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Published By Staats- Und Universitatsbibliothek Hamburg Carl Von Ossietzky

1616-2617

2021 ◽  
Vol 22 (1) ◽  
Author(s):  
Stefanie Schöberl ◽  
Peer Kieweg

Die COVID-19-Pandemie hat das Leben von Menschen auf der ganzen Welt von Grund auf verändert. Gleichzeitig trägt das Verhalten der Menschen zur Überwindung der Pandemie bei, sei es in Form der Einhaltung der Pandemieregelungen, sei es durch die Bereitschaft, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Derzeit zeigt sich jedoch in Ländern wie Deutschland, die über ausreichend Impfstoff verfügen, eine gewisse Impfmüdigkeit. Da Studien bereits gezeigt haben, dass zwischen Informationsverhalten und Impfbereitschaft ein Zusammenhang besteht, untersucht diese Arbeit anhand einer Längsschnittsstudie Veränderungen des Informationsverhaltens junger Menschen unter 35 Jahren im Verlauf der Pandemie im Jahr 2020. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Konsequenzen des Informationsverhaltens für die Zuversicht und die Impfbereitschaft in dieser Zielgruppe gelegt. Dabei zeigt sich durchaus eine Pandemiemüdigkeit unter den Befragten, die sich darin äußert, dass die Befragten am Ende des Jahres 2020 weniger Zeit damit verbringen, sich über das Virus oder die Pandemie zu informieren als noch 7 Monate zuvor. Die Daten offenbaren auch Zusammenhänge zwischen dem Informationsverhalten, dem Grad der Informiertheit und der Zuversicht, dass die Pandemie überwunden wird. Schließlich sind Personen, die sich besser informiert fühlen, eher bereit, eine Impfung zu akzeptieren, womit eine faktenbasierte, glaubhafte Information der Bevölkerung offenbar ein entscheidender Faktor der Pandemiebekämpfung ist.


2021 ◽  
Vol 22 (1) ◽  
Author(s):  
Katharina Kinder-Kurlanda

Dies ist eine Rezension über das Buch "Book of Anonymity“ herausgegeben vom Anon Collective, erschienen bei punctum books, 2021, 484 Seiten, ISBN: 9781953035301.


2020 ◽  
Vol 21 (2) ◽  
Author(s):  
Moritz Klenk

Über die Bedeutung von Podcasts für die Wissenschaftskommunikation für ein breites Publikum hinaus stellt sich unter aktuellen medienevolutionären Bedingungen neu die Frage nach der Bedeutung von Stimme, Sprechen und Hören für die sinnlich-sinnhafte Genese wissenschaftlicher Erkenntnis und Wahrheit. In der dialektischen Entfaltung von Stimme, Hören und Sprechen nach der Schrift zeigt der Beitrag die Notwendigkeit und Möglichkeiten der erkenntnistheoretischen Reflexion von Darstellung und Durchführung von Wissenschaft im Medium Podcasting als Medium von Stimme, Sprechen und Hören. Anhand der Ansätze von Recording Culture (Makagon/Neumann), dem Format der Audio Papers (Groth/Samson) und dem Sprechenden Denken (Klenk) werden die Bedeutung der Sinne, des Körpers, des Sprechens und Hörens, der Praxis der Entwicklung sowie des Gesprächs und Selbstgesprächs für die Wissen- und Wahrheitsgenese skizziert.


2020 ◽  
Vol 21 (2) ◽  
Author(s):  
Anne Kläs ◽  
Thomas Birkner
Keyword(s):  

Diese Studie untersucht deutsche True Crime-Podcasts unter Einbezug der Nachrichtenwert-theorie sowie des Qualitätsbegriffs im Journalismus. Mit einer explorativen, qualitativen Inhaltsanalyse von neun Folgen aus insgesamt drei deutschen True Crime-Podcasts soll herausgefunden werden, ob es sich bei dieser innovativen, auditiven Form mehr um Berichterstattung oder um Storytelling handelt. Das Ergebnis: Der True Crime-Podcast ist ein Genre, welches beide Elemente vereinen kann. Denn hier werden Narrations- und Nachrichtenfaktoren kombiniert und so verschmelzen journalistische Darstellungsformen zu einer narrativen Berichterstattung, in der journalistische Qualitätskriterien dennoch von Bedeutung sind.


2020 ◽  
Vol 21 (2) ◽  
Author(s):  
Jürgen Karla

An der Hochschule Niederrhein werden Podcasts für die Wissenschaftskommunikation eingesetzt. Im vorliegenden Beitrag werden die Erfahrungen mit der Produktion von Podcasts in der Lehre durch Studierende dargestellt. Die Strukturierung erfolgt dabei anhand der Prozessschritte 1. Pre-Produktion – Konzeption, 2. Pre-Produktion – Redaktionsplanung und Briefing, 3. Produktion – Aufnahmetechnik und Aufnahmeprozess, 4. Post-Produktion – Schnitt und Audionachbearbeitung, 5. Publikation. Die gesammelten Erfahrungen werden dargestellt und die Weiterentwicklung des Projektes erläutert.


2020 ◽  
Vol 21 (2) ◽  
Author(s):  
Daniela Schlütz

Mit dem Begriff ‚narrativer Journalismus‘ bezeichnet man non-fiktionale Textsorten, die sich erzählender Elemente bedienen, um Informationen zu vermitteln. Häufig werden immersive Erzählstrategien, Personalisierung und eine subjektive Perspektive genutzt, um gründlich recherchierte Hintergrundgeschichten aufzubereiten. Das Ziel narrativen Journalismus‘ besteht darin, das Verständnis der Texte zu erleichtern, das Publikum zu involvieren und damit die Wirkung der Texte zu optimieren. Kritisch bewertet wird an dieser journalistischen Darstellungsform die teilweise unklare Abgrenzung zwischen Fakten und Fiktion. Diese Form der Informationsaufbereitung erfreut sich großer Beliebtheit in Podcasts. Aufgrund ihrer spezifischen Charakteristika sind Podcasts ideal für narrativen Journalismus geeignet. Der Beitrag führt diese Aspekte aus und illustriert sie anhand von Beispielen aus dem US-amerikanischen Raum.


