soziale norm
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2021 ◽  
pp. 415-438
Author(s):  
Lukas Keller ◽  
Deane Harder
Keyword(s):  

ZusammenfassungIn der Schweiz wurden im Jahr 2017 rund 1,85 Mrd. CHF an Nonprofitorganisationen (NPO) gespendet. Der Spendenmarkt ist gesättigt und durch die wachsende Anzahl an Stiftungen und Vereinen wächst der Wettbewerb weiter. Die NPOs müssen innovativ bleiben und das Fundraising weiterentwickeln, um langfristig überleben zu können. Eine Möglichkeit sind Onlinespenden, um Kosten zu sparen und eine größere Reichweite gegenüber herkömmlichen Medien zu erzielen. Um das Potenzial von Onlinespenden zu nutzen, werden in dieser Studie Soziale-Norm-Nudges zur Erhöhung der Spendenbereitschaft und Konversion auf Webseiten von NPO untersucht. Eine User-Gruppe bekam einen Nudge eingeblendet, eine Kontrollgruppe nicht. Anhand von Messwebapplikationen wie Google Analytics und Hotjar wurde das unterschiedliche Verhalten der beiden Gruppen aufgezeichnet. Statistisch wurde kein Einfluss der Nudges auf die Spendenbereitschaft oder Konversion festgestellt. Jedoch zeigten Heatmaps, wie das Klickverhalten und die Mausbewegungen der Webseitenbesucher waren. Daraus lässt sich ableiten, dass es durchaus Potenzial für Weiterentwicklungen gibt.


2020 ◽  
Author(s):  
Kerstin Rinnert
Keyword(s):  

Was bedeutet es, dass Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität in unserer Gesellschaft als „natürliche“ und „normale“, nicht erklärungsbedürftige Grundlagen erscheinen – und somit als soziale Norm wirken – für jene jungen Menschen, die sich in dieser Ordnung nicht verorten können oder wollen? Dieser Frage geht die Autorin in der vorliegenden Grounded-Theory-Studie anhand problemzentrierter Interviews mit LSBT*IQs nach. In den qualitativen Analysen kommen auf der Basis von erzählten Geschichten individuelle Handlungsentscheidungen, Bedeutungsebenen, Sinnzusammenhänge sowie subjektive Weltsichten der Akteur*innen in den Blick. Neben Diskriminierungserfahrungen als Folge einer heteronormativ geprägten und strukturierten Gesellschaft – wie sie bereits in anderen einschlägigen Studien herausgearbeitet werden konnten – stehen vor allem die Potenziale, Strategien, Räume und Ressourcen im Zentrum der Untersuchung, die LSBT*IQs entwickeln und sich zu Nutzen machen.


Author(s):  
Anneke Bühler ◽  
Katrin Schulze ◽  
Christa Rustler ◽  
Sabine Scheifhacken ◽  
Ines Schweizer ◽  
...  
Keyword(s):  

Zusammenfassung. Fragestellung: Raucher- und Frauenanteil sind in der Gruppe der Pflegeberufe überproportional hoch. Es wird überprüft, ob sich Pflegeschüler und Pflegeschülerinnen in Rauchverhalten, rauchbezogenen Risikofaktoren und Einstellung gegenüber verhältnis- und verhaltensbezogenen Maßnahmen voneinander unterscheiden. Zudem interessiert, ob der Raucheranteil bereits zu Beginn der Ausbildung erhöht ist. Methode: Querschnittliche Daten von 357 Auszubildenden aus bundesweit zehn Pflegeschulen wurden ausgewertet. Ergebnisse: Es zeigten sich Geschlechtsunterschiede in einigen Risikofaktoren, weniger im Rauchverhalten oder der Veränderungsbereitschaft. In der Widerstandsgewissheit wiesen Frauen höhere Werte auf als Männer. Rauchende Männer hatten eine weniger riskante deskriptive aber tendenziell riskantere injunktive Normerwartung und äußerten sich eher bereit zur Teilnahme an einem Rauchstoppgruppenkurs. Der hohe Raucheranteil war unter Auszubildenden mit 52,8 % etwa 1,5 Mal so hoch als unter bereits beschäftigten Pflegekräften. Schlussfolgerungen: Eine vorsichtige Interpretation ist angesichts der anfallenden Stichprobe angezeigt. Es besteht ein Bedarf für Tabakentwöhnung sowohl unter Pflegeschülern als auch Pflegeschülerinnen, da viele schon zu Ausbildungsbeginn rauchen. Eine Intervention muss sowohl verhaltens- als auch verhältnisbezogene Elemente beinhalten. Ihre Implementation steht vor der Herausforderung eines Ausbildungskontextes, dessen soziale Norm als rauchfreundlich zu bezeichnen ist.


Arbeit ◽  
2014 ◽  
Vol 23 (3) ◽  
Author(s):  
Stefanie Gundert ◽  
Christian Hohendanner

AbstractDieser Beitrag befasst sich mit dem Zusammenhang von Erwerbsintegration und sozialer Integration. Ausgehend von der Annahme, dass die Integration ins Erwerbsleben eine wesentliche Voraussetzung für soziale Teilhabe und gesellschaftliche Integration bildet, wird das subjektive soziale Zugehörigkeitsgefühl von unbefristet und befristet Beschäftigten, Leiharbeitnehmern und Arbeitslosen anhand von Informationen aus dem Panel „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ (PASS) verglichen. Arbeitslose und Arbeitnehmer in Leiharbeitsverhältnissen fühlen sich weniger gut in die Gesellschaft integriert als unbefristet Beschäftigte, was u.a. mit der Verfügbarkeit sozialer und finanzieller Ressourcen zusammenhängt. Die Ergebnisse weisen zudem daraufhin, dass es für die subjektive Sozialintegration eine Rolle spielt, ob die (temporären) Beschäftigungsformen in der jeweiligen Qualifikationsgruppe der Beschäftigten eine „soziale Norm“ darstellen.


