Politische und gesellschaftliche Veränderungen im System der Kindertageseinrichtungen haben deutliche Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen von Fachkräften und stellen diese vor immer neue Aufgaben und Herausforderungen, welche oftmals als Belastung wahrgenommen werden. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, Zusammenhänge zwischen den Arbeitsbedingungen und der Arbeitszufriedenheit des Kita-Personals aufzuzeigen. Des Weiteren wird das Auftreten beruflicher Gratifikationskrisen untersucht, welche entstehen, wenn die berufliche Anstrengung der Mitarbeiter/innen die wahrgenommene Belohnung übersteigt. Die hier berichteten Ergebnisse basieren auf Daten der AQUA-Studie („Arbeitsplatz und Qualität in Kitas“), einer bundesweiten, repräsentativen Fragebogenuntersuchung, für die N = 6.606 frühpädagogische Fachkräfte befragt wurden. Als Erhebungsinstrumente wurden u. a. das Verfahren zur Effort-Reward Imbalance (ERI, Siegrist et al., 2004 ) und die Skalen zur Messung der Arbeitszufriedenheit von Neuberger & Allerbeck (1978) verwendet. Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen wurde aus den Daten der befragten Fachkräfte ein Index erstellt, der es erlaubt, die Rahmenbedingungen in drei Gruppen (gut, mittel und schlecht) einzuteilen. Zudem wurden als besondere Rahmenbedingungen die Qualität und das Ausmaß der Unterstützung der Leitung durch den Träger der jeweiligen Einrichtung in den Blick genommen. Es zeigte sich, dass die Arbeitsbedingungen von den Kita-Mitarbeiter/innen im Allgemeinen eher als schlecht wahrgenommen werden. Bei einem Großteil (71,7 %) der befragten Fachkräfte tritt zudem eine berufliche Gratifikationskrise auf. Dieser Anteil ist bei den Kita-Leitungen deutlich höher als bei Fachkräften ohne Leitungsfunktion. Dennoch sind die meisten Fachkräfte mit ihrer Arbeit an sich relativ zufrieden. Gute Arbeitsbedingungen gehen mit höherer Arbeitszufriedenheit und einer geringeren Stressbelastung einher. Darüber hinaus ist die Unterstützung des Trägers eine bedeutende Ressource für die Leitungen.