berufliche gratifikationskrisen
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2020 ◽  
Author(s):  
Maximilian Kempf ◽  
Lucia Jerg-Bretzke ◽  
Marc N. Jarczok ◽  
Petra Beschoner

Zusammenfassung Hintergrund Laut Studienlage leiden ÄrztInnen häufig an Arbeitsstress und Burn-out. Gründe dafür liegen v. a. in den Arbeitsbedingungen. Daneben spielen „intrinsische“ Faktoren eine Rolle. Frühe maladaptive Schemata (MS) können als Marker für intrinsische Belastungen dienen. Ein Schema umfasst dauerhafte, ungünstige Muster von Gefühlen, Gedanken und Erinnerungen, die das Verhalten in einer konkreten Situation steuern. Der Beitrag soll eine systematische Übersicht über die internationale Studienlage zu Gratifikationskrisen und MS bei ÄrztInnen/PsychotherapeutInnen (PT) geben. Material und Methoden Systematische Literaturrecherche von 2000 bis 2020 in PubMed, Psyndex und Google Scholar. Eine Registrierung erfolgte bei OSF-Registries (osf.io/jxhga/). Suchbegriffe waren: „schema“, „maladaptive schema“, kombiniert mit „physician“, „psychiatrist“, „psychotherapist“, „psychologist“, als weitere Suche verknüpft mit „effort reward (imbalance)“ bzw. „effort-reward (imbalance)“. Ergebnisse In der ersten Suche wurden 906 Publikationen, in der zweiten 1088 Veröffentlichungen gefunden. Durch Filtern von Duplikaten, Screening von Abstracts und Inhalten dezimierte sich die Zahl auf 2 Publikationen. Mithilfe vor- und rückwärts gerichteter Suche wurden 5 weitere Arbeiten und damit insgesamt 7 relevante Publikationen identifiziert. Schlussfolgerung Bislang gibt es wenige Untersuchungen, die sich mit MS im Zusammenhang mit beruflichem Stress und mentaler Gesundheit bei ÄrztInnen/PT beschäftigen. Insbesondere das vielschichtige Konzept der Schemata erscheint aussagekräftiger als eher eindimensionale Persönlichkeitszüge. Intrinsische Faktoren haben eine große Bedeutung, wenn es um die Entwicklung von Präventions- und Hilfsmaßnahmen für belastete ÄrztInnen/PT geht.


2019 ◽  
Vol 63 (4) ◽  
pp. 191-203
Author(s):  
Stephanie Georg ◽  
Christine Wolter ◽  
Andreas Santa Maria ◽  
Dieter Kleiber ◽  
Babette Renneberg

Zusammenfassung. Wie hängen berufliche Gratifikationskrisen, arbeitsbezogene Erschöpfung und die Wahrscheinlichkeit gesundheitsbedingter Frühberentungen bei Polizisten zusammen? Anhand der Daten eines Gesundheitsmonitorings von N = 811 Polizisten wurde dieser Frage mittels hierarchischer linearer und ordinaler Regressionsanalysen nachgegangen. Die Polizisten gaben im Vergleich zur deutschen Erwerbsbevölkerung und auch zu anderen Polizeistichproben höhere Werte beruflicher Gratifikationskrisen an. Berufliche Gratifikationskrisen und die Subdimensionen Verausgabung, Wertschätzung, berufliche Entwicklung, Konstanz der Arbeitssituation sowie Verausgabungsbereitschaft leisteten signifikante Vorhersagebeiträge zur arbeitsbezogenen Erschöpfung und der subjektiven Wahrscheinlichkeit einer gesundheitsbedingten Frühberentung, auch unter Kontrolle weiterer beeinflussender Variablen (Alter, chronische Erkrankung, Einsatzbeteiligung, Beschäftigungsort). Die Ergebnisse geben Hinweise für mögliche Interventionen zur Verminderung beruflicher Gratifikationskrisen und zur Vorbeugung von Arbeitsausfällen aufgrund von Erschöpfung und Frühberentungen.


2018 ◽  
Vol 69 (06) ◽  
pp. 224-230
Author(s):  
Hendrik Berth ◽  
Philipp Matthias Rohleder

Zusammenfassung Einleitung Der Rettungsdienst ist ein anspruchsvolles Tätigkeitsfeld. Das Modell beruflicher Gratifikationskrisen erklärt anhand des Verhältnisses von Belohnung/Verausgabung das Entstehen beruflicher Fehlbelastungen. Vorliegende Studie untersucht erstmals das Ausmaß beruflicher Gratifikationskrisen im Rettungswesen in Deutschland. Material und Methoden Hauptamtliche Rettungsdienstmitarbeiter eines DRK-Kreisverbands wurden befragt. N=82 Beschäftigte (78,8%) nahmen teil (M Alter=37,78 Jahre, 73,2% männlich). Der Fragebogen umfasste neben dem Effort-Reward-Imbalance-Questionnaire weitere Instrumente zur Erfassung von Ängstlichkeit, Depressivität, Gesundheitszustand, sozialer Unterstützung, Mobbing und Optimismus. Ergebnisse N=58 Personen (70,7%) gaben eine berufliche Gratifikationskrise an. Das Vorliegen einer Gratifikationskrise stand in Zusammenhang mit höherem Alter, niedriger Schulbildung, höherer beruflicher Qualifikation (Rettungsassistent) und vorhandener Partnerschaft. Personen mit beruflicher Gratifikationskrise gaben einen schlechteren Gesundheitszustand und eine niedrigere soziale Unterstützung an. Diskussion Die hohe Anzahl von Personen mit beruflichen Gratifikationskrisen im Rettungswesen in Deutschland deckt sich mit internationalen Studien. Schlussfolgerung Es wird die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen und Bedarf an weiteren Forschungsarbeiten aufgezeigt.


2016 ◽  
Vol 45 (5) ◽  
pp. 236-240
Author(s):  
Stefan Süß ◽  
Eva-Ellen Weiß

2015 ◽  
Vol 58 (9) ◽  
pp. 996-1004 ◽  
Author(s):  
Jean-Baptist du Prel ◽  
S. March ◽  
H. Schröder ◽  
R. Peter

2010 ◽  
Vol 60 (09/10) ◽  
pp. 374-379 ◽  
Author(s):  
Jens Klein ◽  
Kirstin Grosse Frie ◽  
Karl Blum ◽  
Johannes Siegrist ◽  
Olaf von dem Knesebeck

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