antivirale substanzen
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2021 ◽  
Vol 41 (02) ◽  
pp. 81-92
Author(s):  
Jens Thiel

ZUSAMMENFASSUNGUnter dem Begriff Vaskulitiden wird eine heterogene Gruppe entzündlicher Gefäßerkrankungen zusammengefasst. Während die Riesenzellarteriitis eine vergleichsweise häufige Erkrankung ist, kommen andere Vaskulitiden sehr selten vor. Allen Vaskulitiden gemein ist jedoch, dass sich die therapeutischen Möglichkeiten in den vergangenen Jahren erheblich verbessert haben. Bei der Riesenzellarteriitis (RZA) wurde die Effektivität von Tocilizumab in einer großen randomisierten, kontrollierten Studie nachgewiesen, die zur Zulassung der Substanz geführt hat und die Glukokortikoid-sparende Therapie der RZA erlaubt. Weitere biologische und zielgerichtete synthethische Immunsuppressiva werden derzeit hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei RZA evaluiert. Im Bereich der Kleingefäßvaskulitiden hat insbesondere die B-Zell-depletierende Therapie mit Rituximab bisher gängige Behandlungsalgorithmen erheblich verändert. Während Rituximab für Induktions- und Erhaltungstherapie von Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und mikroskopischer Polyangiitis (MPA) zugelassen ist, liegt für die eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) und für die Therapie der HCV-assoziierten kryoglobulinämischen Vaskulitis (HCV-MC) keine Zulassung vor. Auch direkte antivirale Substanzen führen häufig zu einem Ansprechen der HCV-assoziierten, kryoglobulinämischen Vaskulitis. Die vorliegende Arbeit stellt die gegenwärtig innerhalb und außerhalb der Zulassung verwendeten Therapien verschiedener Vaskulitiden dar.


2019 ◽  
Vol 57 (01) ◽  
pp. 27-36 ◽  
Author(s):  
Dietrich Hüppe ◽  
Yvonne Serfert ◽  
Peter Buggisch ◽  
Stefan Mauss ◽  
Klaus Böker ◽  
...  

Zusammenfassung Einleitung In Deutschland sind mehr als 250 000 Patienten an einer chronischen Hepatitis C (CHC) erkrankt. Seit 2014 sind zahlreiche potente direkt antivirale Substanzen gegen HCV zugelassen worden. Ziel des Deutschen Hepatitis-C-Registers (DHC-R) ist es, die Epidemiologie und Versorgung von Patienten mit CHC abzubilden und die Effektivität und Sicherheit der neuen Behandlungsmöglichkeiten im Praxisalltag zu untersuchen. Methoden Das DHC-R ist eine prospektive, multizentrische, nicht interventionelle Registerstudie. Bundesweit sind 327 Zentren für die Dokumentation freigeschaltet. Alle in Deutschland zugelassenen Medikamente wurden im DHC-R dokumentiert. Für die aktuelle Auswertung wurden 4 Phasen unterschieden: 2/2014 bis 12/2014, 1/2015 bis 12/2015, 1/2016 bis 7/2017 und 8/2017 bis 7/2018. Ergebnisse Zwischen Februar 2014 und Juli 2018 wurden 12 170 Patienten in das Register eingeschlossen (61,3 % Männer), eine antivirale Therapie erhielten 11 268. Das Behandlungsalter sank von 52,3 (Phase 1) auf 49,3 Jahre (Phase 4), der Anteil der Behandelten mit einer Drogenanamnese nahm zu (von 26,9 auf 43,1 %). 2014 wurden viele Patienten mit Leberzirrhose (35,1 %) behandelt, deren Anteil im Verlauf deutlich abnahm (Phase 4: 16,5 %). Die HCV-Genotypenverteilung änderte sich im Zeitverlauf deutlich, zuletzt stieg der Anteil des HCV-Genotyps 3 (30 % in Phase 4). Die Ausheilungsrate (PP-Analyse) steigerte sich von 92,8 % im Jahre 2014 auf zuletzt 97,4 % bei sehr guter Verträglichkeit. Zusammenfassung Das DHC-R beschreibt die Versorgungssituation der Patienten mit CHC in Deutschland, zeigt epidemiologische Tendenzen auf und belegt die ausgezeichneten Behandlungsmöglichkeiten.


