung zielgerichteter Therapien erfordern die molekulare Analyse des Tumorgewebes und molekulare Stratifizierung der Therapie. Unklar bleiben die optimale Therapiesequenz und mögliche Verbesserungen durch Kombinationstherapien.


2020 ◽  
Vol 49 (11) ◽  
pp. 446-450
Author(s):  
Stefanie Zschäbitz ◽  
Elena Busch ◽  
Lena Woydack ◽  
Dirk Jäger

ZUSAMMENFASSUNGIn den letzten Jahren haben Checkpoint-Inhibitoren und zielgerichtete Substanzen Einzug gehalten in die Behandlungs-Algorithmen zahlreicher Tumorentitäten. In Kombination mit klassischen Zytostatika oder auch als alleinige Therapie konnten onkologische Behandlungsergebnisse wie das progressionsfreie oder das Gesamtüberleben verbessert werden und dies häufig mit einem vorteilhaften Nebenwirkungsprofil. Darüber hinaus haben somatische und Keimbahnmutationen ebenfalls zunehmend Einfluss auf Behandlungsentscheidungen im Therapieplan onkologischer Patienten. Die sichere Anwendung von Immunoonkologika und zielgerichteten Therapien erfordert gut aufgeklärte Patienten und ein konzertiertes Behandlungsmanagement, um Toxizitäten früh erkennen und behandeln zu können. Im folgenden Artikel werden relevante, praxisverändernde Therapiestrategien für die internistische Onkologie beleuchtet.


2020 ◽  
Vol 11 (01) ◽  
pp. 15-16
Author(s):  
Ine Schmale

In der Behandlung des Ovarialkarzinoms stehen mit den PARP-Inhibitoren bereits zielgerichtete Substanzen für selektierte Patientinnen als Erhaltungstherapie nach Ansprechen auf eine Platin-haltige Erstlinientherapie zur Verfügung. Die auf dem ESMO 2019 präsentierten Studien zeigen mit der Kombination von PARP- und VEGF-gerichteten Therapien in der Erhaltung sowie die Applikation in Kombination mit der Erstlinienchemotherapie weitere Strategien für die Therapieoptimierung.


2019 ◽  
Vol 40 (01) ◽  
pp. 37-42
Author(s):  
Karsten Spiekermann ◽  
Anne-Sophie Shen

ZusammenfassungMittlerweile sind viele neuartige und zielgerichtete Substanzen in der Therapie der AML verfügbar. Durch die Fortschritte in der Molekulargenetik lassen sich zielgerichtete Therapieoptionen ableiten. Umso wichtiger sind eine präzise und vor allem rasche zyto- und molekulargenetische Charakterisierung der AML sowie die Risikobestimmung. Dieser Beitrag legt den Schwerpunkt auf Neuerungen in der Klassifikation und bei den Therapieansätzen.


2019 ◽  
Vol 144 (03) ◽  
pp. 161-164
Author(s):  
Elisabeth Schorb ◽  
Gerald Illerhaus ◽  
Jürgen Finke

