quantitative inhaltsanalyse
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Publizistik ◽  
2021 ◽  
Author(s):  
Stephanie Geise ◽  
Ulrike Klinger ◽  
Melanie Magin ◽  
Kathrin Friederike Müller ◽  
Cordula Nitsch ◽  
...  

ZusammenfassungKommunikationswissenschaftliche Forschung ist durch die strukturellen Rahmenbedingungen geprägt, unter denen sie entsteht – etwa durch das Wissenschaftssystem, die gesellschaftlichen Erwartungen an Wissenschaft und das Mediensystem des jeweiligen Landes. Die quantitative Inhaltsanalyse untersucht im Vergleich zwischen Deutschland und den USA, inwiefern sich solche Rahmenbedingungen auf die normativen Vorstellungen auswirken, die Autorinnen aus diesen Ländern in ihren Zeitschriftenaufsätzen zum Ausdruck bringen. Hierzu wenden wir ein dreistufiges Vorgehen zur Identifikation, Systematisierung und Kategorisierung von „Sollensvorstellungen“ an und schlagen damit erstmals ein methodisches Verfahren vor, mit dem sich die Normativität von Fachzeitschriftenaufsätzen messen lässt, ohne die zu erfassenden Werte und Normen vorab festzulegen. Indikator für die Normativität der Aufsätze sind die darin artikulierten Sollensvorstellungen und konkreten Handlungsempfehlungen, die sich an verschiedene Gruppen richten können. Die Befunde zeigen keinen Unterschied im Grad der Normativität, wohl aber in den Schwerpunkten, die dabei gesetzt werden: Sollensvorstellungen und Handlungsempfehlungen in den deutschen Aufsätzen konzentrieren sich stärker auf Medien und Journalismus als auf unmittelbare Forschungsgegenstände des Fachs. Die US-amerikanischen Aufsätze hingegen weisen mit Schwerpunkt auf einem gelungenen gesellschaftlichen Zusammenleben stärker über das Fach hinaus und appellieren häufiger an die Verantwortung individueller Akteurinnen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass strukturelle Unterschiede – auch vermittelt über die Forschungsgegenstände – die normativen Vorstellungen prägen, die Wissenschaftlerinnen leiten und von ihnen geäußert werden. Damit ruft die Studie die normative Prägung der Kommunikationswissenschaft ins Bewusstsein und liefert neue Erkenntnisse über das Selbstverständnis des Fachs.


Author(s):  
Doreen Reifegerste ◽  
Annemarie Wiedicke ◽  
Linn Julia Temmann

Zusammenfassung Hintergrund Diabetes mellitus und Depression sind Erkrankungen mit einer steigenden Prävalenz in Deutschland. Die Bevölkerung über die entsprechenden Präventions- und Therapiemöglichkeiten zu informieren ist beispielsweise durch journalistische Medienberichterstattung möglich. Denn Untersuchungen zeigen, dass mediale Darstellungen von Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten das Gesundheitsverhalten, aber auch die Zustimmung zu bestimmten Maßnahmen und somit die strukturelle Gesundheitsversorgung beeinflussen können. Ziel der Arbeit (Fragestellung) Über die Berichterstattung deutscher Medien zur Vorbeugung und Behandlung von Diabetes mellitus und Depressionen ist bislang nur wenig bekannt. Diese Arbeit untersucht, wie diese beiden Erkrankungen in deutschen Medien dargestellt werden. Der Fokus liegt hierbei auf den Präventions- und Therapieoptionen. Material und Methoden Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von deutschen Qualitätsmedien (Print und Online) im Zeitraum 2012–2018 durchgeführt. Insgesamt wurden N = 645 Artikel analysiert, n = 219 davon zum Thema Diabetes mellitus und n = 426 zum Thema Depression. Ergebnisse und Diskussion Diabetes mellitus und Depression sind trotz ihrer hohen Prävalenz nur selten Hauptthema in der deutschen Medienberichterstattung. Über Depression wird deutlich häufiger berichtet als über Diabetes mellitus – oftmals jedoch im Zusammenhang mit Suizid oder Prominenten. Bei Diabetes mellitus differenzieren Berichte nur unzureichend zwischen den unterschiedlichen Typen. Eine medikamentöse Therapie wird bei beiden Erkrankungen häufiger erwähnt als niedrigschwellige Maßnahmen und (strukturelle) Präventionsoptionen, was sich ungünstig für Hilfesuchende auswirken kann. Um Prävention und niedrigschwellige Behandlungsformen als Lösungen in der öffentlichen Wahrnehmung zu etablieren, sollten strategische Kommunikator*innen diese stärker in ihrer Pressearbeit fokussieren.


