wissenschaftlicher diskurs
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2021 ◽  
Author(s):  
Gabriele Fischer

ZusammenfassungMit der Selbstenttarnung des NSU entwickelte sich ein gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Diskurs, der auf die Kontinuitäten rechtsextremen Terrors in der Bundesrepublik verweist. Nach aktuellem Kenntnisstand wurden seit 1945 ca. 300 Personen von rechtsextremen Täter:innen ermordet. Nur für wenige Opfer gibt es ein öffentliches und damit gesellschaftliches Gedenken und Erinnern. Der Beitrag nimmt einen praxeologischen Fokus ein und rekonstruiert anhand eines Falles in Baden-Württemberg Praktiken des doing memory. Dabei zeigt sich, wie der rechtsextreme Terroranschlag zum isolierten Problem konstruiert wird, das einer Lösung bedarf, um zu einer hegemonialen Vorstellung von Normalität zurückkehren zu können. Da Erinnern hier ein störendes Moment darstellen würde, lässt sich von einem undoing memory sprechen.


Author(s):  
Michael T. Wright

ZusammenfassungPartizipative Gesundheitsforschung (PGF) wird international – und seit einigen Jahren auch in Deutschland – zunehmend als Möglichkeit wahrgenommen, wissenschaftliche Erkenntnisse zu erzeugen, die unmittelbar zur Verbesserung von Gesundheitschancen für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen beitragen. Zentrales Merkmal der PGF ist die direkte Beteiligung der Menschen am Forschungsprozess, deren Arbeits- oder Lebensverhältnisse Gegenstand der Forschung sind. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über Ursprünge, Grundlagen und aktuelle Entwicklungen der PGF. Wissenschaftliche Literatur aus der internationalen Diskussion um die PGF wird im Sinne eines narrativen Reviews rezipiert, der Schwerpunkt liegt auf Überblicksarbeiten und Publikationen der International Collaboration for Participatory Health Research.Das Review ergibt, dass eine wachsende Anzahl von Forschenden im Gesundheitsbereich partizipativ arbeitet. Es ist auch deutlich erkennbar, dass ein eigenständiger wissenschaftlicher Diskurs und diverse Vereinigungen partizipativ Forschender sich in vielen Ländern etabliert haben. Folgende aktuelle internationale Entwicklungen sind hervorzuheben: Konsolidierung und Vernetzung, Klärung der Frage, was Partizipation in der Forschung bedeutet, Evaluation der Auswirkungen und des Mehrwerts der PGF, Weiterentwicklung der PGF in spezifischen Anwendungsbereichen und die Klärung ethischer Fragen in der PGF.


Pflege ◽  
2015 ◽  
Vol 28 (4) ◽  
pp. 219-232
Author(s):  
Birgit Panke-Kochinke ◽  
Gabriele Krause ◽  
Olga Klimann

Zusammenfassung. Hintergrund: Eine Analyse des wissenschaftlichen Diskurses zum Umgang von Menschen mit Demenz innerhalb der Pflege- und Gesundheitsforschung in Deutschland fehlt bisher. Fragestellung: Wie werden Menschen mit Demenz im pflege- und gesundheitswissenschaftlichen Diskurs dargestellt und welche Perspektiven lassen sich daraus ableiten? Methode: Mithilfe eines neu entwickelten integrativen Analyseverfahrens wird ein Diskurs in der Analyse des Umgangs mit Menschen mit Demenz im wissenschaftlichen Diskurs in der Pflege- und Gesundheitsforschung rekonstruiert. Ergebnisse: Inhaltlich wird Demenz im exemplarisch rekonstruierten wissenschaftlichen Diskurs vor allem unter dem Aspekt einer Belastung für Angehörige diskutiert. Sie werden als diejenigen bezeichnet, denen durch die Menschen mit Demenzeine große Belastung entsteht. Schlussfolgerungen: Ein methodisches Verfahren der integrativen Analyse konnte durch den vorgestellten Forschungszugang erprobt werden. Zukünftig ist die Perspektive des Menschen mit Demenz im Forschungskontext stärker zu berücksichtigen.


2012 ◽  
Vol 52 (2) ◽  
Author(s):  
Canan Şenöz-Ayata

Die Produktion und Rezeption akademischer Texte bilden den wesentlichen Bestandteil der Wissenschaftskommunikation. Beim Verfassen von Wissenschaftstexten spielen viele Faktoren wie Sprache, Kultur, wissenschaftlicher Diskurs, Fachdisziplin etc. eine große Rolle. Dementsprechend wurden in der Textlinguistik verschiedene akademische Textsorten aus mehreren europäischen Sprachen – wie Fachzeitschriftenaufsätze, Abstracts, wissenschaftliche Referate und Rezensionen – untersucht und miteinander verglichen. Das Ziel meines Beitrags besteht darin, mit textlinguistischen Methoden und Verfahren Abstracts von deutschen und türkischen Germanisten im Hinblick auf Textaufbau und Textstil zu analysieren und miteinander zu vergleichen. Das Analysekorpus bilden Abstracts, die im Zeitraum 2005–2009 in der Zeitschrift der Germanistikabteilung der Istanbul Universität (in den Studien zur deutschen Sprache und Literatur) und in der Zeitschrift für deutsche Philologie erschienen sind. Ein weiteres Ziel dieses Artikels ist es, darzulegen, auf welche Weise die interkulturellen Vergleiche von Wissenschaftstexten einen wichtigen Beitrag zur internationalen Wissenschaftskommunikation leisten können. Aus der kontrastiven Studie geht hervor, dass die Abstract-Texte von deutschen und türkischen Germanisten Gemeinsamkeiten und Unterschiede beinhalten. Eine Gemeinsamkeit liegt darin, dass in den Abstracts der beiden Wissenschaftskulturen die häufig vorkommenden Teiltextsegmente ähnlich, wobei jedoch deren Anordnungen unterschiedlich sind. Aus diesem Grund weisen die analysierten Abstracts literaturwissenschaftlicher Artikel keine festgelegten Textbaupläne auf. Der Unterschied besteht darin, dass die Abstracts der deutschen Germanisten theoriebetonter, die der türkischen hingegen inhaltsorientierter sind. Außerdem stellt sich heraus, dass sich die englischen Abstracts deutscher und türkischer Germanisten hinsichtlich des Textstils voneinander unterscheiden, da sich die deutschen Germanisten in ihren englischen Abstracts mehr an den englischen Wissenschaftsstil anpassen.


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