johann christian august heinroth
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Author(s):  
Holger Steinberg

Johann Christian August Heinroth (1873–1843) blieb bis heute v. a. bekannt als erster Inhaber eines seelenheilkundlichen Lehrstuhls in der Welt. Diesen Lehrstuhl für „Psychische Therapie“ besetzte er an der Universität Leipzig von 1811 bis zu seinem Tode 1843 1 2.


2017 ◽  
Vol 14 (03) ◽  
pp. 133-135
Author(s):  
H. Steinberg

ZusammenfassungDer Leipziger Psychiater Johann Christian August Heinroth definierte den Inhalt des Begriffes Depression neu zur rein symptomatischen Beschreibung einer allgemein traurigen, niedergedrückten Stimmung und damit als recht klar umrissenes psychopathologisches Phänomen. Dieser so vor allem in seinem Lehrbuch von 1818 eingeführte Terminus blieb im Fortgang der Geschichte der Psychiatrie mit dieser Bedeutung erhalten. Davon zu unterscheiden nutzte er zur Bezeichnung der depressiven Erkrankung des Gemüts, das er entsprechend der Vermögenspsychologie neben dem Geist und dem Willen als eine der Grundkräfte der Seele auffasste, innerhalb seiner eigenen, in der Reflexion entstandenen kategorialen Krankheitsklassifikation indes den vorhandenen Begriff der Melancholie.


2011 ◽  
Vol 30 (12) ◽  
pp. 997-1001 ◽  
Author(s):  
H. Steinberg

ZusammenfassungDie Universitätspsychiatrie der westlichen Welt feiert in diesem Jahr die 200. Wiederkehr ihrer Begründung: Am 21. Oktober 1811 wurde in Leipzig die außerordentliche Professur für “Psychische Therapie” für Johann Christian August Heinroth eingerichtet. Dieses Jubiläum blieb eher unbekannt. Die vorliegende Quellenstudie legt durch Aktenschriftstücke gesicherte Aussagen zur akademischen Karriere Heinroths und Entstehungsgeschichte seines Lehrstuhls vor. Zugleich verfolgt sie das Ziel, dieses Jubiläum bekannt zu machen. Der psychiatriehistorisch bedeutsame Vorgang wurde wohl erst möglich durch Heinroths eigenes seelenheilkundliches Interesse. Erleichtert wurde er durch eine allgemeine Universitätsreform sowie die Entstehung des sächsischen Irrenversorgungssystems, welche das Bedürfnis nach irrenärztlicher Ausbildung offenbarte. Letzteres erkannte die Ministerialbürokratie. Diese Umstände werden neu in die Forschung eingebracht. Weiterhin wird auf bleibende Verdienste Heinroths für die Konzeptgeschichte der Psychiatrie hingewiesen, die angesichts seiner theologisch verbrämten und rein reflektorischen ätiologischen Überlegungen lange nicht wahrgenommen oder negiert wurden.


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