chronischer stress
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2021 ◽  
Author(s):  
J Nübel ◽  
Y Du ◽  
J Baumert ◽  
R Paprott ◽  
U Hapke ◽  
...  
Keyword(s):  

2021 ◽  
Author(s):  
Georg Pongratz

ZusammenfassungÜber einen möglichen Zusammenhang zwischen psychologischem Stress, Immunsystem und Autoimmunität wird schon lange debattiert. Erkenntnisse aus der Grundlagen- und epidemiologischen Forschung, die das Verständnis für diesen komplexen Zusammenhang erhöhen werden in dieser kurzen Übersicht zusammengestellt. Zunächst werden bekannte anatomisch-physiologische Grundlagen für einen Zusammenhang zwischen psychologischem Stress und Immunsystem dargestellt. Es wird beschrieben, dass die Interaktion zwischen Gehirn über autonomes Nervensystem und Hormonsystem bis zur Immunzelle mit entsprechenden Rezeptoren für Neurotransmitter und Hormone mittlerweile bis auf die molekulare Ebene gut beschrieben ist. Im Rahmen der akuten Stressreaktion treten charakteristische Veränderungen im Immunsystem auf, die ebenfalls gut dokumentiert sind. In einem zweiten Teil wird dann beschrieben welche Veränderungen im Rahmen einer chronischen Stressbelastung am Immunsystem auftreten können und zuletzt wird diskutiert inwiefern diese Veränderungen auch für pathophysiologische Zustände des Immunsystems, z. B. im Rahmen von Autoimmunerkrankungen, relevant sein könnten. Zusammenfassend führt akuter Stress, im Sinne der optimalen Vorbereitung einer fight&flight Situation, zu einer Steigerung der Immunfunktion v. a. der humoralen Immunität, wohingegen die Auswirkungen von chronischem Stress weniger klar definiert sind und es eher zu einer Immundysregulation mit verminderter basaler Immunfunktion, v. a. der zytotoxischen Funktion aber einer gesteigerten Reaktion nach Aktivierung, v. a. im angeborenen Immunschenkel kommt. Epidemiologische Daten belegen gut, dass chronischer Stress zu einer erhöhten Suzeptibilität für Autoimmunerkrankungen führt. Erste klinische Anwendungen, wie beispielsweise die gezielte neuronale Stimulation des N. vagus sind in Erprobung, für einen breiteren klinischen Einsatz sollten aber die biologischen Netzwerkstrukturen noch besser verstanden werden, um die besten Angriffspunkte zu finden.


2018 ◽  
Vol 10 (05) ◽  
pp. 30-34
Author(s):  
Kerstin Khattab

SummaryEs ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, was wir als Stress empfinden, auf welche Stressoren und wie stark wir reagieren. Das Erleben von Stress ist subjektiv, die Auswirkungen auf den Körper sind jedoch objektiv messbar. Chronischer Stress kann sich negativ auf Herz und Gefäße auswirken. Stress gilt als eigenständiger Risikofaktor für die Entstehung einer koronaren Herzerkrankung und Myokardinfarkt. Er kann zudem das vegetative Nervensystem aus seiner Balance bringen und wie ein zentraler Dreh- und Angelpunkt kardiale Risikofaktoren negativ verstärken. Die Folge können Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutzuckerwerte sein sowie negative Einflüsse auf Nikotinkonsum und Fettstoffwechsel. Chronischer Stress kann Ängste verstärken und in einer Erschöpfungsdepression münden. Deshalb sind neben Ausdauer- und Krafttraining mittlerweile auch Entspannungstraining und Stressmanagement fester Bestandteil der kardialen Rehabilitation. Lesen Sie hier, wie Stress auf den Körper wirkt, wie er gemessen werden kann, welche Bedeutung Stress für Herzpatienten hat und wie man die heilende Wirkung von Entspannungstraining erklären kann.


2018 ◽  
Vol 7 (05) ◽  
pp. 368-372
Author(s):  
Nico Dragano

ZusammenfassungChronischer Stress entsteht oft in Alltagssituationen, und der Alltag vieler Menschen wird von der Arbeit geprägt und strukturiert. Trotz der unbestreitbar positiven Wirkung einer guten Arbeit für Psyche und Wohlbefinden sind in vielen Berufen psychosoziale Belastungen wie ständiger Zeitdruck, eine hektische Arbeitsumgebung oder zwischenmenschliche Konflikte an der Tagesordnung. Zu diesen Belastungen hat die Forschung Messkonzepte entwickelt, mit deren Hilfe empirisch untersucht wurde, welche Aspekte der Arbeit Stress induzieren und ob solch arbeitsbezogener Stress tatsächlich die Inzidenz kardiovaskulärer Erkrankungen fördert. Die Mehrzahl der internationalen Studien berichtet einen Zusammenhang mittlerer Stärke, sodass angenommen werden kann, dass Arbeitsstress ein relevanter Risikofaktor ist. Dieser Beitrag fasst den Forschungsstand zusammen, erläutert die wichtigsten Formen von psychosozialen Arbeitsbelastungen und deren mögliche Folgen für das Herz-Kreislauf-System.


2018 ◽  
Vol 7 (05) ◽  
pp. 351-356
Author(s):  
Stefanie Kuntz-Hehner ◽  
Peter Angerer

ZusammenfassungAkuter, wiederholter und chronischer Stress in verschiedenen Lebensbereichen erhöht das Risiko für die Entstehung, die klinische Erstmanifestation und eine ungünstige Prognose einer kardiovaskulären Erkrankung. Diese epidemiologisch auf breiter Basis nachgewiesenen Zusammenhänge lassen sich durch biologische Stressreaktionen, emotionale Reaktionen und Verhalten plausibel erklären. Aus physiologischen Stressreaktionen entstehen pathophysiologische Abläufe, die schließlich die Atherogenese fördern und klinische Ereignisse wie akute Koronarsyndrome, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfälle auslösen können. Dabei können sich stressinduzierte intermediäre Erkrankungen wie Depressionen, arterielle Hypertonie oder Diabetes mellitus ihrerseits langfristig auf weitere kardiovaskuläre Krankheitsmanifestationen auswirken. Das Verständnis dieser pathophysiologischen Wege bietet somit Ansatzpunkte für gezielte Interventionen.


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