psychiatrische erkrankungen
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Author(s):  
Annette Opitz-Welke ◽  
Norbert Konrad

ZusammenfassungGefangene haben ein hohes Suizidrisiko und die höchsten Suizidraten sind bei Untersuchungsgefangenen zu verzeichnen. Suizid ist die häufigste singuläre Todesursache in deutschen Gefängnissen. In diesem narrativen Übersichtsbeitrag werden zunächst die Gefängnispopulation und ihre allgemeine Gesundheitsversorgung beschrieben, wobei insbesondere auf psychiatrische und Substanzkonsumstörungen eingegangen wird. Der Hauptteil widmet sich der Prävalenz, den Ursachen und Risikofaktoren von Gefängnissuizid. Maßnahmen zur Suizidprävention werden dargestellt.Der Anteil von Männern unter Gefangenen in Deutschland ist mit 94 % (2020) wie in allen Teilen der Welt sehr hoch. Die meisten Gefangenen sind jungen oder mittleren Alters. Die durchschnittlichen jährlichen Suizidraten bei Männern und Frauen in deutschen Gefängnissen entsprechen mit 105,8/100.000 bzw. 54,7/100.000 denen der meisten Länder in der Europäischen Union (Vollerhebung 2000–2011). Die Suizidraten bei männlichen deutschen Gefangenen sind in den Jahren 2000–2013 unabhängig vom Alter kontinuierlich zurückgegangen. Bei weiblichen Gefangenen stiegen sie dagegen an, wobei die Ursachen hierfür nicht bekannt sind. Es gibt Hinweise darauf, dass psychiatrische Erkrankungen nicht erkannt worden waren.Wichtige suizidpräventive Maßnahmen sind die Unterbringung in Gemeinschaft und die Vermeidung von Isolation, beispielsweise durch das Angebot von Arbeit. Zudem stehen validierte deutschsprachige Screeninginstrumente zur Verfügung, um ein Suizidrisiko frühzeitig zu erkennen. Für eine wirksame Gefängnissuizidprävention bedarf es der Identifikation von Hochrisikopersonen, des Angebots geeigneter suizidpräventiver Maßnahmen sowie der Entwicklung teambezogener Maßnahmen beim Gefängnispersonal.


CME ◽  
2021 ◽  
Vol 18 (9) ◽  
pp. 47-58
Author(s):  
Joanna Moussiopoulou ◽  
Andrea Schmitt ◽  
Peter Falkai

Author(s):  
Andreas Zwergal ◽  
Marianne Dieterich

ZusammenfassungDie 8 häufigsten Schwindelsyndrome liegen über 70% aller Schwindelpräsentationen zugrunde. Bei den akuten (meist einzeitigen) Schwindelsyndromen sind die akute unilaterale Vestibulopathie und der vestibuläre Schlaganfall von besonderer Bedeutung, bei den episodischen Schwindelerkrankungen der gutartige Lagerungsschwindel, der Morbus Menière und die vestibuläre Migräne und bei chronischem Schwindel die bilaterale Vestibulopathie/Presbyvestibulopathie, der funktionelle Schwindel und der zerebelläre Schwindel. In der letzten Dekade wurden für die häufigsten Schwindelsyndrome international konsentierte diagnostische Kriterien und Krankheitsbezeichnungen erarbeitet, die einfach im klinischen Alltag angewendet werden können. Die diagnostischen Leitlinien beruhen überwiegend auf einer gezielten Anamnese (Beginn, Dauer, Verlauf, Trigger, Begleitsymptome), klinischen Untersuchung und wenigen apparativen Verfahren zur Diagnosesicherung (vor allem mittels Videookulographie und Audiometrie). Die Therapie der häufigen Schwindelsyndrome basiert in der Regel auf einer Kombination aus physikalischen Verfahren (Lagerungsmanöver, multimodales Gleichgewichtstraining) und pharmakologischen Prinzipien (u.a. Kortikosteroide, Antiepileptika, Antidepressiva, Kaliumkanalblockern, plastizitätsfördernde Medikamente). Allerdings fehlt meist eine hochwertige Evidenz aus prospektiven und kontrollierten Studien. In der klinischen Praxis lassen sich die häufigen Schwindelsyndrome oft effektiv behandeln, sodass eine Chronifizierung oder sekundäre Komorbidität (durch Immobilität, Stürze oder psychiatrische Erkrankungen wie Angst oder Depression) vermieden werden kann.


2021 ◽  
Vol 46 (02) ◽  
pp. 116-118

Die Adoleszenz stellt im Hinblick auf psychiatrische Erkrankungen eine vulnerable Lebensphase dar. Gilt dies auch für Patienten mit einer juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA)? Besteht ein Zusammenhang zwischen Ängsten und Depressionen und den klinischen JIA-Manifestationen? Und inwiefern wirken sich die psychischen Belastungen auf Entzündungsmediatoren aus? Diesen und anderen Fragen gingen britische Wissenschaftler nach.


2020 ◽  
Vol 33 (3) ◽  
pp. 184-189
Author(s):  
Christoph Kurth ◽  
Viola Wegerer ◽  
Bernhard J. Steinhoff

2020 ◽  
Vol 77 (3) ◽  
pp. 101-106
Author(s):  
Fabian Müller ◽  
Larissa Blättler ◽  
Martin grosse Holtforth ◽  
Kyrill Schwegler ◽  
Niklaus Egloff

Zusammenfassung. Frühkindliche Stresserfahrungen durch physischen, psychischen und sexuellen Missbrauch sowie emotionale oder physische Vernachlässigung führen oft zu dauerhaften Veränderungen des psychischen Befindens. Klinisch zeigt sich dies u. a. in einer erhöhten Inzidenz für verschiedene psychiatrische Erkrankungen. Diese narrative Überblicksarbeit möchte den aktuellen Stand der vorhandenen Studien zu frühkindlichen Stresserfahrungen und deren psychiatrischen Folgen wiedergeben. Als Datenbasis hierfür dienten wissenschaftliche Arbeiten aus den Onlinebibliotheken PubMed, PsycINFO und GoogleScholar. Gesucht wurde unter den Stichworten Adversive Childhood Events (ACE), Adverse Childhood, Childhood Trauma, Psychiatric Disorders, Health Consequences sowie deren deutschen Übersetzungen. Es fanden sich dabei 46 inhaltlich passende Studien.


BIOspektrum ◽  
2020 ◽  
Vol 26 (1) ◽  
pp. 46-49
Author(s):  
Ricarda Stock ◽  
Hansjürgen Volkmer

Author(s):  
Martina Fröhlich ◽  
Stefanie Gstatter ◽  
Evelin Klein ◽  
Silvia Knuchel-Schnyder ◽  
Sandra Signer ◽  
...  

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