vestibuläre migräne
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2021 ◽  
Vol 163 (18) ◽  
pp. 50-53
Author(s):  
Sandra Becker-Bense ◽  
Doreen Huppert

Author(s):  
Andreas Zwergal ◽  
Marianne Dieterich

ZusammenfassungDie 8 häufigsten Schwindelsyndrome liegen über 70% aller Schwindelpräsentationen zugrunde. Bei den akuten (meist einzeitigen) Schwindelsyndromen sind die akute unilaterale Vestibulopathie und der vestibuläre Schlaganfall von besonderer Bedeutung, bei den episodischen Schwindelerkrankungen der gutartige Lagerungsschwindel, der Morbus Menière und die vestibuläre Migräne und bei chronischem Schwindel die bilaterale Vestibulopathie/Presbyvestibulopathie, der funktionelle Schwindel und der zerebelläre Schwindel. In der letzten Dekade wurden für die häufigsten Schwindelsyndrome international konsentierte diagnostische Kriterien und Krankheitsbezeichnungen erarbeitet, die einfach im klinischen Alltag angewendet werden können. Die diagnostischen Leitlinien beruhen überwiegend auf einer gezielten Anamnese (Beginn, Dauer, Verlauf, Trigger, Begleitsymptome), klinischen Untersuchung und wenigen apparativen Verfahren zur Diagnosesicherung (vor allem mittels Videookulographie und Audiometrie). Die Therapie der häufigen Schwindelsyndrome basiert in der Regel auf einer Kombination aus physikalischen Verfahren (Lagerungsmanöver, multimodales Gleichgewichtstraining) und pharmakologischen Prinzipien (u.a. Kortikosteroide, Antiepileptika, Antidepressiva, Kaliumkanalblockern, plastizitätsfördernde Medikamente). Allerdings fehlt meist eine hochwertige Evidenz aus prospektiven und kontrollierten Studien. In der klinischen Praxis lassen sich die häufigen Schwindelsyndrome oft effektiv behandeln, sodass eine Chronifizierung oder sekundäre Komorbidität (durch Immobilität, Stürze oder psychiatrische Erkrankungen wie Angst oder Depression) vermieden werden kann.


2018 ◽  
Vol 97 (01) ◽  
pp. 14-23
Author(s):  
K. Feil ◽  
N. Böttcher ◽  
O. Kremmyda ◽  
C. Muth ◽  
J. Teufel ◽  
...  

ZusammenfassungZur Pharmakotherapie von vestibulären Erkrankungen kommen im Wesentlichen folgende Wirkstoffgruppen zum Einsatz: Antivertiginosa, Antikonvulsiva, Antidepressiva, Antiphlogistika, Anti-Menière-wirksame Substanzen, Migräneprophylaktika, Aminopyridine (Kaliumkanalblocker) und Acetyl-DL-Leucin (eine modifizierte essenzielle Aminosäure). Die Behandlung des Symptoms Schwindel und der begleitenden vegetativen Beschwerden wie Übelkeit, Brechreiz oder Erbrechen sollte zeitlich stets begrenzt werden. Bei einem akuten einseitigen Vestibularisausfall verbessern Kortikosteroide die Erholung der peripher vestibulären Funktion, ohne ausreichende Evidenz für eine allgemeine Empfehlung.Für die Wirksamkeit von Betahistin (16 mg dreimal täglich oder 48 mg dreimal täglich) bei Morbus Menière gibt es bislang keine ausreichende Evidenz, ggf. sollten hierbei höhere Dosierungen angestrebt werden – insbesondere, da in tierexperimentellen Studien eine Verbesserung der Durchblutung des Innenohrs nachgewiesen wurde. Bei der Vestibularisparoxysmie sind Carbamazepin/Oxcarbazepin wahrscheinlich wirksam, es fehlen aber noch randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) dazu. Bei der vestibulären Migräne gibt es bislang keine RCTs zur Wirksamkeit von Betablockern oder Topiramat, so dass hier aufgrund von klinischen Erfahrungen die Therapie in Analogie zur Migräne ohne Aura empfohlen wird.Aminopyridine werden für die Behandlung von Patienten mit Downbeat-Nystagmus (2 RCTs) und der episodischen Ataxie Typ 2 (EA2, 1 RCT) empfohlen. Die Wirksamkeit von Aminopyridinen wurde in tierexperimentellen und funktionellen Bildgebungsstudien evaluiert. Acetyl-DL-Leucin, eine modifizierte essenzielle Aminosäure, verbessert die klinischen Symptome der zerebellären Ataxie (bisher 3 Beobachtungsstudien). Nach tierexperimentellen Studien beschleunigt es auch die zentrale Kompensation vestibulärer Störungen; randomisierte klinische Studien dazu waren negativ. Derzeit werden die folgenden klinischen RCTs zu verschiedenen Erkrankungen durchgeführt: Vestibularisparoxysmie (Carbamazepin, VesPa), akute einseitige Vestibulopathie/Neuritis vestibularis (Betahistin, BETAVEST), vestibuläre Migräne (Metoprolol, PROVEMIG), BPPV (Vitamin D, VitD@BPPV), EA2 (Aminopyridin vs. Acetazolamid, EAT-2-TREAT) und zerebelläre Ataxien (Acetyl-DL-Leucin, ALCAT).


2013 ◽  
Vol 40 (09) ◽  
pp. 494-500 ◽  
Author(s):  
M. Obermann ◽  
M. Strupp ◽  
D. Holle ◽  
A. Straube ◽  
S. Förderreuther ◽  
...  

2013 ◽  
Vol 84 (4) ◽  
pp. 511-516 ◽  
Author(s):  
T. Lempert ◽  
J. Olesen ◽  
J. Furman ◽  
J. Waterston ◽  
B. Seemungal ◽  
...  

2009 ◽  
Vol 80 (8) ◽  
pp. 895-899 ◽  
Author(s):  
T. Lempert

2009 ◽  
Vol 28 (01/02) ◽  
pp. 47-52 ◽  
Author(s):  
A. Zwergal ◽  
M. Strupp ◽  
T. Brandt ◽  
K. Jahn

ZusammenfassungSchwindel und Gleichgewichtsstörungen bei Kindern sind nicht selten. Bei der Häufigkeitsverteilung der einzelnen Schwindelsyndrome ergeben sich erhebliche altersabhängige Unterschiede. Bei Kindern sind migräneassoziierte Schwindelformen (benigner paroxysmaler Schwindel des Kindesalters, vestibuläre Migräne) sehr häufig und machen etwa 50% der Diagnosen aus. Häufiger als im Erwachsenenalter sind akute einseitige Funktionsstörungen im Rahmen von infektiösen oder parainfektiösen Labyrinthiden, die Bewegungskrankheit und Perilymphfisteln. Die Innenohrbeteiligung mit bilateralen vestibulären Funktionsstörungen kommt bei einer Reihe seltener kongenitaler Syndrome vor. Subakut einsetzende zentral-vestibuläre Zeichen sollten wegen der relativen Häufigkeit von Hirnstamm-und Kleinhirntumoren im Kindesalter eine MRT-Untersuchung nach sich ziehen, die insgesamt bei kindlichem Schwindel eher zu häufig erfolgt.


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