2010 ◽  
Vol 51 (2) ◽  
pp. 275-296 ◽  
Author(s):  
Achim Goerres
Keyword(s):  

Arbeit ◽  
2009 ◽  
Vol 18 (4) ◽  

AbstractUntersuchungen zur Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Prävention erfahren zunehmendes Interesse. Einerseits soll Unternehmen gezeigt werden, dass sich Betriebliches Gesundheitsmanagement rechnet. Andererseits sollen die durch Prävention vermeidbaren Kosten abgeschätzt und ggf. die kostengünstigsten Präventionsmaßnahmen identifiziert werden. Der ökonomische Nutzen von betrieblichem Gesundheitsmanagement gilt als wissenschaftlich eindrucksvoll belegt. Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass sowohl die Krankheitskosten als auch die krankheitsbedingten Fehlzeiten um durchschnittlich 26% reduziert werden können. Auch die Abschätzung des allgemeinen ökonomischen Potenzials spricht für eine Intensivierung der betrieblichen Prävention. Durch arbeitsbedingte Erkrankungen entstehen in Deutschland jährliche Kosten in Höhe von insgesamt 44 Milliarden Euro. Davon entfallen 33 Milliarden Euro auf arbeitsbedingte Arbeitsunfähigkeit und 11 Milliarden Euro auf die arbeitsbedingte Frühberentung.


2003 ◽  
Vol 32 (4) ◽  
pp. 346-367 ◽  
Author(s):  
Manuela Vieth

Zusammenfassung Das Ultimatumspiel beschreibt eine soziale Verhandlungssituation, in der Fairnessüberlegungen bei der Aufteilung eines Gutes relevant werden können. In spieltheoretischen Experimenten werden mehrheitlich gleichmäßige Aufteilungen vorgenommen und geringe Angebote durchaus abgelehnt. Diese Befunde widersprechen der spieltheoretischen Vorhersage, wenn sie auf materiellen Nutzen eingeschränkt wird. Um faires Verhalten (und allgemein Moral) zu erklären, müssen daher andere als materielle Anreize ebenfalls in Betracht gezogen werden. In diesem Beitrag wird ein neues evolutionäres Fairnessmodell vorgestellt, das die Ablehnung von Angeboten im Ultimatumspiel aus dem Blickwinkel der Rational Choice Theorie erklärt. Frank (1992) folgend werden Emotionen als Signale eingeführt. Diese können Sanktionsdrohungen Glaubwürdigkeit verleihen, wenn sie bei anderen erkennbar sind. Binmore und Samuelson (1994) haben eine „Fehlerwahrscheinlichkeit“ (noise level) vorgeschlagen, um faires Verhalten zu erklären. Diese wird hier nicht als zufälliges Fehlverhalten, sondern als Erkennungswahrscheinlichkeit mit Franks Idee der „Überprüfungskosten“ (inspection costs) verknüpft. Mit diesem Modell sind Computersimulationen durchgeführt worden. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Fairnessnorm (disjunkte soziale Norm) entstanden sein und sich erhalten haben kann: Für diejenigen, die ein Angebot erhalten, ist es evolutionär betrachtet vorteilhaft, niedrige Angebote abzulehnen, weil dadurch das Angebotsverhalten insgesamt erhöht wird. Anhand des hier vorgestellten Modells ist somit erklärbar, dass es durchaus dem rationalen Eigeninteresse des Menschen entspricht, sich an Fairness zu orientieren.


2002 ◽  
Vol 33 (3) ◽  
pp. 181-192
Author(s):  
Bettina S. Wiese ◽  
Bernhard Schmitz
Keyword(s):  

Zusammenfassung: Ziel der vorgestellten Studie war die Untersuchung sozialer Einflüsse auf die Einstellung und Konsumwünsche Jugendlicher. Als Beispielprodukt wurde das Mobiltelefon gewählt. Erwartungskonform resultierte, dass sich die selbstberichtete Einstellung der N = 149 untersuchten Jugendlichen (38.3% Jungen) sowohl durch die wahrgenommene Einstellung der Freunde als auch durch die der Eltern vorhersagen ließ. Auf dem Hintergrund der Theorie des geplanten Handelns ( Ajzen, 1991 ) wurde außerdem die Vorhersagbarkeit des Mobiltelefonwunsches durch die eigene Einstellung, die soziale Norm im Freundeskreis und die wahrgenommenen finanziellen Möglichkeiten im Elternhaus geprüft. Während sich Einstellung und soziale Norm als bedeutsame Prädiktoren erwiesen, traf dies auf die Einschätzung der finanziellen Möglichkeiten im Elternhaus, als Ausdruck der wahrgenommenen Handlungskontrolle, nicht zu. Letztere zeigte jedoch einen direkten Pfad zur Kaufabsicht. In Übereinstimmung mit einer rezenten Erweiterung der Theorie des geplanten Handelns ( Perugini & Bagozzi, 2001 ) kristallisierte sich der Mobiltelefonwunsch als eine wesentliche proximale Ursache der konkreten Kaufabsicht heraus.


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