Was ist neu? Induktionstherapie Die weltweit größte Studie mit einem randomisierten Vergleich verschiedener Induktionstherapien zeigte, dass die Hinzunahme von Thiotepa und Rituximab zu einer hochdosierten Methotrexat- (MTX) und Cytarabin- (AraC) Therapie (sogenanntes MATRix-Protokoll) sowohl Ansprechen als auch Gesamtüberleben von Patienten mit Erstdiagnose eines primären ZNS-Lymphoms (PZNSL) verbessert. Die MATRix-Kombination gilt seither in Deutschland und international als neuer Behandlungsstandard. Aktuelle retrospektive Daten belegen die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht nur im Rahmen klinischer Studien, sondern auch im klinischen Alltag. Konsolidierungstherapie In den vergangenen Jahren spielt die Hochdosistherapie mit nachfolgender autologer Stammzelltransplantation (HDT-ASZT) als Teil der Erstlinientherapie von Patienten mit PZNSL eine immer wichtigere Rolle. Im Rahmen zweier kürzlich vorgestellter randomisierter Studien wurde bestätigt, dass die HDT-ASZT mit einem 2-Jahres-Gesamtüberleben > 80 % einen effektiven Therapieansatz darstellt. Ältere Patienten Aktuelle Daten aus Deutschland belegen die Effektivität einer Therapie mit hochdosiertem MTX in Kombination mit Rituximab und Procarbazin, gefolgt von Erhaltungstherapie mit Procarbazin (PRIMAIN-Protokoll). Retrospektive Daten sowie erste Ergebnisse einer prospektiven Studie zeigen außerdem, dass fitte Patienten > 65 Jahre von einer intensiveren Therapie inklusive HDT-ASZT profitieren können. Therapie bei Rezidiv/refraktärem Verlauf Daten einer kürzlich publizierten Studie zeigen bei Patienten bis 66 Jahre Ansprechraten von bis zu 50 % nach Konsolidierungstherapie mittels Thiotepa-basierter HDT-ASZT. Randomisierte Studien zur Rezidivtherapie beim PZNSL liegen derzeit nicht vor. Zielgerichtete Substanzen In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Substanzen wie z. B. Lenalidomid und Pomalidomid sowie Ibrutinib mit vielversprechenden Ergebnissen in klinischen Studien untersucht. Aktuell ist in Deutschland noch keine Substanz für die zielgerichtete Therapie von Patienten mit PZNSL zugelassen. Ausblick Intensive Induktionsstrategien sowie die konsolidierende HDT-ASZT stellen zunehmend den Therapiestandard dar. Aktuell laufen weitere große klinische Studien zum Stellenwert der HDT-ASZT sowohl bei jüngeren Patienten im Vergleich zu einer konventionellen Chemotherapie als auch bei älteren Patienten als kurativer Therapieansatz. Zusätzlich werden in Kürze neue Daten zum Einsatz zielgerichteter Substanzen erwartet.


Author(s):  
Paul Jan Bröckelmann ◽  
Bastian von Tresckow ◽  
Peter Borchmann ◽  
Andreas Engert

2010 ◽  
Vol 33 (Suppl. 1) ◽  
pp. 2-4
Author(s):  
Lothar Bergmann

Zielgerichtete Substanzen haben in der Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) zu einem Paradigmenwechsel gefÜhrt. Der Multi-Kinase-Inhibitor Sunitinib konnte sich innerhalb kurzer Zeit als ein neuer Standard in der Erstlinientherapie etablieren. In einem umfassenden Studienprogramm wurde Sunitinib ausgehend von Phase-II-Studien in der Zweitlinientherapie Über eine Phase-III-Studie zur Erstlinientherapie bis hin zum breiten Einsatz in der klinischen Praxis systematisch entwickelt. Die Prognose fÜr Patienten mit mRCC hat sich durch die EinfÜhrung des Multi-Kinase-Hemmers deutlich verbessert: GegenÜber Interferon-alpha wurde mit Sunitinib eine Verdopplung des progressionsfreien Überlebens und eine Vervierfachung der Ansprechrate erreicht. Die hohe Wirksamkeit Übersetzte sich auch in das mediane GesamtÜberleben von Über 2 Jahren im Sunitinib-Arm der Studie. Zusammen mit den konsistenten Ergebnissen des internationalen Sunitinib-Expanded-Access-Programms verfÜgt die Substanz Über eine breite Evidenzbasis und umfassende praktische Erfahrung fÜr den Einsatz in allen Patientenpopulationen. Dies spiegelt sich auch in den Empfehlungen nationaler und internationaler Fachgesellschaften wider. In Deutschland ist Sunitinib die am hÄufigsten eingesetzte Substanz beim mRCC.


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