ethnische zugehörigkeit
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2021 ◽  
Author(s):  
Kaan Atanisev ◽  
Rita Haverkamp

ZusammenfassungIm Münchner Bahnhofsviertel gibt es eine „Tagelöhnerbörse“, die viel Unmut unter Anwohnenden und Gewerbetreibenden hervorruft. Die überwiegend aus Bulgarien stammenden „Tagelöhner“ sind dabei vielfältigen Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen ausgesetzt, die zum Teil aus ihrer Angehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit resultieren. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass ihre ethnische Zugehörigkeit komplexer und vielschichtiger ist, als man auf den ersten Blick erahnt. Im Beitrag steht die Frage nach der Rolle der ethnischen Zugehörigkeit der „Tagelöhner“ im Mittelpunkt, um anhand ethnografischer Feldgespräche und Interviews die Aushandlungsprozesse von Zugehörigkeit im multiethnischen Bahnhofsviertel nachzuzeichnen. Nach einer Beschreibung der „Tagelöhner“ im Münchner Bahnhofsviertel wird die soziokulturelle Lage der ethnischen Minderheiten in Bulgarien dargestellt. Aus der von Uneindeutigkeit charakterisierten Zugehörigkeit der „Tagelöhner“ ergeben sich sowohl Vor- als auch Nachteile im Umgang mit den Gewerbetreibenden und Anwohnenden des Bahnhofsviertels. Abschließend wird die Illegalisierung der „Tagelöhnerbörse“ und deren Auswirkungen auf die Stellung der „Tagelöhner“ diskutiert.


2014 ◽  
Vol 65 (4) ◽  
pp. 212-226 ◽  
Author(s):  
Stefan R. Schweinberger ◽  
Dana Schneider

Soziale Wahrnehmung, Kommunikation und Interaktion erfordern eine effiziente Analyse und Repräsentation personenbezogener Informationen. Dabei transportieren vor allem Gesichter und Stimmen eine Vielzahl sozial relevanter Informationen, etwa über die Identität einer Person, Emotionen, Geschlecht, Alter, Attraktivität, ethnische Zugehörigkeit oder momentaner Aufmerksamkeitsfokus. Trotz dieses Wissens sind die perzeptuellen Mechanismen der Wahrnehmung komplexer sozialer Stimuli erst in den letzten Jahren systematischer untersucht worden. Diese Entwicklung wurde vorallem durch (1) die Verfügbarkeit sophistizierter Reizmanipulationstechniken (z. B. Bild-, Video- und Stimmen-Morphing, Karikierung, und Mittelungstechniken) sowie (2) die Verfügbarkeit von Messmethoden der kognitiven und sozialen Neurowissenschaften ermöglicht. In diesem Artikel fassen wir den aktuellen Forschungsstand der Wahrnehmung von Personen, besonders bezüglich Gesichter und Stimmen, zusammen. Dabei diskutieren wir ausgewählte Beispiele aktueller Forschung, und legen dar, wie sich die Personenwahrnehmung zu einem zentralen Thema psychologischer Forschung entwickelt hat. Neue Evidenz zeigt, dass sozial relevante perzeptuelle Informationen in Gesichtern oder Stimmen nicht nur erste Eindrücke über Personen erzeugen, sondern dass diese Eindrücke auch moderate Validität aufweisen, so dass Gesichter oder Stimmen als „Fenster zur Person” betrachtet werden können. Wir argumentieren, dass weitere Fortschritte in anderen Feldern der sozialen Kognitionsforschung, welche reale oder virtuelle Agenten berücksichtigen (z. B. Theory of Mind Forschung, soziale Kategorisierung, menschliche Entscheidungen) von einer Berücksichtigung fazialer oder stimmlicher Informationen in der Personenwahrnehmung profitieren.


2011 ◽  
Vol 30 (12) ◽  
pp. 977-982 ◽  
Author(s):  
M. Paulig

ZusammenfassungSeit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Prävalenz der Multiplen Sklerose (MS) eine ungleiche Verteilung in verschiedenen Weltregionen und Populationen aufweist. Es gibt unterschiedliche Risikoszenarien für die geografische Herkunft, die ethnische Zugehörigkeit, das Geschlecht und das Lebensalter. Allerdings waren frühere Studien in ihrer Aussagekraft teilweise durch methodologische Probleme limitiert. Aktuelle Untersuchungen konnten ein detaillierteres Bild räumlicher und zeitlicher Aspekte der Prävalenz und Inzidenz der MS herausarbeiten. Interpretationen dieser Befunde sprechen sowohl für genetische als auch für umweltbedingte Einflüsse. Die Kenntnis hierüber könnte in Zukunft zu neuen Strategien in der Prävention und Behandlung der MS führen.


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