2020 ◽  
Vol 21 (2) ◽  
Author(s):  
Lena Wiesler

Feministische Podcasts werden in diesem Beitrag als vernetzte Gegenöffentlichkeiten verstanden und der Aktivismus feministischer Podcaster:innen als kollektive und vernetzte feministische Praxis. Im Zentrum der explorativen Studie stehen die Praktiken unabhängiger feministischer Podcaster:innen, welche durch offene leitfadengestützte Interviews mit sechs Podcasterinnen aus Deutschland und Österreich ergründet werden. Die Ergebnisse können anhand von drei Kernkategorien zusammengefasst werden: erstens das Verständnis von Feminismus als Reflexions- und Aushandlungsprozess, zweitens feministisches Podcasting als Ausdruck von Zugehörigkeit und Unabhängigkeit sowie drittens Austausch und Vernetzung als Kernpraxis feministischer Podcaster:innen.


2020 ◽  
Vol 21 (2) ◽  
Author(s):  
Rebecca Moltmann

Für die Vermittlung geisteswissenschaftlicher Forschungsinhalte und -praktiken scheinen auf den ersten Blick andere Formate nötig zu sein als etwa für die Naturwissenschaften, da im Zentrum der Geisteswissenschaften vor allem das wenig visualisierbare Reflexionswissen steht. Ausgehend von dieser Prämisse wird die These entfaltet, dass Podcasts und der auditiven Wissensvermittlung besonderes Potential für geisteswissenschaftliche Wissenschaftskommunikation zukommt. Der Fokus liegt dabei auf der Literaturwissenschaft, da sie zum einen häufig als besonders abstraktes und wenig greifbares Fach angesehen wird. Zum anderen hat sich in der Forschung der letzten Jahre eine stärkere praxeologische Perspektive auf die Literaturwissenschaft als Disziplin entwickelt, die hilfreiche Ansätze für den hier verfolgten Argumentationszusammenhang bietet. Im Anschluss an die exemplarische Analyse zweier Podcastfolgen mit literaturwissenschaftlicher Perspektive, werden Wissenstransfer und die Partizipation an Wissen als zentrale Aspekte des Potentials von Podcasts für die geisteswissenschaftliche Wissenschaftskommunikation herausgestellt. Mit Blick auf die Wissenschaftsforschung lassen sich in diesem Zusammenhang erste tentative Ansätze für Podcasts als ‚Tool‘ der Wissenschaftsforschung aufzeigen.


2020 ◽  
Vol 21 (2) ◽  
Author(s):  
Daniela Walter

Der Podcast ist ein Medium aus dem Alltag, das den Sprachenunterricht positiv unterstützt. Authentisches Audiomaterial, das mit der Lebenswelt der Lernenden verknüpft ist, fehlt auf dem Lehrwerksmarkt. Das zeigt sich in einer exemplarischen Lehrwerksanalyse. Im Folgenden wird aufgezeigt, wie ein eigener Podcast konzipiert wurde, um Deutschlernenden als kursbegleitendes Material zu dienen. In einer Prästudie wurde er mithilfe eines Fragebogens an vier Teilnehmenden mit Erstsprache Spanisch getestet. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Sprechweise der Sprechenden, bildhafte Sprache und Hintergrundgeräusche Einfluss auf den Verstehensprozess nehmen, dialektale Färbung jedoch kaum. Es ist zu erkennen, dass Lernende authentisches Material bevorzugen und akzeptieren, dass sie nicht jedes Detail verstehen. Die Ergebnisse lassen auf eine erfolgreiche Arbeit mit Podcasts im Selbststudium schließen. Jedoch wären umfangreichere Studien nötig, um tatsächliche Erfolge zu messen.


2020 ◽  
Vol 21 (2) ◽  
Author(s):  
Lisa Leander

Podcasts haben sich als Medium der Wissenschaftskommunikation etabliert. Das zeigt sich einerseits an den Vorlieben des Publikums: Laut den Umfragen des Online-Audio-Monitor rezipieren 70 Prozent der befragten Podcastnutzer:innen „Infosendungen, Wissens- und Lernbeiträge“ (Deck/Kunow 2019; vgl. auch Domenichini 2018; Schaffer 2016; Martens/Amann 2007). Andererseits findet eine Vernetzung der Community statt, wie etwa auf dem Portal wissenschaftspodcasts.de zu sehen ist. Hier kuratieren Produzent:innen das Angebot zu den Themen Wissen und Wissenschaft. Trotz dieser Popularität ist die Vermittlung von Wissenschaft durch Podcasts noch nicht intensiv erforscht, im deutschsprachigen Raum noch weniger als im englischsprachigen. Inhaltliche Analysen konzentrieren sich meist nur auf Teilaspekte wie z.B. Diskussionen in begleitenden Online-Foren (Birch/Weitkamp 2010). Im vorliegenden Beitrag soll daher erörtert werden, welche Gestaltungsmöglichkeiten das Medium Podcast speziell für Akteur:innen der Wissenschaftskommunikation bietet. Davon ausgehend wird eine qualitative Untersuchung von Wissenschaftspodcasts mithilfe der Gesprächsanalyse vorgestellt.


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