Author(s):  
Dorothea Greiling ◽  
Johannes Slacik ◽  
Sarah Edelbauer

Der Energieversorgungssektor zählt seit vielen Jahren unter Effizienz- und Umweltgesichtspunkten zu den reputationssensiblen Branchen. Ein, in den vergangenen Jahren insbesondere bei Großunternehmen, an Bedeutung gewinnendes Instrument zur Rechenschaftslegung über finanzielle, ökologische und soziale Belange ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Um einen Einblick in die aktuelle Berichterstattungspraxis von Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) in Europa zu erhalten, wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von Nachhaltigkeitsberichten nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) durchgeführt. Es wurden 87 Berichte von europäischen EVU entlang der (sektor-neutralen und sektor-spezifischen) Kriterien der GRI G4-Richtlinie analysiert, um Inhalte und das Ausmaß der Berichterstattung zu ermitteln. Die Abdeckungsrate der Angaben fällt im Durchschnitt mittelmäßig aus. Die soziale Dimension in den Nachhaltigkeitsberichten europäischer EVU ist leicht unterrepräsentiert. Entlang aller drei Säulen besteht noch Spielraum für mehr Transparenz. Zudem wurde untersucht, wie sich die Eigentümerschaft und die Börsennotierung auf den Umfang der Nachhaltigkeitsberichterstattung auswirken. Die Hypothese, dass öffentliche EVU als Stewards des öffentlichen Interesses besser abschneiden, hat sich nicht bestätigt. Eine Börsennotierung wirkt sich dagegen positiv aus, was sich aus theoretischer Sicht mit Hilfe des Neuen Soziologischen Institutionalismusses erklären lässt.


2019 ◽  
Vol 8 (2) ◽  
pp. 236-271 ◽  
Author(s):  
Anna Staender ◽  
Nicole Ernst ◽  
Desiree Steppat

Soziale Medien sind aus Wahlkämpfen nicht mehr wegzudenken. Sie bieten politischen Akteuren die Möglichkeit, sich mit ihren eigenen Botschaften direkt an die Wählerschaft zu richten. Durch virale Verbreitung und eine hohe Resonanz können Inhalte zudem an Nutzergruppen gelangen, die außerhalb des Social-Media-Netzwerkes der Akteure liegen. Damit erhöht sich für politische Akteure die Wahrscheinlichkeit, auch eine potenziell neue Wählerschaft auf Social Media zu erreichen. Soziale Netzwerkplattformen wie Facebook quantifizieren die Resonanz über die Reaktionen der Nutzer: Anhand der Anzahl Likes, Shares und Comments (Facebook-Resonanz), die ein Facebook-Beitrag erreicht. Die vorliegende Studie befasst sich mit der Frage, welche Merkmale (Format, Zeitpunkt und Inhalt) Beiträge aufweisen müssen, um besonders viele Nutzerreaktionen hervorzurufen und damit eine möglichst hohe Facebook-Resonanz zu erzeugen. Eine quantitative Inhaltsanalyse von 733 Facebook-Beiträgen der sieben größten im Schweizer Parlament vertretenen Parteien im Zeitraum von drei Monaten vor dem Wahltermin 2015 zeigt, dass vor allem die Verwendung von Nachrichtenfaktoren sowie parteieigener Themen hilfreich ist, um die Facebook-Resonanz zu erhöhen.


2018 ◽  
Vol 19 (2) ◽  
Author(s):  
Michael Johann ◽  
Lars Bülow

Im Kontext des G7-Gipfels im Juni 2015 entstand ein Foto von Angela Merkel und Barack Obama, das Twitter eroberte. Der vorliegende Beitrag beleuchtet die Netzwerkstrukturen, unter denen die Verbreitung des sogenannten Merkel-Memes auf Twitter stattfand. Twitter mit seiner vernetzten Nutzerschaft soll dabei als soziales System verstanden werden, in dem durch memetische Funktionen (u. a. Retweets, Hashtags) Diffusionsprozesse begünstigt werden. Im Rückgriff auf die Annahmen der Diffusionsforschung wurde eine quantitative Inhaltsanalyse der Tweets zum Merkel-Meme (n = 3253) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Diffusion des Memes maßgeblich von der Beteiligung früher Übernehmergruppen (Rogers 2003) abhängt. Diese zeichnen sich vor allem durch ihre dichte Vernetzung innerhalb des sozialen Systems Twitter aus.


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