2006 ◽  
Vol 63 (9) ◽  
pp. 591-594 ◽  
Author(s):  
Henschkowski ◽  
Vogt

Kristalle werden häufig bei der Routine-Untersuchung des Urins gefunden und als Kristallurie bezeichnet. Meistens entsteht die Kristallurie durch eine vorübergehende Übersättigung des Urins. Aber auch Nahrungsmittel, oder Änderungen von pH und Temperatur des Urins, z.B. wenn der Urin nach der Miktion länger stehen geblieben ist, können zu Kristallurie führen. Diese zufällig beobachtete Kristallurie hat keinen Krankheitswert. Der Nachweis von Kristallen im Urin kann jedoch auch mit krankhaften Zuständen, wie Urolithiasis, primärer Hyperoxalurie und Ethylenglycol-Vergiftung einhergehen. Zusätzlich führen verschiedene Medikamente, vor allem antivirale Substanzen und Antibiotika unter bestimmten Umständen zu Kristallurie mit zum Teil schwerwiegenden Nierenschädigungen. In diesen Fällen ist die Untersuchung der Kristalle im Urin zum einen diagnostisch hilfreich zum anderen ist sie ein wichtiger Verlaufsparameter. Voraussetzung für die Beurteilung der Kristallurie ist die korrekte Probenaufbereitung, Bestimmung und Einordnung des Urin-pH und Kenntnis des mikroskopischen Verfahrens.


2003 ◽  
Vol 60 (10) ◽  
pp. 595-604 ◽  
Author(s):  
G. Gross

Die Zielzellen der Humanen Papillomaviren (HPV) sind ausschließlich die Basalzellen der Haut und der Plattenepithelien der hautnahen Schleimhäute wie die Mundschleimhaut, der obere Respirationstrakt, die Genitoanalregion und der Analkanal. Eine HPV-Virämie ist nicht bekannt. Prinzipiell werden drei verschiedene Formen der HPV-Infektion unterschieden: klinisch-sichtbare Läsionen, subklinische HPV-Infektionen und latente HPV-Infektionen. Bestimmte HPV-Typen induzieren morphologisch, histologisch und prognostisch unterschiedliche Erscheinungsbilder. HPV-Infektionen führen meistens zu primär gutartigen Tumoren der Haut und der Schleimhäute. Der häufigste HPV-induzierte Tumor der Haut ist die vulgäre Warze, einer der am weitesten verbreiteten Tumore des Hautorgans überhaupt. Welche Rolle HPV bei der Entstehung des Stachelzellenkarzinoms und des Basalioms spielen ist unklar. Infektionen des Urogenitoanaltrakts mit bestimmten HPV-Typen gelten als die häufigsten sexuell übertragbaren Virusinfektionen. So genannte «high-risk» HPV-Typen (HPV16, 18 u.a.) werden von der Weltgesundheitsbehörde als wichtige Risikofaktoren bei der Entwicklung von Plattenepithelkarzinomen des Urogenital- und Analtrakts und besonders des Gebärmutterhalskarzinoms eingestuft. Spezifische gegen HPV gerichtete antivirale Substanzen existieren nicht. Die konventionelle Therapie der benignen Viruswarzen der Haut und der hautnahen Schleimhäute ist unspezifisch. Sie besteht aus gewebszerstörenden, chirurgischen Verfahren wie zum Beispiel Elektrokauter, Kryotherapie und Laser. Darüberhinaus sind zytotoxische Substanzen wie Podophyllotoxin und auch systemisch zu verabreichende Retinoide im Einsatz. Einen neuartigen Ansatz stellen topische und systemische Immuntherapeutika wie die Interferone und der Interferon alpha- und Zytokin-Induktor Imiquimod dar. Seit etwa fünf Jahren sind virusspezifische Impfstoffe in der klinischen Entwicklung. Vorzugsweise sollen die HPV-Impfstoffe zur Prävention, aber auch zur Therapie HPV-assoziierter benigner Tumore (Genitalwarzen), HPV-assoziierter Präkanzerosen und invasiver Plattenepithelkarzinome des Genitoanaltrakts eingesetzt werden.


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