projektive tests
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Author(s):  
S. Bölte ◽  
S. Adam-Schwebe ◽  
E. Englert ◽  
K. Schmeck ◽  
F. Poustka

Zusammenfassung: 92 ambulante und stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet wurden zu deren Handhabe und Einschätzung testpsychologischer Verfahren befragt. Ein an die leitenden Psychologen gerichteter Fragebogen enthielt 15 offene und geschlossene Items. Alle antwortenden Kliniken verfügten über Tests und setzten diese auch in der Diagnostik ein. Zirka die Hälfte der Einrichtungen berichtete darüber hinausgehend über den obligaten Einsatz bestimmter Einzelverfahren. In einem Drittel der Kliniken erfolgte der Einsatz von Eigenentwicklungen, wobei nur ein kleinerer Teil dieser Tests auch evaluiert und publiziert wurde. Auch die Frage nach der Verwendung computerunterstützter Tests wurde von etwa einem Drittel der Befragten bejaht. Testkompendien, Fachzeitschriften, das Internet oder Kollegen werden verbreitet konsultiert, um sich über psychometrische Verfahren zu informieren. Am häufigsten wurde der Einsatz von Intelligenztests berichtet. Dagegen werden strukturierte Interviews vergleichbar selten durchgeführt. Die Wechsler-Intelligenzskalen für Kinder und Erwachsene, die CFT-Skalen, der d2 und der Scenotest sind Beispiele für verbreitet durchgeführte Einzeltests. Etwa ein Viertel der Befragten berichtete von einer prinzipiellen Ablehnung einzelner Verfahren, darunter projektive Tests und Intelligenztests. Ethische Beweggründe spielten bei Ablehnungen keine Rolle. Vermisst werden sowohl Aktualisierungen und Neunormierungen gängiger Verfahren als auch adäquate Verfahren in bestimmten Bereichen ganz allgemein, zum Beispiel für Lese-, Rechtschreib- und Rechenstörungen. Einzelne Umfrageergebnisse geben auch Anlass zur kritischen Analyse der berichteten kinder- und jugendpsychiatrischen Testpraxis.


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